10 Marketing Tipps für Webdesigner

  • von Lennart Prange

marketing Wie kommt man an Kunden? Das ist eine Frage mit der man sich immer wieder beschäftigen muss. Renommierte Agenturen und Freelancer haben hier keine großen Probleme, aber die vielen neuen Webdesigner haben Ihren Traum ohne Kunden schnell ausgeträumt. Kreative und effektive Ideen zum Thema Marketing sind angesagt.
Denkt immer daran: Erfolg kommt meistens nicht von alleine. Eine der wichtigsten Grundlagen für ein erfolgreiches Unternehmen ist ein überlegtes und ansprechendes Marketing.
Dieser Beitrag soll gute Ideen liefern und auch dazu anregen, selber über das Thema nachzudenken. Ich freue mich schon auf eure Kommentare.

Viel Spaß mit dem Beitrag. Kommentare und Social Bookmarks würden mich wirklich freuen.

1. Werbeanzeigen in der lokalen Zeitung

Wie hier richtig festgestellt wurde, versuchen Kunden meistens einen lokalen Webdesigner zu verpflichten. Fast jede kleinere Stadt hat eine eigene Zeitung in der reichlich Anzeigen geschaltet werden. Diese Zeitungen werden häufig an jeden Haushalt geliefert und sind für die Empfänger kostenlos.
Investiert hier ein wenig Geld für eine auffällige Anzeige und ihr könnt euch wahrscheinlich schnell über neue Kunden freuen.

2. Packt euer Logo in jeden Footer

Häufig finden unentschlossene Kunden ihre Agentur über Google. Da Google aber bei vielen Suchbegriffen keine guten Ergebnisse liefert, müssen sie eben anders zum Webdesigner ihres Vertrauens finden.
Die Wege dahin sind vielfältig. Meistens sind es Empfehlungen und deshalb sollte man sich selbst Empfehlen. Wenn ihr bei jeder Website, die ihr erstellt, einen kleinen Text in den Footer macht, zum Beispiel Gestaltung von Max Mustermann, und als Eye-Catcher euer Logo danebensetzt, könnt ihr schnell ein paar Kunden sammeln. Denn wenn ein potenzieller Kunde auf die Seite kommt und sie ihm gefällt, schaut er häufig mal kurz in den Footer oder das Impressum. An diesen Stellen sollte euer Name und ein Link zu eurer Website aufjedenfall vertreten sein.

3. Ein Blog ist nicht falsch

Ich muss es wissen. Ein Blog, dass mit Mühe geführt wird kann Wunder bewirken. Er zieht mehr Besucher und auch so mehr potenzielle Kunden an. Achtung: Ein Fachblog schreibt man meistens nur für Fachpublikum, dass kein Interesse hat, euch Aufträge zu verschaffen. Schreibt eher über euer Unternehmen und vielleicht zwischendurch auch ein paar Fachartikel. So wird das Unternehmen transparent und auch bekannt.

4. Professionelle Texte

Das beste Design hilft wenig wenn eure Texte nicht professionell und seriös wirken. Ein Bild sagt mehr als tausend Worten, kann aber Text doch noch nicht ganz ersetzen.

5. Zeigt eure Qualifikation mit Vorträgen

Es gibt zahlreiche Events, die fähigen Webdesignern die Möglichkeit bieten, Vorträge zu halten. Natürlich haltet ihr auch diese Vorträge vor einem Fachpublikum und nicht vor potenziellen Kunden. Daher solltet ihr auf eurer Homepage den Vortrag bewerben. Schreibt am besten einen kurzen Artikel darüber auf eurem Blog und stellt den Vortrag als Video ein. Die potenziellen Kunden, die vorbei kommen werden hoffentlich von eurer Kompetenz beeindruckt sein.

6. Gestaltungswettbewerbe

Auch die Teilnahme an bekannten Wettbewerben zeigt Engagement und bringt häufig Chancen mit. Erstens sind dort auch öfters potenzielle Kunden unterwegs oder Talentsucher. Zweitens kann man den Gewinn eines solchen Wettbewerbs auch auf der eigenen Homepage bewerben. Ähnlich wie ein Vortrag signalisiert er Kompetenz.

7. Free Templates

Wenn ihr ein gutes Free Template anbietet und euren Link + Logo im Footer unterbringt, habt ihr die Chance auf viele neue Kunden.

8. Beiträge

Auch Beiträge bei bekannten Seiten wie nettuts und psdtuts sind immer eine schöne Gelegenheit, um sich in der Welt zu zeigen. Gastblogging ist hier übrigens auch möglich.

9. Die eigene großartige Website

Wenn aus euren Besuchern auch Kunden werden solltet, braucht ihr eine gute Webseite. Am besten eine Webseite, die ihr in Online Gallerien eintragen könnt und die dann auf großen Seiten wie dem smashingmagazine verlinkt werden. Eine Seite, die Awards gewinnt und vor allem eine Seite die eurer Zeilgruppe zu 100% gefällt.

10. SEO ist king

Der schlechteste Gestalter hat mit einer professionellen Optimierung seiner Seite noch eine Chance auf viele Aufträge. Google wird sehr häufig genutzt und deswegen solltet ihr eine gute Suchmaschinenoptimierung nicht vernachlässigen.

Wichtig: Von nichts kommt nichts!
Dem Erfolg geht meistens eine Investition voraus. Wer das große Geld sucht, wird nicht daran vorbeikommen, selber etwas in den Topf zu werfen. Hier kommt es darauf an, wie Risikobereit man ist. Die Menschen, die am meisten Risiko eingehen sind häufig die größten Gewinner, aber wohl noch häufiger die größten Verlierer. Jede Aktion sollte daher vorher wohl kalkuliert worden sein. Einige der Marketing Aktionen, die ich hier vorschlage, kosten Geld. Die Frage ist aber, wieviel Geld sie euch wieder einbringen.
Beispiel: Eine Anzeige in irgendeiner Zeitung kostet 100€. Wenn auch nur ein Mensch aufgrund dieser Anzeige eine Website bei euch bestellt habt ihr das Geld wieder drin.

14 Kommentare

  1. Alex B.
    15. März 2009 um 09:43 Uhr

    Sehr schöner Artikel! Danke.

    Kleiner Tippfehler unter Punkt 5:
    „werden hpffentlich von“

  2. Stefano Picco
    15. März 2009 um 10:22 Uhr

    Gute Auflistung, nur Punkt Zwei könnte ich niemals bei einer Vielzahl meiner Kunden durchsetzen. Ein solche Information hat auch nicht wirklich etwas im Footer des Kunden zu suchen, wenn vereinbart kommt diese Information ins Impressum, das ist aber meistens schon das Höchste der Gefühle.

    Stefano Piccos letzter Beitrag..Safetytour

  3. Lennart Prange
    15. März 2009 um 11:48 Uhr

    @Stefano: Ja, an das Problem habe ich schon gedacht und ich frage mich ob es der kleine Link im Footer wert wäre, dem Kunden einen kleinen Rabatt zu geben.

    @Alex: Danke :). Super, dass du den Fehler bemerkt hast. Das zeigt mir, dass du den Artikel gelesen hast ;).

  4. Daniel Hüpenbecker
    15. März 2009 um 12:04 Uhr

    Der große Fehler den ich hier sehe, bei allem Respekt vor der Arbeit die in dem Beitrag drinsteckt: Akquise wird viel zu sehr als passiver Prozess dargestellt. Es wird der Eindruck vermittelt: zeig dich, und die Kunden kommen.

    Dem ist natürlich nicht so. Die Tipps taugen eventuell um die Bekanntheit zu steigern – dies vor allem branchenintern –, das bringt einem aber noch lange keine Kunden.
    Während Vorträge viele Kunden interessieren könnten, weil sie als Kompetenzbeweis angesehen werden – wenn sie im richtigen Umfeld stattfinden –, sind Sites wie PSDTuts und Co. komplett szenebezogen. Und so lange man seine Kunden nicht in der Szene sucht relativ nutzlos.

    Wesentlich sinnvoller ist es da AKTIV auf seine Zielgruppe zuzugehen.
    Ich will nicht zu sehr in die Details gehen, um hier nicht meine »Geheimnisse« preiszugeben, aber statt Vorträge vor Fachpublikum aus der Szene zu halten, macht es beispielsweise mehr Sinn vor der potentiellen Zielgruppe Vorträge zu halten.
    Beispielweise einen Informationsabend für regionale kleine Unternehmen zu veranstalten – muß nichts großes sein. Persönliche Einladungen: »Informationsabend – So nutzen Sie das Internet effektiv zur Präsentation und Bewerbung Ihres Unternehmens.«
    Da kann man sich auch gerne mit Kollegen zusammentun, das reduziert die Kosten, und sorgt für eine weniger werbliche Anmutung.

    Viele scheitern bei der erfolgreichen Akquise genau an dem, was der Artikel suggeriert: der Wahrnehmung des ganzen als passiven Prozess. Diesen Fehler sollte man vermeiden, und aktiv die potentiellen Kunden ansprechen, statt nur auf szenebekanntheit Wert zu legen.

    Auch der gute Umgang mit Bestandskunden wird mir zu sehr vernachlässigt, denn in vielen Bereichen zählt kaum etwas soviel wie eine persönliche Empfehlung. Es bringt einem nichts, in der Szene als Halbgott wahrgenommen zu werden, wenn man den Umgang mit den Kunden nicht auf die Reihe kriegt. Viele erfolgreiche Selbstständige Webworker werden aus eigener Erfahrung wissen: neue Kunden erhält man über die Empfehlung alter Kunden.

    justmy2cents

  5. Monika
    15. März 2009 um 18:23 Uhr

    ich möchte mich Daniel anschließen.
    Keiner meiner Kunden kennt das Smashing Magazin.
    Die kennen auch all die Showcase Seiten nicht im Internet.
    Aber sehr viele haben gehört, dass es da jemand gibt bei dem man noch persönl. Support bekommt ohne dass es um die Zehntelsekunde geht und außerdem wird *sie* gefunden, diese Monika TS 😉

    Onlien Reputation ist wichtig – da bin ich überzeugt, doch was nutzen mit als deutschsprachige Designerin englische Magazine – sowas für SEO nutzen ist Ok, Kundengewinnung kaum bis gar nicht.

    Dort sein wo die Zielgruppe ist – vom Kaffeehaus bis zum Business Event in der eigenen Stadt – Akquise ist ein aktiver Prozess und so lustvoll 😉

    lg

    Monikas letzter Beitrag..Online Reputation Teil 2 – vorm Klagen reden

  6. Elusian
    15. März 2009 um 19:02 Uhr

    Zu Daniels (und auch Monikas) Beitrag kann man eigentlich nicht’s mehr hinzufügen.

  7. Lennart Prange
    15. März 2009 um 19:42 Uhr

    Natürlich habt ihr zum Teil recht. Ein Beitrag bei smag oder nettuts wird euch nicht sofort einen Berg an Kunden bringen. Aber:

    1. Die Eintragung in Showcases ist nur der nette Nebeneffekt einer eigenen super tollen Website. Das steigert immerhin die Verlinkung und auch die Besucherzahlen. Ist doch super.
    Darüber das die eigene Website sehr gut sein sollte, brauchen wir uns nicht zu streiten, oder?

    2. Die verfassten Artikel auf den genannten Internetseiten sind natürlich immer für ein Fachpublikum. Allerdings vermitteln solche Artikel doch Kompetenz und Engagement und ein dezenter und gut platzierter Hinweis mit Link auf der eigenen Startseite macht sich einfach gut.

    Vielen Dank für eure wertvollen Kommentare.

  8. Daniel Hüpenbecker
    16. März 2009 um 08:59 Uhr

    Solche Eintragungen in Showcases etc. sorgen zwar wie gesagt für eine gewisse Szenebekanntheit, und sind für den einen oder anderen auch wichtig für das Ego. Je nach Zielgruppe ist der Werbewert aber gleich null, oder gar ein negativer, weil man in eine bestimmte Schublade gesteckt wird.

    Es geht mir aber im Kern darum, daß du in deinen Tipps mehrfach völlig falsche Annahmen vermittelst. Zum Beispiel jene, ein kostenloses Template könnte einem eine Menge neuer Kunden einbringen.
    Um es mal an diesem Beispiel festzumachen: welche Kunden sollen das sein? Leute die nach kostenlosen Templates suchen, sind seltenst solvente potentielle Kunden. Dem potentiellen Kunden suggeriert man aber womöglich die »wertlosigkeit« dieser Arbeit, und er fragt sich, warum er für etwas ähnliches einen Stundensatz von 70€ zahlen soll.
    Richtig ist natürlich, daß einem so etwas Backlinks einbringen kann. Aber auch da muß man aufpassen, daß man nicht auf massenhaft Bastlersites plötzlich namentlich erwähnt wird. Das sorgt ganz schnell für ein mieses Image.

    Ich kann nicht beurteilen woher deine Marketingerfahrungen stammen. Aber auf Fragen wie:

    »Zielgruppe«
    »USP«
    »Consumer Benefit«
    »Reason Why«
    »Tonalität«
    »Entwicklung der Werbestrategie«
    »Akquise als aktiver Prozess«
    »Networking«
    »Kundenbindung und CRM im allgemeinen«

    die für eine erfolgreiche Positionierung im Markt und damit einhergehende stabile Auftragslage wesentlich wichtiger sind als Szenebekanntheit oder dem Ego schmeichelnde Faktoren wie eine »geile Website«, wird nicht einmal am Rande eingegangen.

    Viele erfolgreiche Agenturen haben selbst eher dürfige Sites, sind nicht auf smashingmagazine und Co. zu finden. Aber sie verkaufen sich dort gut, wo es nötig ist und Sinn macht: beim potentiellen Kunden. Genau dieser Bereich wird hier aber außer acht gelassen.

    Auf der anderen Seite wird aber Geldverschwendung propagiert, wie über die Zeitungsanzeigen. Ich habe in meinen mehr als 10 Jahren Berufserfahrung noch nie von einem Kunden gehört, der in der Zeitung nach einem Mediendesigner/Designdienstleister gesucht hätte. Schon gar nicht in den »Anzeigenblättchen«.
    Das Geld wäre hier sinnvoller investiert, wenn man seine Zielgruppe definiert, und dann zielgerichtet ein personalisiertes Mailing startet, der Streuverlust ungleich geringer, das Kosten-Nutzen-Verhältnis um ein vielfaches besser.

    Man kann auch ganz schnell seine Zeit dabei verschwenden sich zu sehr um seinen Status in der Szene zu kümmern. In den Stunden die man damit verbringt Tutorials zu schreiben, könnte man auch Kundenpflege betreiben, Folgeaufträge generieren, oder aktiv Neukunden akquirieren.

    Man sollte sich nicht zu sehr darauf konzentrieren was »die Szene« von einem hält. Viele erfolgreiche Medienagenturen kennt man in der Szene kaum. Weil die in der Zeit in der andere Tutorials schreiben, beim Kunden auf der Matte stehen und ihm ein Angebot machen 😉

    Nicht böse sein, ich mag eure Site, und eure Beiträge in der Regel auch. Aber dieser hier geht einfach am Thema vorbei.

  9. Patrick
    16. März 2009 um 23:23 Uhr

    Hallo,

    ein wirklich interessanter Artikel und für manch ein Neueinsteiger bestimmt auch sehr wertvoll. Der eigene Download steigert natürlich das ansehen in der einen oder anderen Fangemeinde.

    Wobei es im Artikel nicht so sehr ins Detail geht. Davon mal abgesehen das die Kommentare hier sehr umfangreich ausfallen. Ganz besonders das von Daniel. Ich kann mich Daniel da nur anschließen. Auf sich Aufmerksam machen, tut man in der regionalen Tageszeitung. Und bei Talentwettbewerben mitzumachen halte ich pers. für Zeit bzw. Geldverschwendung. Die Zeit würde ich lieber nutzen um Neukunden im regionalen Raum zu akquisieren anstatt seine Zeit damit zu verschwenden um seinen Blog zu füttern oder Wettbewerbe zu gewinnen.

    Kein Unternehemen was eine Internetseite benötigt, schaut auf Talentseiten herum. Die haben gar keine Zeit dafür. Die rufen entweder gleich bei einer Argentur an oder der andere freelancer hat sich bereits den Auftrag geangelt. Pasta
    Klingt hart ist auch so……. Der Artikel oben zielt eher darauf ab, wie man sein Traffic des eigenen Blogs steigert um evtl. viele Adsense Kunden zu bekommen. Natürlich wird man so bekannt in der „Gemeinde“ aber den Neukunden interssiert das bestimmt nicht.

    Patricks letzter Beitrag..Schäune Original

  10. torsten
    17. März 2009 um 08:17 Uhr

    Webdesigner können in der Wahrnehmung steigen, wenn sie mit guten Projekten auf sich aufmerksam machen. Das muss nicht die Seite eines DAX Unternehmens sein, es geht auch einfacher.

    Wir machen jedes Jahr ein oder zwei Projekte für „gute“, bzw. caritative Zwecke, da diese Medienecho und Aufmerksamkeit mit sich bringen.

    Gerade Einsteiger in die Selbständigkeit können so Ihr Könnnen sinnvoll präsentieren.

  11. Suma Mayer
    21. März 2009 um 20:13 Uhr

    Hallo Blogger, ich muss mich Daniel anschließen.

    Die Vorschläge sind im Ansatz ganz ok, aber was mir fehlt ist der Aspekt ordentlich Aquise für sich zu betreiben. Ich werde auch nicht den Fehler begehen hier „die Geheimnisse“ preis zu geben, aber „auf allen Hochzeiten tanzen“ auf denen sich die ZIELGRUPPE befindet, wäre wahrscheinlich der richtigere Weg als „blind“ Anzeigen in Ortsblättern zu schalten.

    Wichtige Aspekte sind u.a. SEO, Netzwerkpartner finden, Tell-a-friend Mechanismen… und so weiter und so fort.

  12. Andreas Herrmann
    3. August 2010 um 23:03 Uhr

    …wohl war. Denn nur wer am lautesten trommelt, der wird am ehesten gehört. :O)

    Daher kann ich jeden einzelnen Punkt der hier geschrieben steht nur bekräftigen und gleichfalls ergänzend hinzufügen, dass auch das tägliche, gezielte Verteilen von Visitenkarten zur Bekanntheits- und Nachfragesteigerung erheblich beiträgt.

    Beste Grüße!

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