16 Fehler des Webdesign Anfängers im Portrait

  • von Lennart Prange

Foto von D Sharon Pruitt Einige Rechte vorbehalten

Mal wieder ein paar elementare Fehler, die immer wieder passieren. Natürlich ist dieser Beitrag hauptsächlich für Anfänger, aber auch erfahrene Webdesigner können sich bei einigen Punkten sicherlich an die eigene Nase fassen. 

Zu einem guten Webdesigner gehört viel dazu. Es gibt viele Stolpersteine auf dem Weg dahin und darum geht es hauptsächlich in diesem Beitrag.

Viel Spaß mit dem Beitrag. Kommentare, Social Bookmarks und neuerdings auch Backlinks würden mich sehr freuen.

1. Konzentriert sich auf Photoshop

Es ist immer wieder nett zu sehen, wie ein Anfänger Photoshop lernt und dann meint, Webdesigner zu sein. Er kauft sich immer weitere Photoshop Bücher, lernt die unglaublichsten Effekte, beschäftigt sich aber kein bisschen mit gutem Webdesign. Typographie wird dabei am liebsten unterschlagen. Raus kommen grafisch absolut heftige Designs, die eine Ewigkeit zum Laden brauchen und nicht lesbar sind. Der Sinn jeder Internetseite ist Kommunikation. Die Aufgabe von Webdesignern ist es, die Informationen ästhetisch anspruchsvoll, aber nicht überladen, zu verpacken.

2. Klaut

Echt interessant, wie neue Webdesigner immer wieder denken, dass sie klauen könnten. Irgendwann fliegt wirklich (fast) alles auf. Ihr seid schlecht beraten, wenn ihr meint, Google Bilder durchsuchen zu können und mal schnell ein paar Bilder raussuchen und verwenden zu können. Das fliegt (wahrscheinlich) auf. Noch dämlicher ist es, eine ganze Website zu kopieren. Das versaut euch in der Szene für eine lange Zeit das Image und es lohnt sich einfach nicht.

3. Lernt Flash und 3d Programme

Das einzige, das wirklich einzige, was man daraus lernt ist, dass es Zeitverschwendung war. Ich habe euch vorgewarnt! Flash braucht man so gut wie nie. Außer für die eigene Website. Das gleiche gilt für sämtliche 3d Programme. Sie sind meistens äußerst komplex und man kann mit ihnen, vor allem in Verbindung mit Photoshop, sehr interessant Effekte zaubern. 

4. Zufriedenheit

Es ist wirklich sehr einfach, nach der ersten fertigen Website total zufrieden mit sich zu sein. Man vergisst an sich zu arbeiten, bis man dann den Award für eine der gruseligsten Seiten im Netz bekommt. Nach diesem unsanften Absturz bildet man sich dann doch noch ein bisschen weiter (und das wieder nur zum Thema Photoshop) und macht seine zweite Website fertig. Nun ist man sich aber sicher, dass man im nächsten Post vom smashingmagazine erwähnt wird und lässt es mit der Weiterbildung sein. Schließlich gehört man zu den Profis und denkt, dass man von Carsoified zur nächsten Future Of Webdesign eingeladen wird. Nach den nächsten 3 Arbeiten wird auch die Galerie Webpages that Suck auf einen aufmerksam und nimmt alle Arbeiten auf. Nebenbei erfindet das Designtagebuch eine extra Kategorie: „Meint er das ernst? Der schlechteste Webdesigner der Welt!“ und stellt dort alle Arbeiten ein.
Ich denke ihr wisst, was ich sagen will: Als Webdesigner muss man immer an sich arbeiten. Vor allem am Anfang, aber auch wenn man schon beim SmashingMagazine vorgestellt wurde oder zur FOWD eingeladen wurde.

5. Gestaltet für sich oder den Kunden, aber nicht für den Nutzer

Normalerweise passiert das auch in dieser Reihenfolge. Erst gestaltet man seine eigenen Projekte und das immer so, dass es nur einem selber gefällt. Mit Fonts, die nur auf dem eigenen System installiert sind und mit selbst erfunden Technologien, die Flash ähnlich sind, aber leider nirgendwo installiert sind. Danach kommt man an seine ersten Kunden und die machen Vorgaben und egal wie abwegig, ja geradezu bescheuert die sind, man führt sie aus. Manchmal läuft es auch anders, aber dazu später. Dann, irgendwann, liest man den Beitrag „Mit Hilfe von Garten-Liegen zur perfekten Website“ und erkennt, dass eine Website für seine Nutzer gestaltet sein sollte.

6. Wagt sich an zu große Projekte

Selbstüberschätzung kommt schnell. Besonders am Anfang. Für Anfänger ist es schwer zu begreifen, wie viel Arbeit hinter einem wirklich großen Projekt steht. Dann wagt man sich einfach an ein riesiges Projekt und kommt überhaupt nicht klar. Naja Fehler darf man machen. Aber nur einmal. Und nur dann, wenn auf so was keine fette Vertragsstrafe steht.

7. Nutzt Splashpages

Ahhhhhh. Nerv! Ich komme doch nicht auf eine Website um einen bescheuerten Enter Screen zu sehen. Ich hab es nie verstanden. Was zum Teufel soll das?

8. Sucht nach Perfektion

Salvador Dalí hat folgendes gesagt: „Have no fear of perfectionyoull never reach it.“ Zugegeben, den Gedankenstrich hat er wohl nicht erwähnt, aber abgesehen davon muss man festhalten: Hey, der Mann hat recht. Ihr werdet auf der Suche nach Perfektion verzweifeln. Perfektion wäre eine Website, die allen gefällt. Eine unmögliche Sache.

9. Hasst Kunden

Es ist, auch unter fortgeschrittenen Webdesignern, eine weit verbreitete Ansicht, dass der Kunde die eigenen Kreativität einschränkt, eh nichts versteht und insgesamt auch ziemlich nervig und eine absolut unausstehliche Person ist. Das ist aber völliger Schwachsinn! Der Kunde setzt euch unter Druck. Seid froh darüber! Der Kunde gibt euch Vorgaben. Seid froh darüber! Der Kunde bezahlt euch. Seid froh darüber! Wenn ihr an eure Kunden ohne Vorurteile geht und euch in die Lage der Kunden versetzt, könnt ihr vielleicht sogar Freunde werden.

10. Innoviert an der falschen Stelle

Auf vielen Blogs wird es fast wöchentlich gepredigt: Gute Webseiten sind einzigartig. Gute Webseiten sind Innovativ. Allerdings gilt das nicht für alle Dinge. Nicht alles sollte man neu erfinden. Ein Beispiel: Der neue Webdesigner nimmt sich vor, dass sein erstes Projekt etwas ganz besonderes werden soll. Er entscheidet sich für 3 schmale Sidebars, damit der Nutzer nicht so weit runterscrollen muss. Nimmt auch jeglichen White Space raus. Das spart viel Platz und der Nutzer muss auch nicht so viel scrollen. Dann packt er die Navigation unter den Content, weil Content ja bekanntlich King ist. Eigentlich sind das nachvollziehbare Überlegungen und trotzdem wird die Website ein absoluter Flop.

11. Vergisst Planung

Ohne Plan, ohne Konzept und ohne Skizze geht es an das erste Projekt. Die ausgiebige Planung gehört zu jedem Webprojekt. Nicht nur, damit am Ende alles funktioniert und bedacht wurde, sondern auch damit man schnell arbeitet.

12. Vergisst Cross Browser Testing

Ok, das kann man mir genauso sagen. Schließlich funktioniert diese Seite im Internet Explorer überhaupt nicht. Aber hey, Cross Browser Testing hab ich gemacht. Ich habe es mir angeguckt und entschieden, dass ich keine Lust habe, für den Internet Explorer 6 und tiefer anzupassen. Das brauche ich auch nicht, da nur sehr wenige Besucher mit diesem Browser hier vorbeischauen. Wenn ihr solche Statistiken aber noch nicht habt, sollte jede Seite in den gängigen Browsern funktionieren.

13. Geht überhaupt nicht auf Kundenwünsche ein

Er versucht nicht, den Kunden zu überzeugen, sondern macht es einfach wie er will. Oder er nimmt das One-Way Argument „Ich bin der Profi. Also halt den Mund“. Das ist schon mal eine sehr schlechte Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung und eine enorm unprofessionelle Einstellung mit der man nicht weit kommt.

14. Schließt keinen Vertrag

Wer keinen Vertrag hat, wird den Fehler nicht noch mal machen. Es passiert einfach zu häufig, dass Kunden dann ohne Gegenleistung abspringen oder immer mehr verlangen. Ich warne euch davor: Besorgt euch vernünftige Verträge, aber seht zu, dass ihr euren Teil der Vereinbarung erfüllen könnt. Sonst hat ein Vertrag natürlich keinen Sinn.

15. Verliert beim Preis den Kopf

Natürlich, der Preisdruck ist groß. Trotzdem erschrecke ich mich manchmal, wie wenig Webdesigner für ihre Leistungen verlangen. Man soll davon ja schließlich noch irgendwie leben.

16. Kann nicht nein sagen

Das hängt eng mit dem letzten Fehler zusammen. Der Kunde verlangt immer mehr, der Webdesigner sagt nicht nein. Der Kunde drückt und drückt den Preis, der Webdesigner sagt nicht stopp. Es kommt der 100 Kunde in einer Woche, der Webdesigner sagt nicht nein und hat jetzt 100 Aufträge am Hals. Schaut in den Spiegel und übt nein sagen!

Bonus: Besucht daswebdesignblog.de nicht täglich, abonniert es nicht und folgt nicht bei Twitter

Tja, dann ist man dann als Webdesigner dem Untergang geweiht. Man MUSS hier einfach täglich vorbeischauen UND den RSS-Feed abonnieren UND bei Twitter folgen. Sonst wird das nichts mit der Karriere als Webdesigner 😉

37 Kommentare

  1. Jonas
    25. Mai 2009 um 10:28 Uhr

    Sehr schöner Artikel!
    Das unterschreibe ich blind =:)

    Ich hoffe mal hier stolpert der ein oder andere Frischling auch drübber.

  2. Xaver
    25. Mai 2009 um 11:19 Uhr

    Toller Beitrag!
    Ich muss dir in allen Punkten zustimmen. Besonders dem Bonuspunkt 😉

    • Lennart Prange
      25. Mai 2009 um 15:37 Uhr

      Auch danke. Der Bonuspunkt ist natürlich einer der wichtigsten 😀

  3. der Stilpirat
    25. Mai 2009 um 11:45 Uhr

    Sehr gut!
    Allerdings bin ich bei Punkt 3 komplett anderer Meinung!
    Flash kann durchaus ergänzend sehr geil eingesetzt werden.
    Allein die Font-Beschränkungen bei klassischer Arbeitsweise geht mir persönlich gehörig auf den Pinsel!

    • Lennart Prange
      25. Mai 2009 um 15:39 Uhr

      Danke 🙂 Flash kann durchaus nützlich sein, wirklich brauchen tut man es aber nur in den seltensten Fällen. Wenn man sich mit den gängigen Regeln auseinandergesetzt hat, kann man sich auch gerne mit Flash beschäftigen. Aber bitte erst, wenn das Wesentliche wirklich verinnerlicht hat und auch weiß, wie man mit Flash umgeht.

  4. Thomas Scholz
    25. Mai 2009 um 14:40 Uhr

    Die meisten dieser Punkte (2—6, 8—11, 13—16) haben überhaupt nichts Webdesign-spezifisches.

    Punkt 1 kann die richtige Strategie sein, wenn man sich auf eine Nische spezialisieren möchte. Ich würde nicht dazu raten, aber ich habe schon erlebt, das so etwas ökonomisch funktioniert.

    Bleiben zwei harte Punkte, die aber jeder schon kennt.

    Genau das ist das Problem mit solchen Listen: Wenn man versucht, eine Qualität zu quantifizieren, steht man mit leeren Händen da. Wem nützt das?

    Thomas Scholzs letzter Beitrag..Designlinks 5

    • Lennart Prange
      25. Mai 2009 um 15:51 Uhr

      Wer sagt, dass sich alle Punkte um Webdesign drehen müssen? Es geht wirklich nur um die Fehler, die ein Webdesign Anfänger sehr gerne macht. Das kann auch der Fehler sein, bei anderen zu klauen. Auf Fehler, die wirklich beim Webdesign Prozess passieren, kann man sicherlich auch noch mal genau eingehen.

      Wenn jeder die zwei Punkte schon kennen würde, warum sehen wir dann noch so häufig Splashpages und auch Seiten, die im Firefox nicht vernünftig laufen?

      • Thomas Scholz
        25. Mai 2009 um 17:06 Uhr

        Im Titel dieses Beitrages benennst du ausdrücklich »Webdesign-Anfänger« – daraus schließe ich, daß du die auch meinst. Sollte ich nicht? 😉

        Splashpages habe ich schon ewig nicht mehr gesehen, und wer die baut und auch vernünftige Browsertests nicht hinkriegt, hat sich schon längst als lernbeschränkt erwiesen. Den überzeugen keine Artikel mehr, sondern nur fliehende Kunden.

        Thomas Scholzs letzter Beitrag..Blogschrott

  5. Bernd Artmüller
    25. Mai 2009 um 15:19 Uhr

    Das ist mal eine gute Liste der gängigsten Fehler die ein Anfänger so macht. Hab selber einige davon schon gemacht und kann nur sagen, dass ich daraus gelernt hat.

    Wenn man wirklich erfolgreich werden will und gut, dann muss man sich wirklich dahinter setzen und üben, üben und nochmals üben.

    • Lennart Prange
      25. Mai 2009 um 23:35 Uhr

      Danke 🙂 Viel Spaß mit dem Artikel.

  6. minstyle
    25. Mai 2009 um 16:47 Uhr

    dito!

  7. X.ea
    25. Mai 2009 um 17:41 Uhr

    Sehr gute Liste! Ich mache gerade eine Ausbildung zum Screen Designer und seit kurzem beschäftigen wir uns auch mit Webdesign. Viele meiner Mitschüler haben sich damit noch nie befasst und spiegeln sich hier recht gut wieder. 😉 Ich mache allerdings auch gern mal den ein oder anderen Fehler, wie jeder wohl.

    Ansonsten… Gute Seite! 😉 Hab sie vor einer Woche entdeckt und lunger seitdem fast jeden Tag hier rum. Weiter so!

    • Lennart Prange
      25. Mai 2009 um 23:31 Uhr

      Danke für das Lob! Viel Glück mit deiner Ausbildung!

  8. GE
    25. Mai 2009 um 19:04 Uhr

    Naja, splashpages hat man gemacht in Zeiten der frames. Suchmaschinen- (google-) optimierte Startseite sozusagen.

    Auf der Seite, mit der ich mein Geld verdiene, gibt es diese vorgeschaltete Startseite noch (dahinter waren vor vielen, vielen Jahren auch frame-Seiten). Diese index.html steht unter den wichtigsten Suchbegriffen seit vielen Jahren bei google auf Pos. 1, bei vielen anderen Suchmaschinen auf der 1. Seite.

    Die bleibt so, wie sie ist, zumindest Code und Inhalt, auch wenn es für splashpages eine mehrjährige Gefängnisstrafe geben würde oder die Seite in sämtlichen Negativ-Listen der Webdesign-Szene auftauchen würde 😉

    Diese Seite hat allerdings inhaltlich nix mit Webdesign zu tun, deshalb könnte ich das auftauchen der Seite in den „gruselig-Listen“ verkraften.

    Aber nun mal im Ernst, was habt Ihr gegen eine einfache, gut gestaltete Startseite, ist es der EINE Klick mehr zu den Inhalten?

    • Lennart Prange
      25. Mai 2009 um 23:31 Uhr

      Ja, aber der eine sinnlose Klick zu den Inhalten. Ich finde, man sollte sich immer darüber Gedanken machen, was eine Splashpage für einen selber und für den Besucher bringt. Dabei kommt meistens nicht viel raus. Bei dir ist das anders. Wenn die Splashpage wichtig für Google ist, behalte sie ruhig.

  9. Stefan Wienströer
    25. Mai 2009 um 19:13 Uhr

    „Bonus: Besucht daswebdesignblog.de nicht täglich, abonniert es nicht und folgt nicht bei Twitter“ – Nach dem Punkt bin ich schonmal kein Anfänger^^

    Stefan Wienströers letzter Beitrag..LiveEditor Website bekommt neues Design

    • Lennart Prange
      25. Mai 2009 um 23:29 Uhr

      Ich sehen, du bist auf einem guten Weg. Weiter so 😀

  10. KChristoph
    25. Mai 2009 um 21:15 Uhr

    Ich werde nicht täglich schauen, hinterhertwittern schon gar nicht; ich als Autodidakt werde mich einfach treiben lassen und von Zeit zu Zeit ein paar interessante Aspekte erhaschen.
    Danke für die menschennahen Ausführungen.

  11. Olli
    25. Mai 2009 um 22:06 Uhr

    Super Beitrag, allerdings würd ich bei Punkt 12 noch anmerken, das man auch als Profi auf kleinere Versionen als IE 6 gern verzichten kann. Laut meinen Statistiken surft damit kein Sch**** mehr. Aber ich würd gern mal wissen wie die Statistiken bei euch aussehen? Für welche Browser optimiert ihr? Wäre mal ein Beitrag werd, oder?

    • Lennart Prange
      25. Mai 2009 um 23:28 Uhr

      Danke. Wie gesagt: Mit dem IE 6 schauen hie kaum noch Leute vorbei. Tatsächlich nutzen ihn aber noch einige Firmen und wer mit seiner Website eine breite Zielgruppe anspricht und noch keine repräsentativen Statistiken vorliegen hat, sollte auch noch für den IE 6 optimieren 🙁

  12. Alexander Haase
    25. Mai 2009 um 22:17 Uhr

    Abgesehen, dass „Webdesign Anfänger“ zusammen geschrieben wird, ist der Artikel voller sprachlicher wie inahltlicher Fehler und weit davon entfernt eine wirksame Hilfe für Anfänger zu sein. Viel mehr noch ist er reichlich infantil und nichtssagend geschrieben und liest sich mehr als ein Forumpost.

    zu 1.) Du diffamierst diejenigen, die grafisch gute Designs bauen zu typographischen und programmiertechnsichen Neandertalern – es wäre wesentlich klüger gewesen auf den Misstand hinzuweisen, das es mehr Grafiker als Coder gibt.

    zu 2.) Der Diebstahl eines Webdesigns ist kein Fehler, es ist bloße Dummheit und mutwilliger Rechtsbruch. Der Punkt hat in dem Beitrag nichts zu suchen. Erzähle lieber über die Tatsache, dass 90% aller (Web)Designer mit gecracktem Photoshop arbeiten.

    zu 3.) „Flash braucht man so gut wie nie. Außer für die eigene Website“ – Wie differenzierst du dass nur? Darf die Website eines Kunden nicht mind. den qualitativen Ansprüchen der eigenen Homepage entsprechen? Völlig unverständlich.

    zu 4.) Der Punkt glänzt genauso mit Unwissen wie der Rest des Artikels – als ob jeder beim SM erwähnt werden will.


    Eigentlich wollte ich jeden Punkt durcharbeiten, aber der Beitrag ist so schlecht, das mir die Lust vergeht – du kritisierst und verallgemeinerst Dinge, die sich bestenfalls in einem sehr beschränkten Kreis von Webdesignern abspielen: u16!

    Mein Tipp an dich ganz persönlich: Recherchiere beim nächsten Artikel gründlicher, unterhalte dich mit RICHTIGEN Webdesignern und am wichtigsten: Schaue über deinen Tellerrand und fange, die Welt als das zu sehen was sie ist – ein Ganzes.

    Aber eins hat der Beitrag definitiv verdient: Den Award für „den gruseligsten Artikel über Webdesign“ oder auch „Meint er das ernst? Der schlechteste Webdesigner der Welt“

    • Lennart Prange
      25. Mai 2009 um 23:15 Uhr

      Danke für dein Kommentar.

      Natürlich lasse ich es mir nicht entgehen, auf dein Kommentar zu antworten. Erst mal geht es hier sicherlich nicht nur um die Altersgruppe u16 (auch wenn viele da schon ihre ersten Schritte in der Webdesign Welt gemacht haben). Da du diese Aussage auch nicht wirklich begründet hast, kann ich darauf schlecht etwas erwidern.

      Jetzt von vorne nach hinten: Wo habe ich geschrieben, dass alle, die grafisch gute Designs bauen, keine Ahnung von Typographie oder Programmierung haben? Ich habe lediglich geschrieben, dass viele den Fehler machen, sich nur auf Photoshop zu konzentrieren und dabei die Grundlagen guten Designs vergessen. Von dieser Haltung habe ich abgeraten. Einspruch? Sicher gibt es Ausnahmen, die sich nur mit Grafik beschäftigen, aber ich kann nunmal nicht alle Ausnahmen hier auflisten.
      Natürlich ist der Diebstahl von Bildern oder sogar einer ganzen Internetseite ein Fehler. Ich habe vergessen den Rechtsbruch zu erwähnen. Sorry. Trotzdem passiert das immer wieder, auch in der Altersgruppe ü16.
      Deinen Punkt, dass 90% aller Webdesigner mit gecracktem Photoshop arbeiten, halte ich für eine sinnvolle Ergänzung.
      Flash braucht man extrem selten. Außer man ist, und das ist wieder eine der Ausnahmen, jemand, der sich nur auf Flash spezialisiert hat. Ich halte den Einsatz von Flash auf der eigenen Website meistens nicht für gerechtfertigt und halte Flash so oder so für eine recht nervige Technologie, die ihre Berechtigung nur noch in wenigen Bereichen des Internets hat. Flash hat für mich nichts mit Qualität zu tun. Ich rate also allen Anfängern, die noch viel wichtigere Dinge zu lernen haben, davon ab, sich mit Flash zu befassen. Was ist daran falsch?
      Zu vier kann ich nur sagen: Übertreibung ist ein Stilmittel. Du hättest beim Lesen bemerken müssen, dass ich besonders bei dem Punkt total übertrieben haben, weil mir die Message, die am Ende folgt, so wichtig ist.

      Ich hätte gerne eine Besprechung aller Punkte gesehen, aber dazu fehlt wohl auch dir die Zeit.

      • Alexander Haase
        26. Mai 2009 um 17:50 Uhr

        Erst einmal bin ich positiv überrascht, das du meinen Kommentar veröffentlichst, Hut ab für dieses Rückgrat!

        Ich weiß um viele deiner Punkte aus eigener Erfahrung, es ist fast schon ein Standard geworden – zB in einer konkreten Altersgruppe auf deviantArt, wo man die meisten der Leute trifft, die auf deine Beschreibung passen – ins Blaue hinein zu designen, ohne die durchaus notwendigen theoretischen Grundlagen in Typographie und Webdesign sich einverleiben zu wollen. Und genau dort liegt der Hund begraben: Ich empfinde nicht so, diese Leute als Webdesigner bezeichnen zu wollen, sondern lediglich Designer von Websites 🙂 – ohne Code kein „Web“ vor dem „Designer“.

        Und das Flash was du anführst ist ja auch nur der halbe Kuchen: ActionScript, die Programmiersprache auf der Flash basiert, ist eine Technologie, die unabdinglich ist für die Entwicklung des Web und sich schon heute einer extremen Beliebtheit und breitgefächerten Anwenderschaft erfreuen, zB in fast jeder Social Community. In dem Sinen ist Flash von erheblicher Wichtigkeit, für alle professionellen Webdeisgner und nur der Aspekt, das es schwer zu erlernen ist, sollte dabei nicht als Schreckgespenst aufgeführt werden.

        Ich stimme dir natürlich ergänzungslos zu, dass Stagnation der sichere Tod eines jeden guten Designers ist, nur finde ich, hätte man die Geschichte auch besser verpacken können. Die Argumente die du aufführst sind ja auch nicht falsch – nur leider nicht ein sinnvoller Punkt in einem solchen Beitrag.

        Deswegen hoffe ich, das du meine vielleicht zu harten Worte an der Wurzel fasst und sie dich auf den richtigen Weg begleiten werden. Denn, und das wäre der bessere Einstieg für den vierten Punkt gewesen, wie Oliver Cromwell schon sagte: Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein!

        Gruß

  13. Kim Korte
    26. Mai 2009 um 09:24 Uhr

    Wirlich gut geschriebener Artikel, sind einige interessante Punkte dabei 🙂
    Aber ich glaube du hast das Tag vergessen, auf jeden Fall ist deine Startseite wesentlich länger als sonst 😉

    Kim Kortes letzter Beitrag..FancyUpload in Version 3.0 veröffentlicht

    • Lennart Prange
      26. Mai 2009 um 17:36 Uhr

      Danke. Den Fehler habe ich korrigiert.

  14. Tobias
    26. Mai 2009 um 10:31 Uhr

    Ich glaube aber ein Anfänger macht auch den Fehler, dass er von Punkt 3 überzeugt ist. Flash braucht man definitiv, wird sonst schwer Video und Sound einzubinden.

    Außerdem baut eine ganze Industrie, die Online Werbung von Banner über Microsites größenteils auf Flash.
    Von Online-Games bis Multitouch-Studien mal ganz abgesehen.

    Also klassischer Anfänger-Fehler: Alles glauben was man liest!

    • Lennart Prange
      26. Mai 2009 um 17:37 Uhr

      Gut, ich lasse mich gerne überzeugen. Aber warum soll ein Anfänger, der noch so viele Dinge lernen muss, sich direkt auf Flash stürzen?

  15. Dave
    26. Mai 2009 um 10:32 Uhr

    Ha ja genau… testen auf den unterschiedlichsten Browsern! Ist nervend. Okay, ich mache das nahezu immer, bis IE6 tiefer nicht. Je nach dem um was es sich für eine Site handelt. Aber es gibt auch momente da sag ich mir… IE6 du kannst mich mal ;-)! Der gehr mir einfach auf den Sack…. 🙂

    Ah ja, danke für den Artikel, interessante Punkte ;-)!

    Daves letzter Beitrag..Interview Frank Mellies

  16. Christian Beikov
    26. Mai 2009 um 14:33 Uhr

    Hey cool danke für den tollen Artikel, echt informativ auch für jemanden der vielleicht nicht mehr so der Anfänger ist ^^

  17. KChristoph
    26. Mai 2009 um 17:37 Uhr

    Zitat: „Außerdem baut eine ganze Industrie, die Online Werbung von Banner über Microsites größenteils auf Flash.“ Zitat Ende.
    Eine sicher etwas zu einfache Reaktion von mir:
    … und wir rennen fröhlich blind hinterher.

  18. robertfork
    1. Juni 2009 um 10:26 Uhr

    Naja, der Beitrag an sich nicht schlecht, aber für mich schießt ihr damit selbst den Vogel ab.
    Der Punkt mit der Zufriedenheit; natürlich ist es nicht gut mit sich zufrieden zu sein, aber für Webdesign Anfänger ist es noch 10 mal schlimmer alle paar Monate ein Redesign vom Redesign rauszubringen, so dass man dann nach grade mal einem Jahr bei V. 10.0 der Webseite da steht.
    Ein ganz großes Minus aber ist, dass ihr hier selbst nichteinmal ein Browser Testing gemacht habt, und es auch nicht einseht nur weil hier die meisten mit Firefox oder so raufgehen. Ich meine, was ist das denn bitteschön? Ihr vergrault damit aber wirklich jeden, der mit IE auf diese Seite hier gehen will, und schließlich gibt es kein pseudo Gesetz das besagt „Webdesigner verwenden keinen IE 6 und abwärts“. Das hier auf einem Webdesignerblog dann sowas vernachlässigt wird, find ich schon sehr schade.

    • Lennart Prange
      1. Juni 2009 um 12:27 Uhr

      Wie gesagt, Cross Browser Testing habe ich gemacht. Meine Statistiken sagen mir aber, dass nur sehr wenige meiner Besucher auf den IE setze. Der IE 6 ist kaum noch vertreten.

      • robertfork
        1. Juni 2009 um 14:07 Uhr

        Dann bist du für mich schlicht und einfach kein Webdesigner.
        Ein Webdesigner achtet auf Kompatibilität und ein kaum noch heißt trotzdem, dass es noch User gibt.

      • Lennart Prange
        1. Juni 2009 um 14:14 Uhr

        Diese Diskussion hat keinen Sinn. Sie ist endlos. Natürlich gibt es User mit dem Browser. Es sind aber wenige. Ich betrachte also die Kosten und Nutzen dieser Anpassung. Kosten: Zeit und Nerven. Nutzen: Eventuell ein paar mehr Besucher. Nicht zu vergessen ist, dass ich mit der Anpassung User alter Browser nicht dazu motiviere, umzusteigen.
        Wenn es sich um ein Design für einen Kunden handeln würde, hätte ich die Seite sicherlich an den IE angepasst. In diesem Falle habe ich mich aber dazu entschieden, den Browser nicht zu unterstützen und meine Nerven zu schonen 😉

      • robertfork
        1. Juni 2009 um 14:29 Uhr

        Zeit: 5-10 Minuten.

  19. Timo
    4. Juni 2009 um 00:35 Uhr

    Den Punkt mit dem „Flash braucht man nicht“ würde ich aber entfernen. Gerade mit Actionscript (und das hängt wohl da mit drin) sind heute riesen Chancen drin. Das sind im Moment stark bezahlte Jobs, auch wenn du das jetzt auf die Anfänger beziehst. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, irgendwie müssen die Anfänger ja auch lernen und Erfahrung sammeln, warum also nicht auf ihrer Seite?

    Liebe Grüße
    Timo