Farben kombinieren mit dem Farbkreis

  • von Lennart Prange

farbkreis Farben sind so eine Sache: Viele haben keinerlei Theoriewissen und setzen sie ohne Grund ein. Wann welche Farben verwendet werden können, habe ich schon hier beschrieben. In diesem Beitrag geht es darum, wie man Farben kombiniert. Einige mögen es trockene Theorie nennen, aber ich halte es für nötig, dass man weiß, wie man mit einem Farbkreis umzugehen hat. Die Meisten machen das wahrscheinlich nach Gefühl, aber das dauert erstens länger und man hat ein höheres Risiko, dass man etwas absolut Grausames schafft.

Kommentare und Social Bookmarks würden mich freuen.

Der Farbkreis

Der Farbkreis ist ein nötiges Werkzeug, um gute Kombinationen zu erschaffen. Er enthält die typischen Farben und ist systematisch geordnet. Es ist zu erwähnen, dass es mehr als nur ein Farbsystem gibt. Im Web wird aber hauptsächlich mit RGB gearbeitet. Deswegen werde ich auch nur diesen hier durchsprechen. Ihr seht den Farbkreis oben. Das Bild stammt von Wikipedia.

Die Primärfarben

Die Primärfarben des RGB Farbkreises sind Gelb, Blau und Rot. Ausgehend von einer Primärfarbe, ist jede vierte Farbe eine weitere Primärfarbe. Außerdem formen sie ein gleichseitiges Dreieck.

Die Sekundärfarben

Diese Farben entstehen, wenn zwei benachbarte Primärfarben gemischt werden. Diese Farben sind Orange, Violett (Purpur) und Grün.

Die Teritärfarben

Diese Farben entstehen durch das Mischen von benachbarten Sekundärfarben. Es gibt sechs Teritärfarben: Zinnober (Rotorange), Blaugrün, Magenta (Rotviolett), Gelbgrün und Gelborange.

Kombinationsmöglichkeiten

Um eine harmonische Farbkombination zu erzeugen, kann man gewisse Grundformeln zur Rate ziehen.

Das monochrome Farbschema

monochrom Ein monochromes Farbschema enthält eine einzige Grundfarbe und eine beliebige Menge Abstufungen (Weißanteil und Schwarzanteil) von dieser Farbe.

Das analoge Farbschema

analogEin analoges Farbschema enthält Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen. Aber Achtung: Man sollte nicht mehr als drei verschiedene Farben verwenden. Sonst besteht beim Betrachter Augenschmerzen Gefahr.

Das komplementäre Farbschema

komple Dieses Farbschema enthält Farben, die im Farbkreis gegenüber sind. Achtung: Komplementärfarben sollten mit Vorsicht verwendet werden. Wenn diese als Vorder -und Hintergrundfarbe verwendet werden, kann das entsetzlich aussehen.

Ein teilkomplementäres Farbschema

teilkompl Eine teilkomplementäres Farbschema wird erstellt, indem man zu einer Grundfarbe die beiden benachbarten Farben der Komplementärfarbe wählt. Das wäre zum Beispiel Rot als Grundfarbe. Anstatt die Komplementärfarbe Grün zu wählen benutzt man die beiden benachbarten Farben von Grün.

Ein triadisches Farbschema

tri Ein triadisches Farbschema enthält Farben, die alle gleichweit voneinander entfernt im Farbkreis liegen. Der Farbkreis wird also in Drittel aufgeteilt (tri).

Ein tetraedisches Farbschema

komplement In einem tetraedischen Farbschema werden zwei verschiedene komlpementäre Farbschemata mit einander kombiniert. Dann hat man vier verscheidene Farben (tetra).

Viel Spaß damit :). Woll ihr ein druckbares pdf Dokument haben?

11 Kommentare

  1. Timo
    22. November 2008 um 11:13 Uhr

    Guten Morgen,
    Danke für die Infos!

    „Woll ihr ein druckbares pdf Dokument haben?“
    – Ja gerne, das wäre toll. 🙂

    Grüße,
    Timo

    Timos letzter Beitrag..Darknova

  2. KChristoph
    22. November 2008 um 12:23 Uhr

    Vielleicht paßt dieser Link dazu: http://hype.yeebase.com/Webentwicklung/-5887/
    Farbe bestimmt unser Leben in einem weit größeren Maße, als wir es uns bewußt machen …

  3. Tartanrocker
    22. November 2008 um 17:56 Uhr

    Ich find, das sollte alles nach Gefühl gehn. Die Erkenntnisse, was sich kombinieren lässt entstammt doch auch Gefühlen – nur man nennt es dann komplementär oder tetraedisch. Die Begriffe helfen mir doch nicht weiter, wenn ich mir Farben aussuche. Da schau ich was passt und suche nicht die Komplementärfarbe raus 😉

    Tartanrockers letzter Beitrag..Das Happy-End-Massaker

  4. Lennart Prange
    22. November 2008 um 21:11 Uhr

    Hi Tartanrocker 🙂 Schön, dass du dich auch wieder beteiligst.
    Ich muss dir aber leider sagen, dass ich nicht deiner Meinung bin. Nicht jeder hat einen Massentauglichen Farbgeschmack. Es spricht nichts dagegen, erstmal nach Gefühl zu kombinieren, aber ich denke, dass man die hier aufgeführten Möglichkeiten als Hilfe nehmen sollte.

  5. TORN
    23. November 2008 um 02:18 Uhr

    Ich möchte nur mal darauf hinweisen, das das im web angewante Farbsystem RGB _nicht_ rot, gelb und blau beinhaltet, wie im Kreis zu sehen, sondern rot, grün und blau! Der Farbkreis lässt sich auch nicht immer 100% auf das web oder auf Bildschirme allgemein übertragen. Die Farben des Kreises beschreiben „gemalte“ Farben (subtraktive Farbmischung). Im Screendesign und TV gilt die additive Farbischung durch leuchtende Elemente.

    Allgemein finde ich es aber richtig, dass man den Kreis oder die Farblehre an sich zuhilfe nimmt und nicht einfach nur nach Belieben die Farben wählt. Ich selbst hab zu Zeiten so gedacht un bin teilweise mächtig falsch gelaufen.

  6. Tartanrocker
    24. November 2008 um 16:41 Uhr

    Ja – aber meinst du wirklich, man kann Farbgefühl komplett erlernen? Ich denke, man kann die Begabung durch die Theorie vielleicht ergänzen. Aber versuch mal einem Unbegabten Farbgefühl „beizubringen“ …

    Tartanrockers letzter Beitrag..Das Happy-End-Massaker

  7. kren19amschaaf
    8. März 2010 um 16:14 Uhr

    hallo ich habe eine Frage!
    RGB sind Primärfarben soviel ich mitbekommen habe aber CMY sind doch auch Primärfarben!?
    Ich sollte einen Farbkreis aufstellen nach Ittens Shema mit den Grundfarben CMY!
    Jetzt muss ich einen Bericht darüber schreiben wie wo was!
    Das Problem ist überall steht RGB wären die einzigen Primärfarben und CMY wären Sekundärfarben.
    Was stimmt den nun?
    Ist Ittens Farbkreis jetzt richtig oder falsch?

  8. Sabrina
    6. Oktober 2011 um 10:29 Uhr

    ich muss echt sagen, ich bin begeistert :=) wusste nicht, dass die farbkombination so kompliziert sein kann und dann doch gleich mit einem schema so einfach gestaltet ist. Jetz weiß ich auch, wie MOdemache zu ihren teilweise skurilen farbkombis kommen. und doch gefallen die meisten kombinationen dann doch und man fragt sich, warum. coole sache! werd ich mir als pdf runterziehen

Trackbacks/Pingbacks