Google Android – Unberechtigte Euphorie?

Android ist angeblich auf der Überholspur: Die Verkaufzahlen nehmen zu, bald soll es iOS verdrängen. Wie gut ist das Betriebssystem?

  • von Lennart Prange

Android nutze ich nun seit Frühjahr 2010 auf meinem Motorola Milestone. Ich beobachte das Betriebssystem seit Start aufmerksam und möchte in diesem Beitrag ein Fazit ziehen.

Natürlich, mit Webdesign hat das nicht viel zu tun, aber ich habe mir gedacht: Warum ein neues Blog nur für diesen Beitrag aufmachen? Ich denke, dass viele von euch sich auch für diesen Bereich interessieren. Sollte ich falsch liegen, könnt ihr den Beitrag gerne überlesen. Die zukünftigen Artikel werden sich wieder um Webdesign drehen.

Hier geht es primär um meine Meinung, die sicherlich streitbar ist und auch diskutiert werden kann und soll.

In diesem Beitrag werde ich nicht alle Aspekte aufgreifen, sondern nur meiner Meinung nach wesentliche Punkte aufführen, die mich von der Qualität von Android oder auch dem Gegenteil überzeugt haben. Insgesamt geht es vor allem um den Vergleich mit iOS, dem Maß aller Dinge.

Viele sehen Android momentan auf der Überholspur und diesem Beitrag werde ich erklären, warum ich noch nicht von dem System überzeugt bin und die Euphorie nicht teile.

Der Android Market

Ein zentraler Punkt meiner Kritik an Android ist der Market, der meiner Ansicht nach dem App Store meilenweit hinterherhinkt und auf dem deutschen Markt nicht als konkurrenzfähig angesehen werden kann.

Qualität und Quantität

Die Anzahl an Apps ist bei allen neuen Smartphone Betriebssystemen eine wichtige Kennzahl und wird daher von Apple sowie auch Google häufig eingesetzt – in Werbekampagnen, während Keynotes usw.

Nutzer interessieren sich aber nicht primär für die Quantität, Qualität ist wichtiger. Ein Beispiel: Wenn ich in einem Market nur 100 Apps finde, mir 80 aber zusagen, kann ich wahrscheinlich mehr damit anfangen, als mit einem Market, der 100 000 Apps gelistet hat, aber nur 500 Apps enthält, die mir gefallen.

Warum?

Übersicht. Ich habe als Nutzer nicht die Zeit, alle 100 000 Apps zu testen. Bei dem kleineren Market gefallen mir 80% aller Apps und meine Chance, auf eine gute App zu stoßen, ist daher ungleich höher.

Im Fall vom Android Market und dem App Store hat Apple meiner Meinung nach in beiden Hinsichten die Nase vorn: Es gibt mehr und bessere Apps.

Ich war extrem überrascht von der Anzahl an Schrott-Apps, die im Android Market zum Download bereitstehen. Ganz deutlich wird das auch, wenn man die Top-Downloads vergleicht. Bei Android nimmt die Qualität der Apps schnell ab, bei iOS muss man nach wirklich schlechten Apps etwas länger suchen.

Auch wenn Googles Betriebssystem bei der Anzahl der Apps stark aufholt, bei der Qualität ist das Tempo wesentlich geringer.

Warum sich das nicht so schnell ändern wird

Bei carta.info wurde kürzlich die Frage gestellt, wo denn die Apps deutscher Verlage für Android bleiben würden. Angesichts der Nutzerzahlen mag die Frage berechtigt sein, aber diese Zahlen werden für Unternehmen erst dann relevant, wenn sie ein Indikator für Profit sind.

Im Fall von Android gilt das nicht.

Es ist absolut nachvollziehbar, dass Verlage ihr Budget auf iOS konzentrieren. Die Verlagsbranche steht vor einem Umbruch, das Internet mit seinen schnelleren und kostengünstigeren Informationswegen lässt die Auflagen schrumpfen und bedroht die Existenz. Im iPhone und iPad von Apple sieht die Branche eine riesige Chance, zurück zu alter Stärke zu gelangen. Und richtigerweise sehen sie diese Chance nicht in Android.

Häufig wurde seit Start des Android Markets berichtet, dass die Nutzer nicht bereit sind, so viel für Apps zu bezahlen wie App Store Nutzer(noch eine Quelle: Link1, und noch eine Quelle: Link2). Das scheint sich nicht verändert zu haben und ist natürlich ein wesentlicher Punkt für profitorientierte Unternehmen.

Dafür kann es verschiedenen Gründe geben: Vielleicht zeigt schon alleine der Kauf eines Android Gerätes, dass die Nutzer sich informiert haben und etwas mehr darauf achten, ihre Geld zusammenzuhalten. Das ist aber nur eine These.

Viel wahrscheinlicher ist, dass Googles Infrastruktur einfach zu schlecht ist. Ich habe mit meinem Motorola Milestone beispielsweise noch nicht eine App gekauft, einfach weil ich keine Kreditkarte besitze (hey, ich bin Schüler) und den gesamten Prozess sehr aufwändig und unkomfortabel finde. Mit meinem iPod Touch habe ich hingegen sehr viele Applikationen erworben, da die Plattform durch Gutscheine für mich viel einfacher zu nutzen war.

Dadurch, dass der App Store mit iTunes verknüpft ist, haben viele iPhone Nutzer sowieso von Anfang an ihre Kreditkarten-Daten hinterlegt und die Hürde zum App Kauf ist dadurch wesentlich geringer. Apples Infrastruktur ermöglicht es den Entwicklern auch, einfach In-App-Purchases anzubieten und Abos abzuwickeln. Der letzte Punkt ist gerade für Verlage entscheidend.

Da Android außerdem ein offenes System ist und man deshalb nicht auf den Market von Google angewiesen ist, wird die Angelegenheit noch problematischer. Man kann annehmen, dass es so viel leichter fällt, Abos und ähnliches zu umgehen. Diese Freiheit mag für den Nutzer toll sein, schreckt Entwickler aber sicherlich eher ab und dadurch relativiert sich auch der positive Effekt des freien Systems.

Weiter verschärft wird das Problem durch die rasch wachsende Anzahl verschiedener Endgeräte mit unterschiedlicher Hardware und Software (Android ist in sehr vielen verschiedenen Versionen auf dem Markt). Als Entwickler müsste man Apps an verschiedene Umgebungen anpassen, um wirklich alle Nutzer zu erreichen und gleichzeitig ein optimales Erlebnis zu bieten. Das lässt die Kosten natürlich explodieren.

Übrigens könnte es auch sein, dass sich Unternehmen von der sog. „Gratiskultur“, die angeblich rund um Google entstanden ist, abschrecken lassen. Bezieht man das auf Verlage, ist das gar nicht so unwahrscheinlich, denn viele sind ja ohnehin nicht besonders gut auf Google zu sprechen.

Insgesamt bin ich auf Grund der aufgeführten Punkte davon überzeugt, dass der Android Market mit dem App Store in allen Belangen einfach nicht mithalten kann und in Zukunft nicht mithalten wird. Es sind nicht die kleinen Hobby-Porgrammierer, die der Market zum nächsten Sprung braucht, sondern die Entwicklerteams mit namenhaften Kunden. Es scheint aber kein Interesse seitens bekannter Firmen zu bestehen. Und das kann ich leider voll und ganz verstehen.

Das System

Angesichts des langen Textes sollte deutlich werden, dass mein wesentlicher Kritikpunkt wirklich der Market ist, ich halte ihn aber auch für eines der zentralen Elemente.

Aber auch Android selber hat mich nicht wirklich begeistert. Zugegeben: Die Synchronisation mit meinem Google Konto ist genial und ich will sie nicht mehr missen. Auch wenn ich Widgets nicht gerade häufig verwende, bin ich von der Möglichkeit doch sehr angetan. Außerdem ist es sehr erfrischend, dass man mit verschiedenen Home Replacements die Oberfläche an die eigenen Vorlieben anpassen kann.

Verglichen mit Apples OS ist Android aber einfach hässlich. Und das mag ich als Designer überhaupt nicht. Klar, Widgets sind toll, aber wenn sie schlecht aussehen, will ich sie nicht auf meinem Homescreen haben.

Es gibt einfache Beispiele, die meine Meinung verdeutlichen: Vergleicht den integrierten Musik Player von Android und den vom iPhone; vergleicht die Mail Apps, vergleicht den Kalender, vergleicht die Kontakte. Und die Icons dafür.

Neben der Optik ist natürlich auch die Usability entscheidend, aber auch hier ist Apple einfach die entscheidenden Schritte voraus. Erneut ein paar einfache Beispiele: Versucht bei Android eine Applikation zu entfernen und vergleicht es mit iOS; sucht in einer Liste mit 200 Kontakten einen Namen; versucht eine E-Mail zu löschen.

Ich hoffe, ihr könnt mir folgen. iOS funktioniert wesentlich intuitiver und ist schöner. Auch die Apps kommen auf Apples Geräten einheitlicher daher und sind eigentlich immer angenehmer.

Ehrlich gesagt bin ich von der Freiheit von Android auch nicht wirklich 100% begeistert. Es war häufiger zu lesen, dass unter den Entwicklern sehr viele schwarze Schafe sind, die persönliche Daten verschicken. Natürlich, mir werden vor Installation die Berechtigungen angezeigt. Deswegen habe ich in letzter Zeit auch kaum Apps installiert, denn häufig wollen Apps die Erlaubnis für Dinge haben, die sie eigentlich gar nicht tun sollten. Mir wäre es lieber, wenn eine Instanz die Apps vor Veröffentlichung prüft und selektiert. Auch um die Qualität hochzuhalten. Natürlich ist Apples Auslese da auch nicht frei von Fehlern und meiner Meinung nach ist das optimale System hier noch nicht gefunden, aber mein Smartphone soll nicht wie ein Computer funktionieren: Viren-Scanner, immer auf der Hut. Ich möchte Apps en masse installieren können, ohne mit viele Gedanken um Datenspionage machen zu müssen.

Fazit

Würde ich meinen Freunden ein Android Handy empfehlen? Nein. Viele schlechte und eventuell auch gefährliche Apps, nicht wirklich innovativ, intuitiv oder stylisch. Insgesamt also ein eher ernüchterndes Fazit.

Bei mir war es eine Entscheidung aus Kostengründen und ich denke nicht, dass ich sie noch mal treffen würde. Gerade da das iPhone in Deutschland demnächst bei mehreren Mobilfunkbetreibern verfügbar ist, würde ich über den Kauf eines Android Phones wirklich nachdenken. Und vielleicht lohnt es sich auch auf Windows Phone 7 zu warten.

Ich muss übrigens selber zugeben, dass die obige Kritik wirklich ziemlich vernichtend klingt. Nun, so schlimm ist es nicht, aber ich wollte die Euphorie einfach etwas dämpfen. Tatsächlich bietet Android noch einige Vorteile: Man kann sich sein Handy aussuchen, es gibt nicht nur ein Modell. Der Akku ist austauschbar, es gibt Speicherkarten.

Android muss auch weiter existieren, einfach damit Apple Konkurrenz bekommt, vielleicht Preise senkt und auch sich verbessert. Wettbewerb belebt den Markt und ist für Konsumenten – wie mich – eigentlich immer nur von Vorteil. Mit Windows Phone 7 drängt der nächste Big Player in den Sektor und ich werde auch das Betriebssystem gespannt beobachten. Mal sehen, was sich hier in Zukunft tut.

Ich will es wissen!

Was sagt ihr zu meinen Punkten, was haltet ihr von Android? Ich würde mich über eure Meinungen sehr freuen!

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Android „Roboter“: http://www.android.com/media/

32 Kommentare

  1. grafikschnalle
    26. Oktober 2010 um 08:15 Uhr

    Bin seit Juli ebenfalls Android Nutzerin. Prinzipiell bin ich sehr zufrieden, die Kritik am Market teile ich aber. Schlecht erreichbar, unübersichtlich und ziemlich viel Schrott vertreten.
    Ein iPhone kam für mich u.a. wegen diesem sinnlosen Hype nicht in Frage. Ich zahle gern mehr, wenn es für mich Sinn ergibt,z.b. bin ich ein Fan des iPods. Aber beim iPhone sah ich für mich keinen Sinn dahinter.

  2. narzissm
    26. Oktober 2010 um 08:37 Uhr

    In vielen Punkten hast du wohl Recht. Am Ende kommt es aber immer auf den User an. Ich für meinen Teil denke, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis der Großteil der iPhone-Jünger, auch die die nicht soviel Ahnung von der Materie haben, auf Android umsteigen wird. Das hat in meinem Freundeskreis schon angefangen, ohne dass ich da irgend wen überzeugen musste. 😉

    Imo ist Android die Platform der Zukunft. Apple schießt sich mit seiner restriktiven Politik ins eigene Bein.

    Thema Profit im Market/Appstore: Schon jetzt macht die Summe der Apps aus dem Market annähernd so viel Geld mit Advertising wie die aus dem Appstore. Prepaidkarten für den Market wird es bald wohl auch geben. Große Unternehmen werden sich nicht aussuchen können ob sie für Android entwickeln oder nicht. Das entscheiden die Kunden und die immer stärker werdende Android-Community. (Angry Birds und andere „iPhone-Knüller“ werden bereits für Android entwickelt)

    Wer sich kostenpflichtige Apps illegal und kostenlos installieren will, kann das mit ähnlich einfachen Mitteln auch auf dem iPhone (Jailbreak reicht aus).

    Thema Design/Technik/Oberfläche:
    Das Design von Apps und der Android-Oberfläche an sich ist natürlich Geschmackssache. Aber besonders mit HTC Sense hat man (meiner Meinung nach) eine Oberfläche die intuitiv zu bedienen und von der Gestaltung her besser als das iOS ist. Bei Apple fehlt mir einfach die Individualität. Klar kann ich mir Apps installieren um z.B. auf dem Lockscreen alle wichtigen Informationen angezeigt zu bekommen. Bei HTC Sense kann ich mir das aber nochmal ne Ecke individueller gestalten und die Notifications sind dabei eindeutig besser eingebunden. Außerdem kommt mir das iOS um Welten verschachtelter vor, wenn man z.B. nur mal schnell WLAN ausschalten möchte. Als ich noch iPhone-Besitzer war, war das iOS einfach nur eine Aneinanderreihung von App-Icons, bei denen höchstens die Anzahl der Neuigkeiten mit angezeigt wurde. Das hat sich jetzt auch nur minimal verbessert.

    Die Technik hinter Android und besonders der Open-Source-Gedanke versprechen eine viel größere Userbase. Kernel-Optimierung im Bezug auf Performance etc. ist machbar und wird bereits praktiziert. Beim iPhone soweit ich weiß garnicht möglich.

    Erst gestern hat HTC den kompletten Sourcecode für das neue HTC Desire HD veröffentlicht…

  3. Mort
    26. Oktober 2010 um 08:41 Uhr

    Was den Market angeht, wird dir wohl nahezu jeder (außer Google-Mitarbeitern) zustimmen. Obwohl man, was die Bezahlmöglichkeiten angeht, berücksichtigen muss, dass Kreditkarten in Androids Heimatland so selbstverständlich sind wie hierzulande Girokonten.

    „Hässlich“ ist Geschmackssache, es stimmt aber zweifellos, dass Android eine einheitliche Linie fehlt. Wo es überhaupt Richtlinien gibt/gab, verstößt selbst Google selbst regelmäßig dagegen – z.B. gab es bei Android 1.x vorgegebene Widget-Hintergründe, seit Android 2.0 hält sich Google nicht mehr daran. Und manches Detail sieht wirklich eher aus wie ein Provisorium. Angeblich soll die nächste Version etwas besser aussehen, aber auch dann bleibt noch das Problem, dass die App-Entwickler die Optik meist selbst in die Hand genommen haben, also jede App anders aussieht…

    Bei den Berechtigungen und Datendiebstahl wird viel übertrieben. Man weiß natürlich nicht, ob Rechte möglicherweise missbraucht werden – aber wo sonst sieht man überhaupt, was sie möglicherweise tun wollen? Die allermeisten Apps machen nicht mehr, als den groben Standort (via Handymasten) an Werbeserver zu senden. Auf dem PC passiert dasselbe über die Lokalisierung der IP. Ich glaube, würde man ein ähliches Berechtigungssystem unter Windows einführen können, sähen die Software-Charts völlig anders aus…
    (Und warum wollen eigentlich alle so viel Kontrolle auf dem Smartphone, während jeder Anfänger ein Windows-Programm erstellen kann, das unauffällig Outlook ausliest und die Daten an einen Server schickt? Hat man keine gute Firewall installiert, sogar völlig ohne irgendwelche lästigen Nachfragen.)

    Ich denke, Android hat durchaus Potential, aber Google hat auch noch einiges zu tun.
    Dasselbe gilt auch für WP7 und MS, allerdings sagt mir dessen Optik und Bedienung noch weitaus weniger zu als die von Android.

  4. DeDu
    26. Oktober 2010 um 08:47 Uhr

    Ich stimme dir zu, Apple hat im Moment die Nase klar vorne. Allerdings glaube ich fest daran, das sich Android in naher Zukunft stark durchsetzen wird.
    Es ist OpenSource und jeder kann sehr leicht eigene Apps schreiben. Das wird auch für eine sehr hohe Zahl an sehr guten Apps sorgen, und die schlechten werden einfach nicht mehr beachtet werden (wie bei z.B. Apple’s App-Store).
    Ich denke auch nicht das es ein Problem für einen Entwickler ist, sein Programm für die verschiedenen Geräte anzupassen. Das übernimmt Android vonselbst.

    Aber ich würde mir jetzt auch kein Android Gerät kaufen…

  5. Torben
    26. Oktober 2010 um 09:52 Uhr

    Dies ist der erste Beitrag in dem ich dir leider in keinem Punkt zustimmen kann. Ich muss aber auch dazu sagen, seit der ersten Minute bekennender Android-Fanboy zu sein und betreibe unter http://www.blog-android.de sogar einen eigenen Blog zum Thema.

    Ich denke ebenfalls, dass du entscheidende Vorteile des Betriebssystems nicht siehst oder jedenfalls in deinem Beitrag „vergissts“. So werden z.B. essentielle Vorteile gegenüber dem iPhone (austauschbarer Akku, Speicherkarten) in einem Satz runtergeschrieben.

    Einige Aussagen sind schlichtweg falsch. Android Apps werden von einem Google-Team überprüft. Bisher gab es lediglich einen Trojaner, der von Google innerhalb weniger Stunden verbannt wurde.

    Die Anzeige auf welche Funktionen eine App zugreifen kann ist etwas missverständlich und würde bei iOS Apps (sofern es eine geben würde) nicht anders aussehen. Die „Telefon“-Funktion wird z.B. immer dann benötigt, wenn die App bei einem Anruf unterbrochen werden soll. Standortdaten werden i.d.R. für standortbezogene Werbung benötigt usw.

    Okay, dass das Motoblur-UI vom Milestone nicht das schönste ist kann ich nachvollziehen. Ich bin auch kein großer Fan von Motorola-Androiden. Trotzdem gibt es UI-Replacements, auf die du ja auch eingegangen bist. Und die HTC-Androiden (die den größten Anteil ausmachen) kommen z.B. mit der Sense-Oberfläche daher, welche ich persönlich jedem iPhone vorziehen möchte.

    Mein Fazit: Jemand der sich mit mobilen Geräten & Software auskennt, kann mit einem Androiden mehr Sachen machen und tägliche Aufgaben schneller bewältigen – und das ist eigentlich das wichtigste bei meinem Smartphone: Schnelligkeit!

    • Lennart Prange
      26. Oktober 2010 um 14:25 Uhr

      Jo, ich kenne dein Blog 🙂

      Du hast absolut recht: Ich habe wichtige Vorteile in einem Satz runtergeschrieben und das ist nicht unbedingt fair. Allerdings lese ich momentan immer wieder so positive Artikel zum Thema Android, dass ich den Spieß einfach mal umdrehen wollte 😉 Ich habe ja auch im Beitrag geschrieben, dass es vielleicht etwas zu extrem war.

      Was das Trojaner/Spyware/Vires usw. Problem angeht: Google betreibt soweit ich das mitbekommen habe keine Prävention, sondern reagiert ausschließlich. Das finde ich ehrlich gesagt nicht gerade beruhigend. Berichte wie dieser von t3n machen mich dann schon etwas skeptisch.

      Mein Handy hat kein Motoblur 🙂 Erst die neueres Motorola Androiden haben das. Sense kenne ich nicht gut genug, um es bewerten zu können. Aber ich möchte eigentlich auch nicht erst XX Replacements testen, bis ich eine gute Oberfläche vor mir habe. Das ist Geschmackssache. Ich schätze die Möglichkeit, erwarte aber, dass ein teures Smartphone im Auslieferungszustand eine schöne UI hat.

      Ich stimme dir vollkommen zu, dass man mit Android mehr Freiheiten hat und damit wahrscheinlich mehr machen kann. Für den durchschnittlichen Nutzer ist das aber weniger interessant, oder?

      • narzissm
        26. Oktober 2010 um 14:42 Uhr

        Lies dir mal den 3. Kommentar von t3n durch und überprüfe mal, was der User da schreibt. Soviel dazu.

      • Lennart Prange
        26. Oktober 2010 um 14:46 Uhr

        Ja, er kann recht haben. Es ist aber bei Weitem nicht der einzige Bericht zu dem Thema und mir macht die Offenheit des Markets halt etwas sorgen. Selbst wenn einige Berichte, und das kann sehr gut sein, stark übertrieben sind: Das Risiko sehe ich persönlich schon. Ich will mir einfach keine Gedanken darum machen müssen und fände es schön, wenn die Apps vorher kontrolliert werden würden. Aber wie im Text geschrieben: Apple Methoden gefallen mir auch nicht 😉

  6. dz46
    26. Oktober 2010 um 10:16 Uhr

    Danke für den tollen Artikel. Meine Freundin sieht das genauso. Viele tolle Programme gibt es für Android nicht, oder nicht in der selben ‚tollen‘ Qualität wie Sie für das iPhone verfügbar sind.
    Deswegen verkauft Sie jetzt ihr HTC Desire (2 Monate alt) und hat jetzt bei O2 ’nen Vertrag abgeschlossen mit dem iPhone 4 zusammen. 🙂

    Cheers
    dz46

  7. Terry
    26. Oktober 2010 um 11:35 Uhr

    Schöner Artikel, wusste garnicht das der Android Markt so verkorst ist =) Das man an die bedinbarkeit von Apple iPhone nur sehr schwer rankommt ist klar doch finde ich denn Punkt des offenen Telefons bei Android besser als bei Apple wo man nichtas exteren langern könnte.

    Im froßen und ganzen zeigt dein Artikel einen guten einblick darüber auf was man sich einlässt, ich persönlich warte ja noch auf MeeGo von Nokia was auf Linux Debian basiert und auch Open Source ist allerdings finde ich es hier gut das bei Nokia Handys der Ovi Store wirklich sehr gut ist kenne denn vom Nokia X6 meines Bruders.

  8. Filip
    26. Oktober 2010 um 12:14 Uhr

    Kauf dir das neue iPhone 4, weder Google noch Windows können ihm das Wasser reichen.

  9. Hurr
    26. Oktober 2010 um 13:13 Uhr

    Schön, würdest Du jetzt noch erklären wieso man bei dem iPhone zielstrebiger zu seinem Kontakt gelangt oder einfacher eine App löscht?

    Ich habe auch ein Milestone und in der Kontaktliste scrolle ich oder nutze die Suchenfunktion (einfach tippen, bei Geräten ohne Hardkeyboard den Suchen-Button bemühen). Apps lösche ich, indem ich sie auf den Dock fahre, welcher sich in dem Moment in einem Mülleimer verwandelt (ein Argument wie „das geht im Standard Homescreen nicht“ kann keine große Gewichtung haben, wenn man die Homescreens so einfach ersetzen kann wie bei Android ;-)).

    Ansonsten Super Blog!

    • Lennart Prange
      26. Oktober 2010 um 14:14 Uhr

      Mhm, vielleicht nutzt du, was das Löschen von Apps angeht, ein Replacement, dass in dem Fall eine schöne Funktion bietet. Wie heißt es? Ich lösche Apps noch über ein kompliziertes Menü und bin nach gefühlten 10 Klicks am Ziel 😀
      Beim Finden von Kontakten hast du eigentlich recht. Das Beispiel war nicht so gelungen.

  10. Janek Bevendorff
    26. Oktober 2010 um 16:48 Uhr

    Hi,

    ich bin ja einer von denen, die dich ermutigt haben, diesen Artikel zu schreiben. 🙂
    Nun habe ich ihn gelesen und kann dir teilweise zustimmen, teilweise muss ich dir aber auch widersprechen.
    Kommen wir zunächst zum Market und dem App-Angebot. Steve Jobs hat letztens iOS und das iPhone in den siebten Himmel gelobt und sich dabei einige seltsame Fauxpas geleistet. Zunächst hat er behauptet, die Android-Entwickler hätten ein riesiges Problem wegen der starken Fragmentierung und hat sich dabei auf die TweetDeck-Entwickler bezogen, die zigtausend verschiedene Android-Varianten gezählt haben. Erwähnt hat er dabei nicht, dass die TweetDeck-Entwickler nie gesagt haben, dass es ein Problem sei, für Android zu entwickeln und deshalb selbst etwas über Jobs‘ Aussage erstaunt waren. und tatsächlich: mit dem richtigen SDK mit der richtigen Abstraktionsstufe muss man sich als Entwickler nicht wirklich um die zugrunde liegende Struktur kümmern. Das Argument zählt also nicht. Viel wichtiger ist aber, dass Jobs mit der Anzahl der Apps geworben hat und hier stimme ich dir vollkommen zu: die Anzahl sagt überhaupt nichts aus. Der Apple-AppStore hat weitaus mehr Apps als diverse Android-Stores. Doch was sagt das aus? Damit kommen wir zum nächsten Punkt, nämlich der Qualität und hier muss ich dir widersprechen. Ja, es gibt viel Schrott für Android, sehr viel Schrott. Vor allem auf diversen Drittanbieterseiten. Jeder kocht da sein eigenes Süppchen. Doch dass der AppStore qualitativ höherwertige Apps anbietet, wage ich zu bezweifeln. Der AppStore entält nach meiner Schätzung mindestens 60% Müll. Es sind dort zigtausend Currywurstess-, Biersortenzähl-, Jump’nRun-Apps und weitere Spielereien vorhanden. Von Qualität kann man da nicht gerade sprechen. Diese Apps funktionieren zwar in der Regel, aber wirklich als Bereicherung kann ich die nicht ansehen. Die wirklich nützlichen Apps, die auch einen praktischen Nutzen haben und nicht nur Langeweile-Dödel-Spaß sind, sind mittlerweile auch zum größten Teil für Android verfügbar und immer mehr App-Programmierer sehen den Markt auch in Android-Geräten. Bei der Qualität der Apps stimme ich also nicht mit dir überein.
    Dennoch bin ich einer ähnlichen Meinung wie du bezüglich des App-Markets selbst. Eine Sache, die ich am iPhone nicht mag, ist die Geschlossenheit der Plattform. Ein überteuertes mobiles Telefon erst Jailbreaken zu müssen, um nicht mehr an den AppStore gebunden zu sein, halte ich für eine Schweinerei. Andererseits führen viele Apple-Jünger und iPhone-Verfechter gern als Argument die Sicherheit an. Dem kann ich entschieden entgegensetzen, dass die Sicherheit sowie auch die Qualitätswahrung eines geschlossenen AppStores trügerisch ist. Apple kann auch nichts weiter machen, als die App oberflächlich auf bekannte Schadsoftwaresignaturen zu untersuchen und ein wenig zu gucken, dass sie funktioniert sowie mit den restriktiven AGB übereinstimmt. Bei einem komplett freien Market ist es hingegen viel leichter dem User, schlechte und sogar schädliche Software anzudrehen, das stimmt. Dennoch ist das keinesfalls ein haltbares Argument für einen geschlossenen AppStore. Viel mehr sollte es ein Signal an Google oder die Hersteller sein, einen Marketplace für Apps aufzubauen, der ähnlich aufgebaut ist wie das Repository-System verschiedener Linux-Distributionen oder wie die Mozilla-Addons-Seite. Damit hat man einen zentralen Ort, von dem man sich bequem evtl. sogar als qualitativ hochwertig eingestufte und auf Herz und Nieren geprüfte Apps herunterladen kann. Dies schränkt einen aber natürlich nicht ein, auch von anderswo Apps herunterzuladen. Somit ist man auch nicht auf das Angebot des Stores angewiesen, hat aber eine Plattform, auf der man relativ (!) sicher Apps herunterladen kann. Eine solche Plattform wäre ein guter Kompromiss, der sich seit Jahren auf anderen Plattformen bewährt hat. Ansatzweise wird er ja auch bereits durch durch Google selbst durch den Android Market wie durch verschiedene Smartphonehersteller angegangen, das ist aber bei weitem ausbaufähig.

    Kommen wir zum Design: ich stimme dir zu, dass das Standard-Android-Design nicht sonderlich ansprechend ist, jedenfalls von Version <= 2.2. Mit Version 3 soll das aber etwas besser werden, habe ich gelesen. Mit der Version soll das System mehr wie aus einem Guss wirken. Andererseits finde ich das Sense-UI von HTC z.B. sehr elegant und deutlich schöner als das Elegance-By-Glossy-Effect-Design des iPhones, das meiner Meinung nach übrigens auch nicht konsistent ist. Vor allem Frontscreen und die blauen UI-Elemente innerhalb von Apps empfinde ich als absolut gegensätzlich.

    Mein Fazit lautet: Android ist eine solide und würdige Alternative zu iOS. Leider bietet das System nicht wirklich die Vorteile, die OpenSource normalerweise bietet, da die Entwicklung im geschlossenen Kämmerlein stattfindet, dennoch tut die Offenheit dem System gut. Verbessern muss sich an dieser Stelle aber die App-Politik selbst. Hier muss, sozusagen von vollkommen freier zu gelenkter sozialer aber nicht vollkommen diktatorisch vorgegeben geführter Wirtschaft gewechselt werden. Freiheit ja, es muss aber vertrauenswürdige zentrale Stellen geben. Das Potential hat Android, es muss nur besser genutzt werden.
    Aber auch als Dämpfer für Apple sollte Android taugen und dienen. ich finde es nach wie vor abstoßend, wie Millionen Menschen alle zwei Jahre ein Drittel bis ganzes Monatsgehalt für ein überteuertes Telefon ausgeben. ich schätze, dass das nächste iPhone noch teurer wird, dabei ist das aktuelle schon um 50% überteuert. Doch die Leute kaufen es. Warum? Weil es von Apple ist.

    • Lennart Prange
      26. Oktober 2010 um 18:41 Uhr

      Natürlich, ich bin ja auch nicht fehlbar und freue mich auch über Kritik.

      Ich stimmt vollkommen mit dir überein, was das Modell App Store angeht: Die Gebundenheit ist nicht angenehm. Die Sicherheit schon eher. Wie im Artikel geschrieben, denke ich, dass hier noch nicht die perfekte Lösung gefunden wurde, deine Vorschläge hören sich aber plausibel an.

      Was die Qualität der Apps angeht, werden wir nicht auf einen Nenner kommen. Die Bewertung ist ja auch immer sehr subjektiv. Ich persönlich finde im Android Market und auch auf Internetseiten mit Tests nur sehr wenige Apps die ich wirklich gebrauchen kann. Im App Store könnte ich mir hingegen mehr Apps runterladen, als der Speicher des iPhones fasst. Meiner Ansicht nach schlägt der App Store den Android Market eigentlich in allen Kategorien ganz klar. Besonders hervorheben würde ich Nachrichten, Finanzen und Games (auch, weil diese Bereich für mich sehr relevant sind).
      Aber es kommt halt auf den Nutzer an.

      HTC Sense kann ich in meine Bewertung nicht mit einbeziehen. Was 3.0 bringt kann ich auch nicht sagen. Gerüchte gibt es viele und einiges davon klingt auch viel versprechend. Aber angeblich will Google ja auch schon jetzt den Support für Handy mit weniger als 1GHz einstellen. Da bekomme ich dann mit meinem Milestone ein Problem. Und das ist noch nicht mal 1 Jahr auf dem deutschen Markt, oder?

      Ich muss zugeben, dass mir das iPhone beim Kauf meines Androiden auch völlig überteuert vor kam. Und das kommt es mir immer noch. Allerdings bekommt man für sein Geld auch einiges und um ehrlich zu sein fand ich auch mein Milestone überteuert. Deswegen habe ich es auch erst gekauft, als ich ein sehr günstiges Angebot bekommen habe.

      • Janek Bevendorff
        26. Oktober 2010 um 19:05 Uhr

        Ja, auch viele Android-Phones sind überteuert. Die meisten HTC-Geräte schwirren bei 300-550 Euro herum. Das iPhone 4 liegt je nach Anbieter zwischen 850 und 1000 Euro, ist aber definitiv nicht das Doppelte eines besseren Android-Gerätes wert.
        Bei den Apps ist das natürlich Geschmackssache und ich will auch gar nicht bestreiten, dass der AppStore insgesamt das größere Angebot an guten Apps hat. Aber das ist letztendlich auch alles nur eine Frage des Marktes. Das iPhone ist einfach stark vertreten und viele nutzen es. Deshalb gibt es auch viele Entwickler dafür. Allerdings steigt auch der Absatz von Android-Phones, weshalb man relativ optimistisch sein kann, dass das Angebot in Zukunft besser wird. Übrigens ist die Popularität der verschiedenen Phones anscheinend (?) auch von Land zu Land unterschiedlich. Während ich hier in DE fast ausschließlich iPhones sehe, habe ich, als ich letztens in London war, vor allem Android-Geräte bemerkt. Auch die Werbekampagnen für „Alternativgeräte“ zum iPhone ist dort deutlich stärker vertreten. Also: Hoffnung besteht. 😉
        Eines muss ich aber deutlich betonen: durch die Bewerbung des AppStores nach Quantität der Apps hat sich Steve Jobs auf ganzer Linie selbst disqualifiziert.

  11. sandro
    26. Oktober 2010 um 21:06 Uhr

    Erst mal ein grosses Lob; wirklich ein toller Beitrag.
    Auch wenn das Thema nichts mit Webdesign zu tun hat, hätte ich nichts gegen weitere solche Beiträge

    Ich habe mir vor etwa 1 1/2 Monaten mein erstes iPhone (vorher LG) gekauft und bin wirklich sehr zufrieden, wobei ich Android eigentlich nicht für so besonders schlecht halte.
    Dein Fazit (bzw. der ganze Bericht) fällt überraschend negativ aus – trotzdem muss ich dir (soweit ich das als Nicht-Android-User beurteilen kann) in allen Punkten recht geben.

    Auch wenn Android in vielen Punkten (noch) hinter dem iPhone liegt, ist dieses System wohl das einzige System das gegen das iPhone überhaupt ein Chance hat.
    Denn wenn ich mir das neue Windows Phone 7 so anschaue, frage ich mich schon, was manche Leute so entwickeln…

    Naja, wer weiss, was Android 3.0 bringen mag…

  12. Simlink
    29. Oktober 2010 um 10:48 Uhr

    Ich bin selbst sehr zufrieden mit Android. Auch durch die relativ schnellen Updates. Einige Fehler gibt es noch aber die sind für dieses recht neue Betriebssystem vertretbar.

  13. Christian
    11. November 2010 um 01:33 Uhr

    Schöner Artikel und gut das du praktische Dinge beschrieben hast und die Hype-Diskussion aus dem Artikel fern hältst.

    Wer sich kein iPhone „wegen des sinnlosen Hypes“ (grafikschnalle sagte das im ersten Kommentar) kaufen will, der kauft sich bestimmt auch keine Brötchen. Macht doch jeder. Noch so ein sinnloser Hype.

    Apple hat einfach unbestritten viele Dinge richtig gemacht, was wohl auch daran liegt, dass sie daran schon viele Jahre getüftelt und getestet haben. Android versucht, in Teilen durchaus erfolgreich, da mithalten zu können. Es fehlt aber, bedingt durch die unendlich vielen Gerätevariationen, an Einheitlichkeit.

    Es wird immer völlig übersehen das viele Benutzer sich einfach nicht so sehr auskennen mit technischen Details. Apple bietet da mit iOS die ideale homogene „Welt“ an. Wer einen iPod Touch bedienen kann, kann auch ein iPhone oder iPad bedienen. Android-Geräte haben dagegen unterschiedliche Benutzeroberflächen, was durchaus zu Verwirrung führen kann („bei mir geht das nicht…“).

    Die Leute wollen einfach Ihren Kram erledigen, so einfach und so „schön“ wie möglich. Ich kenne keinen Android-Besitzer der ständig seinen Akku oder seine Speicherkarte wechselt. Diese Hardware-Argumente spielen einfach keine so große Rolle für den Normalbenutzer wie man immer denkt.

    Die Argumente von offen vs. geschlossenes System kann ich nicht nachvollziehen. Solange ich im Internet alles nutzen kann (auch Webapps) ist mir das System offen genug im Sinne von: Ich kann alles tun was ich will.

    Ich denke Android wird weiter eine große Verbreitung haben (immerhin kostet es die Handyhersteller fast nichts) – könnte aber durch Windows Phone 7 starke Konkurrenz bekommen. Beide können aber der iOS-Welt auf absehbare Zeit nicht gefährlich werden.

  14. nodh
    12. November 2010 um 17:52 Uhr

    Ich bemerke in letzter Zeit in meinem Freundeskreis vermehrt eine Tendenz zu Android – sogar von technisch unbedarfteren Benutzern. (Also solche, von denen man eigentlich erwartet, das supercoole neue iPhone zu kaufen). Das deckt sich auch mit meinem Standpunkt, ich meine, Android-Geräte werden bald die Mehrheit der verkauften Smartphones ausmachen.

  15. bienemaja
    19. November 2010 um 04:10 Uhr

    Euch ist aufgefallen, dass Android das iOS schon längst an Marktanteilen überholt hat?
    Und jetzt bitte mal bedenken wie lange es das iOS gibt und wie lange Android.
    Und dann nochmal über „Schönheitsfehler“ nachdenken!

    „Solange ich im Internet alles nutzen kann ist mir das System offen genug im Sinne von: Ich kann alles tun was ich will.“
    Mehr muss man über einen iPhone User nicht wissen.
    Aber mich verwirrt auch immer, dass man bei Windows die Farbe der Startleiste ändern kann, ich versteh dich.

  16. dotwired
    20. November 2010 um 02:08 Uhr

    Gelungener Beitrag – allerdings kriege ich wohl nicht so viel davon mit, dass Android in letzter Zeit so hoch gelobt wird? 😉 Ich lese ständig nur iPhone hier, iPhone da, iOS drüben. Und immer in positiven Zusammenhängen. Wie wärs, wenn mal jemand ordentlich das iPhone denunziert? 😉

  17. Svenmansk
    17. Dezember 2010 um 12:03 Uhr

    Ein kleiner Gedanke zur bemängelten Einheitlichkeit bei Android: Was in einer Zeit, in der Smartphones noch Luxus-Gegenstände sind zum Nachteil gereicht, kann sich in Zukunft in eine Möglichkeit von „Individualität“ verwandeln. In Zukunft wird vielleicht die ungewöhnliche HW-Ausstattung, der spezielle Homescreen/Launcher das sein, was Geräte überhaupt noch voneinander abhebt.

    Zum anderen: Einheitlichkeit behindert auch immer Innovation. Das hat Apple am eigenen Leid erfahren. Vor MacOSX war Apple quasi komatös, trotz oder gerade wegen des Festhaltens an Einheitlichkeit. Apple wiederholt eigentlich genau das, was es damit mit dem Mac getan hat, nur aus einer besseren Ausgangslage. D.h. aber auch: Apple macht wieder die gleichen Fehler: Fehlende Offenheit, Dominanz (man kann auch sagen Gängelung) in zu viele Bereiche.

    Langfristig wird sich Apple mit seinen Produkten dort wiederfinden, wo es sich heute im PC-Markt befindet. In der Luxus-Nische, schon allein deshalb, weil es nicht die Vielfalt an Geräten anbieten kann und will, um den kompletten Markt abzudecken.

    Für den App-Markt hat das natürlich Konsequenzen. Wir leben in einer Zeit der Free-Economy. Einnahmen werden kaum noch über direkte Verkäufe generiert. Dieses Prinzip hat Google, Facebook & Co. groß gemacht. Und es wird den Smartphone-Markt ebenso dominieren, wie es heute schon im Internet der Fall ist.

    Wenn Google seine Hausaufgaben macht (App Store verbesseren, In-App-Purchase, mehr Bezahlverfahren), dann wird der Smartphone-Markt in 12 Monaten wohl ganz aussehen. Die spannende Frage ist eigentlich: Schafft Nokia den Sprung mit Maemo? Man vergißt so leicht: Die verkaufen immer noch weltweit 60% aller Handys. Und davon haben viele mittlerweile Apps. Nur redet halt niemand davon…

  18. Antig
    27. Dezember 2010 um 22:26 Uhr

    Mh ich finde Deinen Beitrag sehr gut,denn leider gibts nicht viel zu lesen was gegen Google geht. Ich selbst nutze ein Iphone 4 und ein Htc Desire und ich kann auf eine Lange zeit Mobilfunk zurück schauen und ich bin auch der Meinung, das momentan Android nicht das MAß der Dinge ist. Im direkten Vergleich ist die Arbeit mit IOS viel angenehmer weil´s da einfach funktioniert,beim Desire hakelt das Menü beim scrollen und es nimmt sich manchmal ne Gedenkpause, also das Gesamtpaket ist noch nicht wirklich flüssig.Bei Apple stören mich das fehlende Flash,keine Speichererweiterung und das man da doch finanziell öfter blechen muss wie woanders.Meiner Meinung nach, war das Beste Device das Nokia N900, das hat eigentlich alles gehabt was ich mir wünsche, nur der Akku war für´n Allerwertesten.Nun teotzdem als Gesamtkonzept ist Apple bis jetzt unschlagbar…..Das ist meine Meinung……

  19. hugo
    28. Januar 2011 um 00:53 Uhr

    Klar legen die Steve Jobs Jünger mehr ab als die Android-Schnorrer. Die Apple Sekte leidet ja am Stockholm syndrom und sind konditioniert 50-100 EU für ein Naviprogramm abzulegen während sie das bei Nokia geschenkt bekommen

  20. Marco
    3. Juli 2011 um 16:17 Uhr

    Sehr langer aber detaillierter Beitrag! In wie fern sich beides konkurriert sehen wir heute. Wobei man sagen muss, das Anroid es meiner Meinung nach noch nicht geschaft hat. Gerade in der Geschäftswelt ist Blackberry und Apple immer noch vorne.

  21. Sarah
    17. Juli 2011 um 14:46 Uhr

    Bin mal gespannt was da noch so kommt.
    Bin zwar mit Apple zufrieden aber immer für neues offen.

  22. Peter
    2. August 2011 um 15:46 Uhr

    Da hast du dir aber Mühe gegeben! Wirklich sehr informativer Beitrag, heute sehen wir ja wohin Android es bisher geschafft hat! Ich glaube auch, dass es sich innerhalb der nächsten Jahre noch weiter an die Spitze kämpfen wird, stetig mehr Leute wollen -möglichst günstig natürlich- Smartphones besitzen und die eher preiswerten laufen ja bekanntlich mit Android…

  23. paul W.
    28. September 2011 um 13:30 Uhr

    hab von apple iphone auf android gewechselt und muss sagen das ich wirklich positiv überrascht war der market lässt zwar noch einiges zu wünschen übrig doch ist das gesamte handing und HTC allgemein besser und einfacher aufgebaut

  24. starcooks
    12. November 2011 um 13:28 Uhr

    Also ich nutze ein HTC Sensation und kann euch sagen, das ich niemals einen Apfel in den Hand nehmen würde 🙂

    vg Jörg

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