Konzentriert euch auf das Wesentliche

  • von Lennart Prange

wesentlicheIhr wollt auch in der Finanzkriese wirtschaftlich zulegen? Wachstum ist immer schwer zu erreichen, besonders in einer Branche, die von billigen Angeboten nur so überschwemmt ist. Die Preislage ist meistens schlecht und wenn man mehr verdienen will, muss man einfach mehr schaffen. Man kann länger arbeiten oder seine Arbeitsabläufe optmieren. Ich denke, dass Letzteres die bessere Idee ist und dafür gibt es jetzt ein paar Tipps. Wenn ihr euch auf die wesentlichen Dinge konzentriert und das Unwesentliche hinten an stellt, werdet ihr viel Zeit sparen.

Viel Spaß mit dem Artikel. Kommentare und Social Bookmarks würden mich freuen!

Das Wesentliche

Aufträge

Ganz vorne stehen natürlich die Aufträge. Diese müssen erledigt werden und zwar zum vereinbarten Termin und so, dass ihr und vor allem der Kunde am Ende zufrieden seit.

Kundenkommunikation

Der Kunde ist kein Feind. Viele Webdesigner müssen sich mal in Erinnerung rufen, dass sie eine Dienstleistung verkaufen. Der erfolgreiche Kommunikation mit dem Kunden ist essentiell für den erfolgreichen Ablauf eines Projekts und immer vor fast alles andere zu stellen. Besprecht euch  ausführlich mit dem Kunden, erklärt ihm wichtige Dinge, die er nicht verstehen kann. Geht auch auf in euren Augen dumme Fragen ein – schließlich ist er kein Webdesigner und hat meistens nicht viel Ahnung von der Materie. Das sorgt für Kundenzufriedenheit und eine reibungslose Umsetzung.

Auftragsakquise

Wer wachsen will, braucht Aufträge. Da kommt die Auftragsakquise ins Spiel. Manchmal funktioniert das aber auch von ganz alleine. Viele Webdesigner bekommen ihr Aufträge ausschließlich durch Empfehlungen. Wenn ihr ausgelastet seit, solltet ihr auch nicht nach mehr Aufträgen Auschau halten. Das kostet Zeit und am Ende steht ihr vor einem nicht zu überblickenden Berg Arbeit.

Das Unwesentliche

Statistiken

Kleinvieh macht auch Mist. Wenn ihr euch 32 Mal täglich eure Besucherstatistiken anguckt wird sich das summieren. Schaut vielleicht einmal am Tag rüber und überprüft, ob alles normal ist.

Die eigene Homepage

Versteht mich nicht falsch: Die eigene Homepage ist die Visitenkarte, die Projektmappe und der Lebenslauf zugleich. Lieber keine Website als eine schlechte Website. Und da es für einen Webdesigner praktisch Selbstmord ist, wenn man keine eigene Website online hat, kann man sagen: Eine gute Website, sonst könnt ihr es eigentlich gleich lassen.
Trotzdem solltet ihr nicht zu viel Zeit mit der eigenen Seite verschwenden. Es gibt genug Webdesigner, die jede 6 Monate ihre eigene Website erneuern. Schwachsinn. Schaut euch eure eigene Website nicht so häufig an, dann wird sie für euch nicht so schnell langweilig.

Blog

Ein Blog ist eine interessante Marketing Möglichkeit. Allerdings schreibt ihr diesen fast nie für euren Kunden, sondern für Fachpublikum. Der Kunde hat meistens keine Ahnung von dem, was ihr da schreibt und kann deswegen auch nicht die Qualität überprüfen. Ein Firmenblog kann Transparenz und vertrauen schaffen, dafür braucht es aber nicht jeden Tag einen Beitrag. Man sollte immer Prioritäten setzen und ein Blog gehört sicherlich nicht zu den wichtigsten Dingen.
Artikel kosten viel Zeit. Ich muss es wissen ;).

E-Mail

Checkt euer E-Mail Postfach nur 3 Mal am Tag. Viele haben es sich angewöhnt, den Senden/Empfangen Button jede 10 Minuten zu klicken. Das lenkt euch nur von euer aktuellen Aufgabe ab und bringt euch so aus dem Takt.

Twitter

Was finden so viele an Twitter? Diese Kurznachrichten halte ich für extrem Zeitraubend. Es ist ja nicht das Schlimmste, dass man selber schreibt, sondern dass man sich auch unbedingt die neusten Nachrichten aller anderen 573 Freunde durchlesen muss.

Feedreader

Feedreader sind eine wirklich schöne Sache. Immerhin kann man damit alle Lieblingsblogs zusammenfassen und ihre neuen Nachrichten schnell überblicken. Leider sammeln sich dort schnell >100 Blogs an. Wenn diese Blogs nun durchschnittlich jeden zweiten Tag einen Artikel veröffentlichen, werdet ihr wohl nicht mehr aus dem Lesen rauskommen.
Ich überfliege die meisten Artikel nur noch und stelle so fest, ob sie für mich interessant sind. Von den Interessanten lese ich dann die besonders interessanten und Tutorials etc. speichere ich mir erstmal als Bookmarks für später.

Instant Messaging

Icq, Windows Live Messenger und die zahlreichen anderen Instant Messenger können einen in den Wahnsinn treiben. Da die Nachrichten ankommen, ohne das man es verhindern kann, lenken sie häufig ab und Ablenkung ist ja bekanntermaßen alles andere als gut.

Sponsoring

Ein netter Mensch zu sein tut gut, ist aber schädlich für fast jede Art von Geschäft. Es ist ehrenhaft, wenn ihr für euren Fußballverein eine neue Homepage für einen Hungerlohn oder kostenlos erstellen wollt, aber macht immer eine ausführliche Kosten/Nutzen Analyse. Meistens wird dann klar, dass eine Sponsoring Aktion einfach nur Schwachsinn ist, selbst wenn man zwei Augen zu drückt.

11 Kommentare

  1. Marvin
    12. Januar 2009 um 07:45 Uhr

    wie recht der artikel hat 🙂
    sehr schoen geschrieben! und wirklich wahr!

    Marvins letzter Beitrag..Tabellen Mit CSS und jQuery gestalten

  2. Patrick L.
    12. Januar 2009 um 08:53 Uhr

    Super Artikel, wieder mal. 🙂

    Am meisten lenken mich immer die IM’s ab, aber ich schaffe es einfach nicht diese auszuschalten. 🙁 Aber wird bald mal Zeit. Twitter finde ich, ist nur gut für mobile-communication. Und mit dem Feedreader, das merke ich bei mir auch…einfach zu viele…Aber man könnte ja was verpassen.^^

    Gruß,
    Patrick

    Patrick L.s letzter Beitrag..Es passiert schon wieder…

  3. Yiim
    12. Januar 2009 um 18:19 Uhr

    Mittlerweile lenkt mit Twitter nicht mehr ab da ich es ignoriere aber halt die IM’s lencken dann noch ab. Zum richtig Produktiven arbeiten wenn auf Abwesend stellen oder ganz aus.

  4. Anne-Kathrin
    12. Januar 2009 um 19:45 Uhr

    Kurz und gut: Das Internet, die totale Ablenkung.
    Arbeite offline, wann immer es geht…, oder? 😉
    Trotz allem ist es wichtig, sich das Ganze gelegentlich bewusst zu machen.

  5. Lennart Prange
    12. Januar 2009 um 20:36 Uhr

    Anne-Kathrin: Ich denke, dass es für viele nicht in Frage kommt während der Arbeit das Netz aus zu machen. Eventuell muss man hin und wieder auf Hilfe aus dem Internet zurückgreifen. Bei manchen Agenturen gehören IMs auch zwingend dazu, da so die innerbetriebliche Kommunikation funktioniert.
    Die Sache ist nur wie man es handhabt. Beispielsweise hat fast jeder IM die „Als offline anzeigen“ Funktion. So kann man sich aussuchen, von wem man angeschrieben werden will.
    Letztendlich geht es für mich darum die ablenkenden Faktoren zu minimieren.

  6. Kris
    13. Januar 2009 um 05:24 Uhr

    Wichtig finde ich, dass man eine klare Trennung schafft zwischen Arbeit und Freizeit. Sich selbst Arbeitszeiten festsetzt, während denen man dann nicht twittert o.ä. Wenn man IM und ähnliche Programme braucht, kann man sie so einstellen, dass man eine Trennung zwischen Freizeitfreunden und Arbeitskollegen hat und für erstere nicht erreichbar ist. Auf die Art kann man auch Bookmarks sortieren (ich kenne Leute, die für Arbeit und Freizeit verschiedene Brower verwenden; so weit will ich aber nicht gehen), Feeds kann man in verschiedene Ordner sortieren, entweder nach Thema oder nach Priorität.

    Und dann auch mal bewusst Pause machen.

    Wichtig finde ich aber auch, was du oben sagst: nicht immer an den Sachen rumhängen, die bereits laufen und keine Verbesserung brauchen.

    OK. Jetzt muss ich das nur noch hinkriegen.

    Kriss letzter Beitrag..Garnelen süss-sauer mit Erdnüssen

  7. Anne-Kathrin
    13. Januar 2009 um 07:37 Uhr

    Na klar ist es undenkbar ohne Internet… vor allem wegen der Recherchen.
    Es wird nur anhand deiner Aufstellung sehr deutlich, dass Fluch und Segen hier nah beieinander liegen.

  8. Mathias
    13. Januar 2009 um 15:37 Uhr

    Teilweise muss ich dir bei deinem Blog hier schon recht geben, aber ich würde gerne auch etwas Negatives dazu sagen. Denn es gibt meinerseits auch noch einen ganz wesentlichen Punkt, den man nicht verachten sollte. Es ist wichtig Werbung zu machen. Es ist wichtig nicht still zu stehen. Man muss etwas tun um im Geschäft zu bleiben das ist klar. Dazu gehört aber auch in einer Krisenzeit Geld auszugeben. Sparen ist hier ganz falsch. Das ist meine Meinung. Und das klappt ganz gut.

  9. Paul
    15. Januar 2009 um 18:29 Uhr

    Danke für den tollen Beitrag, in wenigen Worten gut erklärt. Kann man weitersagen!

    Pauls letzter Beitrag..Video: Marktentwicklung und das Verhalten von Konsumenten

  10. Blog Drauf
    16. Januar 2009 um 03:06 Uhr

    Mein Reden, sehr gut geschrieben, obwohl der Mathias nicht unrecht hat. Ich denke sein Kernpunkt ist einfach, dass man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen soll. Twitter find ist auch ein großer Zeitverschwender und die Instant Messenger sollten nur für Kunden an sein, einfach während der Tat und Drangphase unter einem geschäftlichen Usernamen anmelden, den nur die Kunden kennen. Abends wieder auf den persönlichen umschalten.

    Feeds können auch ein Timekiller werden, da hab ich mal einen Beitrag gerade geschrieben wie man dem entgegenkommen kann: Feed Reader richtig organisieren und entrümpeln http://blogdrauf.de/feed-reader-richtig-organisieren-und-entrumpeln/1327/

    Hoffe im Beitrag findet ihr auch ein paar nützliche Tipps.

  11. Kim Korte
    19. Januar 2009 um 17:46 Uhr

    Ich musste etwas schmunzeln, als ich den Absatz über die Feeds las. Auch dieser Beitrag wurde nur kurz gescannt, als interessant erachtet und gebookmarked ^^
    Ca. einmal in der Woche seh ich dann alle Feed-Bookmarks durch und lese sie.
    Wo ich dir aber widersprechen muss, ist das Thema Mail, Twitter und Ablenkung. Natürlich stimmt es, dass man durch solche Mini-Nachrichten und Informations-Fluten abgelenkt wird, aber ich würde mich nicht wohl fühlen ohne IM und Mail geöffnet zu haben.

    Auf diese Weise wird man auch zum Voll-Workaholic und die Kommunikation (wenn es auch nur virtuell ist) bleibt völlig auf der Strecke. Ich mag Sharing-Funktionen, Twitter und Lifestreams und denke, dass ich inzwischen auch gelernt habe, selbige sehr schnell zu scannen und zu bedienen, sodass trotzdem noch genug Zeit fürs Programmieren bleibt 😉

    Trotzdem sehr netter Beitrag, weiter so! 😀

    Kim Kortes letzter Beitrag..Social Streaming mit Eventbox