Als Webdesigner von neuen Domainendungen profitieren

  • von Christian Schulze

Wer als selbstständiger Webdesigner tätig ist, kommt um eine eigene Homepage nicht herum. Allerdings macht es die Fülle der bereits existierenden URLs nicht gerade einfach, eine knackige, noch nicht vergebene Internetadresse für sich zu ergattern. Neue Domainendungen, die für Ende 2013 geplant sind, könnten dieses Problem bald lösen.

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Bild: © PhotoObjects.net/Thinkstock

Die Homepage als virtuelle Visitenkarte

Um als Selbstständiger an Aufträge zu kommen, bedarf es einer durchdachten Vermarktung. Verschiedene Möglichkeiten können dazu genutzt werden, um Aufmerksamkeit zu generieren, wobei zum Beispiel Beziehungen, Weiterempfehlungen und auch die Vernetzung im Internet eine wichtige Rolle spielen. Die eigene Homepage stellt dabei für potenzielle Kunden häufig die erste Anlaufstelle dar. Umso wichtiger ist es deshalb, dass diese verschiedenen Kriterien der Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit erfüllt. Nicht weniger kommt es aber auch auf transparente, sogenannte „sprechende“ URLs an, die einerseits dem Besucher zeigen, was sie auf der jeweiligen Seite erwarten können, zum anderen auch die Sichtbarkeit und Platzierung bei Suchmaschinenabfragen erhöht.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Wenig verwunderlich dürfte daher sein, dass eine fiktive Internetadresse wie peter-webdesign.de deutlich aussagekräftiger und ansprechender ist, als eine verklausulierte und mit Zahlen, Kauderwelsch oder mehreren Schrägstrichen, Punkten oder Sonderzeichen versehene Domain. Das Problem: Die besten Adressen, bestehend aus kurzen, prägnanten und häufig gesuchten Begriffen sind bereits alle vergeben. So bleibt einem scheinbar kaum etwas anderes übrig, als auf längere URLs auszuweichen.

Kurze URL dank neuer Endungen

Die Lösung liegt in der bereits beschlossenen Erweiterung der sogenannten Top-Level-Domains. Statt der gängigen Kürzeln .de, .com oder .net soll es ab dem dritten Quartal viele neue Varianten geben, die hinter die frei wählbare Domain gesetzt werden können. Dadurch wird der Pool möglicher Adressen um ein Vielfaches größer, und bereits jetzt können über das Webhosting bei checkdomain die neuen URLs reserviert werden. Besonders für Webdesigner dürfte die Endung .design interessant sein, mit der sich unzählige knackige Adressen generieren lassen. Bereits das Endkürzel gibt dabei Aufschluss über den Inhalt der Seite, sodass man im Teil vor dem Punkt seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Die neuen Endungen bringen frischen Wind ins Internet und geben vor allem den Leuten eine Chance, die sich schon immer eine kurze und trotzdem aussagekräftige Adresse gewünscht haben.

2 Kommentare

  1. Webdesigner Skeptisch
    28. Mai 2013 um 11:48 Uhr

    Es lassen sich sicher leicht schöne URLs generieren wie z.B. “www.web.design” aber das hilft ja nicht bei der Optimierung, http://www.webdesign .de ist deutlich besser dran
    Ich frage mich auch ob es aus SEO Sicht, die in der Branche nicht irrelevant ist, sinnvoll ist eine .design Domain zu wählen. Da muss man jetzt aber mit professionellen SEOs drüber sprechen nicht mit Webdesignern, aber wenn ich das richtig in Erinnerung habe ist es nicht optimal.

    ICH schreibe den mal noch mal, aber ohne die Adresse im Text – es sollte kein Spam Kommentar werden – des halb das Leerzeichen vorm .de 🙂
    Hatte ich nicht dran gedacht 😀

  2. BYTFEOREST
    19. September 2013 um 14:38 Uhr

    Wie wir alle wissen, legt Google großen Wert auf den Namen (die URL) einer Webseite. Dieses Verfahren halte ich für eine der unglücklichsten Rankingfaktoren. Es benachteiligt renommierte Firmen, welche Jahrelang am Markt bestehen und bevorzugt Unternehmen, welche mit sprechenden Domain-Namen hinzukommen. Möchte Google wirklich, dass alle Firmen „webdesign-berlin“ oder „hostel-hamburg“ heißen? Soll sich Siemens in „turbinen-produktion-europa“ umbenennen?rnWir alle hoffen, dass Google endlich den Schuss gehört hat und spätestens mit Einführung der neuen Domainendungen die Wertung des Namens deutlich herabstuft. Andernfalls wird es zu epochalen Verwerfungen in den Suchergebnissen kommen.