Als Webdesigner ist das eigene Portfolio natürlich entscheidend. Der Kunde sieht wahrscheinlich als erstes das Portfolio und wenn es nicht gut ist, wird man wenig Chancen auf einen Auftrag haben. Viele haben damit Probleme, eine gescheite Seite für sich selbst zu gestalten und deshalb möchte ich euch ein paar Trends zeigen, Tipps geben und natürlich auch ein wenig Inspiration liefern.
Ihr könnt mir wie immer dabei helfen, diesen Beitrag zu erweitern. Ich würde mich über Kommentare, Social Bookmarks oder auch eine kleine Abstimmung bei Yigg wirklich freuen.
One Page Portfolios nehme ich erst seit kurzem wahr. Das sind einseitige Websites, auf denen man häufig eine kurze Information über den Designer, Kontaktmöglichkeiten und die Arbeiten findet. Es ist meine favorisierte Art des Portfolios, da diese aufgeräumt, einfach und nicht zeitaufwändig ist.
Inspiration
Tipps
- Gebt für eure Arbeiten eine sehr große Vorschau. Dabei sollte die Dateigröße aber möglichst klein gehalten werden.
- Zeigt nicht mehr als 12-15 Arbeiten.
- Lasst die Seite schlicht, aber ein wenig eigener Style muss sein.
- Es ist nicht viel Platz für Text da. Dieser muss deshalb umso besser sein.
- Da die Seite extrem einfach zu coden ist, sollte sie unbedingt valide sein.
Wie ich bei meinen Recherchen überrascht feststellte, wird diese Art es Portfolios nur noch sehr selten genutzt. Die meisten Designer haben einen Blog ergänzt. Hierbei handelt es sich um eine vollkommen statische Website mit mehreren Unterseiten. Standard: Startseite, Portfolio Seite, Über, Kontakt, Impressum.
Inspiration
Tipps
- Normalerweise hat man als Einzelperson nicht so viel Inhalt parat. Daher muss man hier ein wenig tricksen. Benutzt große Grafiken und große Überschriften, damit es nach mehr aussieht.
- Unterteilt die einzelnen Arbeiten in Kategorien.
- Da man nicht soviel Text hat, kann man die ganze Seite sehr kreativ bearbeiten. Effekte, Animationen und Texturen machen sich häufig sehr gut.
Diese Art von Portfolios findet man sehr häufig. Das Gute daran ist, dass man sich mit dem Blog, wenn man ihn vernünftig vermarktet und aktuell hält, in der Szene einen Namen machen kann und auch der Bekanntheitsgrad steigt. Das ist natürlich sehr positiv, allerdings hat nicht jeder die Zeit und die Lust, jede 4-5 Tage einen qualitativ hochwertigen Beitrag zu schreiben.
Inspiration
Tipps
- Mit dem Blog hat man ein hervorragendes Marketing-Mittel. Lernt damit umzugehen und schreibt regelmäßig neue Beiträge.
- Unterteilt die einzelnen Arbeiten in Kategorien.
- Achtet darauf, dass ihr es mit Effekten usw. nicht übertreibt, da das Blog ein Informationsträger ist. Unruhige Hintergründe, schwarz auf weiß und eventuell auch dunkle Hintergründe sind zu vermeiden.
Was habe ich vergessen?
Habt ihr noch mehr Tipps oder Trends? Dann zögert nicht, ein Kommentar zu hinterlassen. Ich ergänze diesen Beitrag gerne.
NeX
23. August 2008 um 12:35 UhrSehr schöner Artikel, danke!
OrangeBlue
23. August 2008 um 13:25 UhrJep, finde den Artikel auch gut !
Lennart Prange
23. August 2008 um 13:58 UhrDanke Leute
Millus
24. August 2008 um 04:14 UhrIch finde den Artikel auch gut.
Sehr schöner Blog.
Beste Grüße und viel Erfolg
M*
Milluss letzter Beitrag..DIDDL MAUS wird 18
Benni
24. August 2008 um 12:13 UhrSehr informativ geschrieben, auch wenn das nicht wirklich mein Bereich ist lernt man ja nie aus
Bennis letzter Beitrag..Aufsteh Stöckchen
Jan
24. August 2008 um 16:16 UhrDer erste ist kein Onepager im klassischen Sinn, dann wäre jeder Flashfolio einer
Auf Technologie wird ein wenig zu wenig eingegangen. ebenso gibt es dickere Beispiele, wenn man eben nur wenige zeigen mag (z.B. http://www.shanemielke.com/)
Der zweite Link geht nicht …
Nick La hat eher einen Blog (einen der besten und populärsten) und hat seinen Portfolio “angehangen” nicht umgekehrt. Statische Seiten mit Unterseiten liegen eigentlich noch vorne – fernab von Flash – und die beinah faul wirkende Blog-ach-ja-hab-auch-noch-nen-Portfolio ist ein kontroverses Phänomen und macht nur Sinn, wenn der Blog richtig läuft (alexa <100k).
Lennart Prange
24. August 2008 um 16:46 UhrHallo, über das Erste kann man streiten, da hast du recht. Ich werde stattdessen den Link von dir nehmen, danke! Der zweite Link ist korrigiert! Danke für den Hinweis.
Nick La’s Website ist meiner Meinung nach nicht primär ein Blog. Er schreibt nur ca. einmal im Monat etwas. Er weiß den Blog einzusetzen und ich denke, dass er die Illusion erschaffen wollte, dass es ihm primär um das Bloggen geht. Letztendlich will er aber nur sich und sein Portfolio vermarkten.
Ich konnte selbst nicht glauben, dass statische Seiten selten verwendet werde. Ich habe dann extrem viele Galerien durchstöbert und musste dann feststellen, dass sich solche Portfolios kaum noch fanden. Vielleicht ist das dann für die breite Masse nicht repräsentativ.
@ Benni und Millus: Danke. Freut mich, dass der Beitrag euch gefällt! Viel Spaß hier
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Jan
24. August 2008 um 16:57 UhrNick La hat es als Blog und Inspirationsquelle gegründet. Das nur selten was erscheint, liegt daran, dass er a.) gut beschäftigt ist b.) hochwertige Tutorials und Analysen zum besten gibt, das kostet auch Zeit und c.) ist er mit diesem Blog und dem themenverwandten Artikel zusätzlich beschäftigt (http://www.webdesignerwall.com/trends/single-page-portfolio-sites/). Eine Strategie den Blog gleich mit Portfolio zu kreuzen bestand da aber wohl kaum.
Wegen der statischen Seiten. Naja ein paar php includes machen die Seite nicht echt dynamisch und da es keine vierte Kategorie “Portfolios mit/ohne CMS mit/ohne PHP ohne Blog aber MIT Unterseiten” gibt und ich die eben in die 2. Kategorie packen würde, sind die absolut in der Mehrzahl. Schau dochmal bei styleboost.com und bei screenfluent.com
Lennart Prange
24. August 2008 um 17:25 UhrNaja, jedenfalls ist es Fakt, dass Nick La das Blog nur angehängt hat, nicht das Portfolio. Ich weiß nicht bei welcher Version er mitlerweile ist, jedenfalls war es früher nur sein Portfolio.
http://www.ndesign-studio.com/about/
Als Blogs populär wurden, lag es natürlich nahe einen solchen zu integrieren.
Jan
24. August 2008 um 17:38 UhrWieso das Fakt ist ist mir nicht klar, aber wenn du meinst. Als beispielhaft oder inspirativ für einen eigenen Portfolio würde ich persönlich die Seite nicht anführen, da sie sich so entwickelt hat und nicht so geplant war. Und ich glaube eher sein Blog wurde sehr populär und das Portfolio als Zusatzmodul / WordPress Unterseite integriert. Um nicht eben das Flashfolio mitzuschleppen.
Wie auch immer, es gibt wenige die mit dem Prinzip Blog schalten und Portfolio anhängen wirklich großen Erfolg verbuchen. Und Aspekte wie Kommentare schalten und über Sachen fernab des Werkes auf der Startseite schreiben macht es eher zum Blog mit Portfolio als Portfolio mit Blog – für letzteres ist http://www.lysergid.com/ plus /blog ein Beispiel – auch ein hervorragendes für statische portfolios mit unterseiten
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Lennart Prange
24. August 2008 um 17:43 UhrVielleicht sollte man Nick La mal fragen
. Eventuell stellt er sich ja irgendwann mal zu einem Interview hier bereit und dann werde ich hoffentlich daran denken
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lysergid ist tatsächlich nicht schlecht!