Start in die Woche #2 – Wochenplan

Was wollt ihr diese Woche erreichen? In diesem Gastbeitrag erklärt Robin Stickel, wie man sich mit einem Wochenplan motiviert.

  • von Robin Stickel

Heute beginnt die Woche mit einem Gastbeitrag: Mein Name ist Robin Stickel und ich betreibe seit kurzer Zeit das Weblog Verpixelt.org. Dort schreibe ich über Webdesign, Technik aber auch Computerspiele.

Jeder kennt das Problem. Man arbeitet an einem Projekt und plötzlich merkt man, dass man keine Lust mehr hat. Dass die Luft raus ist. Dass die Ideen fehlen. Ob es nun eine ganze Website, nur ein Logo oder ein neuer Blogeintrag ist.Wenn man einmal an den Punkt kommt, wo man mit dem Gedanken spielt aufzuhören, ist es oftmals schon zu spät und das Projekt samt Arbeitszeit landet im Papierkorb.

Wie man trotzdem motiviert bleiben kann, werde ich hier erläutern.

Übersicht schaffen

Anfangs ist es wichtig sich Übersicht zu verschaffen. Das betrifft nicht nur professionelle Webdesigner sondern auch hobbymäßige Photoshopper.

Erstellt euch einen Plan, in dem ihr ganz genau eintragt, was ihr in dieser Woche erreichen möchtet. Dieser kann zum Beispiel aussehen wie ein Stundenplan in der Schule. Setzt euch so ganz klare Ziele. So entsteht zwar ein recht kleinteiliger und kurzfristiger Plan, aber es ist doch auch viel motivierender, täglich ein paar Dinge auf der To-Do Liste abzuhaken, als das ein Mal in der Woche zu tun.

Zum Beispiel könnte man sich von Montag bis Mittwoch vornehmen das Logo für die neue Website zu erstellen. Den Rest der Woche arbeitet man dann an dem eigentlichen Design. So hat man sich als Zwischenschritt das Ziel gesetzt, ein Logo zu gestalten. Sobald das getan wurde hat man das Gefühl etwas geschafft zu haben und man wird automatisch motiviert.

Wichtig hierbei ist nur, dass man selber abschätzt wie viel Zeit das jeweilige Projekt in Anspruch nimmt und ob man dieses eventuell nochmal aufteilen muss. Ein ganzes Webdesign zu erstellen, kann schon mal mehrere Tage bis Wochen dauern. So kann man sich z.B. am Anfang der Woche den Header vornehmen und am Ende der Woche den Footer.

Wichtig ist eben nur, dass man sich kleine Ziele setzt und diese dann konsequent erreicht. Diese Ziele sollten realistisch und gut von euch erreichbar sein, doch gleichzeitig euren Ehrgeiz wecken. Denn nur wer ehrgeizig ist, hat auch Lust und den Willen ein Ziel zu erreichen. Denkt auch immer daran was passiert, wenn ihr euer Ziel erfüllt habt. Das kann zusätzlich für Motivation sorgen. „Wenn ich jetzt das Logo fertig stelle, habe ich schon den Header komplett und kann mit dem Rest anfangen“.

Teuxdeux – klein, schlank, praktisch.

Manche Leute wird der Gedanke abschrecken, jeden Tag Protokoll zu führen, was man denn alles erreichen möchte. Doch keine Angst: Im Web gibt es für alles eine Lösung. So auch mit dem kostenlosen Onlinedienst von Teuxdeux.

Auf Teuxdeux.com kann man sich nach einer kurzen Anmeldung einen eigenen, ganz simplen und super stylischen Wochenplan erstellen. Er ist wie ein Kalender oder Stundenplan aufgebaut und wirkt sehr aufgeräumt. In sehr kurzer Zeit lässt sich hier eine klasse To-Do Liste erstellen und verwalten. Schnell lassen sich Termine bzw. Ziele eintragen. Dabei kann man nur Stichworte angeben oder einen ganzen Infotext schreiben. Erledigte Aufgaben kann man durchstreichen oder auch ganz löschen. Alles mit einem Klick.

Was mir aber besonders gefällt, ist der Abschnitt „Irgendwann“. Hier kann man Dinge eintragen die man noch erledigen muss, aber es egal ist wann man sie fertigstellt. Das schafft zusätzlich Übersicht und sorgt für kleine Zwischenaufgaben bei langen Projekten.

Da Bilder bekanntlich mehr als 1000 Worte sagen, hier ein kurzes Video.

Nach der Arbeit

Nach der Arbeit (egal in welcher Form) ist es wichtig nochmal zu überlegen was man heute alles geschafft hat. Wenn man viel geschafft hat, ist das gut und man kann zuversichtlich in den nächsten Tag starten. Doch hat man wenig geschafft, ist das keinesfalls schlimm.

Zum einen kann man sich dadurch erneut motivieren und versuchen am nächsten Tag wieder mehr zu erreichen. Zum anderen jedoch sollte man nach den Gründen dafür suchen, warum man heute nicht besonders produktiv war. Wurde ich abgelenkt? Arbeite ich mit den falschen Methoden? Liegt es an meinem Arbeitsplatz? Habe ich mich vielleicht falsch eingeschätzt? Man muss sich selber im Klaren darüber sein, warum seine Ziele nicht erreicht hat.

Fazit

Wie ihr seht hängen von der erfolgreichen langfristigen Motivation sehr viele Faktoren ab. Bedenkt diese und nutzt sie konsequent. Setzt euch nicht zu große Ziele, analysiert eure Arbeitsgewohnheiten und bringt Abwechslung in euer Leben. Wenn man diese Dinge beherrscht ist es ein Kinderspiel Alles und Jeden zu motivieren.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht diesen Gastbeitrag zu verfassen und ich hoffe auf Feedback. Hinterlasst Kommentare oder schreibt mir bei Twitter. Ich freue mich über jeden Verbesserungsvorschlag und bin offen für Kritik. Dankeschön.

6 Kommentare

  1. Alex
    23. August 2010 um 14:54 Uhr

    Den Dienst für To-Do-Listen nutze ich auch. Das einzige was da ein bisschen fehlt ist ein API. Aber da arbeiten die Macher angeblich daran. 🙂

    P.S.: Das Video wurde wohl vergessen. 😉

    • Lennart Prange
      23. August 2010 um 15:22 Uhr

      Danke für den Hinweis, ich habe das Video ergänzt.

  2. Andreas Achatz
    23. August 2010 um 18:40 Uhr

    ich benutze mei iPad mit der ToDo liste. Diese app ist mir sehr hilfreich und man kann wirklich grosse Projekte sehr übersichtlich gestalten. Natürlich auch mit Erinnerungsfuntion und den ganzen schnick schnack. Der Link zur App und auch noch ein paar mehr sind unter http://www.m-aa.net zu finden im Blog. Der dienst ist sogar im web zusätzlich aufrufbar!

  3. Lars Ebert
    23. August 2010 um 19:08 Uhr

    Ein interessanter Beitrag. Mir geht es auch oft so, das hin und wieder einfach die Motivation fehlt. Bei meinem neuesten Blogeintrag war es genau so, zumal es sich auch noch um ein ziemlich langes Photoshop-Tutorial handelt. Also dachte ich mir, dass es zu schade wäre, wenn die ganze Arbeit für die Katz gewesen wäre. Und jetzt ist er fertig 😉

  4. Johnny
    16. Oktober 2010 um 14:44 Uhr

    Und was mache ich, wenn ich mich nichtmal dazu motivieren kann, einen Wochenplan überhaupt erst zu erstellen? 😉

    Spaß beiseite, aber trotzdem braucht es bei einigen sicher mehr als ein Tool 😀

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