Warum können schlechte Webdesigner überleben?

  • von Lennart Prange

anzahl Jeder Webdesigner klagt darüber, dass der Markt überschwemmt ist. Man sucht nach den Gründen und fragt: Wie kann das sein? Es können unmöglich so viele gute Webdesigner existieren. Woher bekommen die Schwachen ihre Aufträge, wenn es doch eine so große Auswahl gibt?
Weiterhin hat letztens ein Leer gefragt, warum der Beruf überhaupt so beliebt ist. Warum entschließen sich so viele dafür, Webseiten zu verkaufen?

Viel Spaß mit dem Artikel. Kommentare und Social Bookmarks würden mich sehr freuen.

Woher bekommen schlechte Webdesigner ihre Aufträge?

Die Ahnungslosigkeit der Kunden ist hier das größte Problem. Die wenigsten Kunden haben Ahnung von guter Gestaltung und Programmierung. Sie bewerten alles nach ihrem Geschmack und unterschätzen das Internet ohnehin. Nur ein kleiner Teil hat das Potenzial einer Internetseite entdeckt und deshalb ist es meistens egal wie das Endergebnis aussieht und was die Seite am Ende kann. „Hauptsache wir sind irgendwie drinne“ ist das typische Kommentar. Solange diese Einstellung vorherrscht werden schlechte Webdesigner das Niveau des Internets weiter senken und diese Leute bekommen auch überhaupt kein Grund geliefert, sich zu verbessern.

Was ist eigentlich ein guter Webdesigner? Ein guter Gestalter der sich mit allen Grafikprogrammen auskennt, nur Mac benutzt und den ganzen Tag in seiner Höhle hockt um sich weiterzubilden? Nein, ein guter Webdesigner ist einer, der Geld mit seiner Tätigkeit verdient. Dazu braucht es heute leider kaum gute Kenntnisse in Sachen Webdesign sondern viel mehr zum Thema Kunden-Kommunikation. Wer seine Kunden von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugen kann, hat heute meistens gute Karten, da die Kunden die Qualität kaum prüfen können/wollen.

Mein Rat an alle, die eine Website haben wollen: Vertraut nicht jeder Empfehlung, die ihr von einem Bekannten bekommt. Schaut euch vorher die Zahl und Qualität, soweit man das irgendwie bewerten kann, der Referenzen an. Wo steht die Agentur bei Google? Wenn sie weit oben ist, kann man meistens von guter Qualität ausgehen. Natürlich heißt das aber nicht, dass alle Agenturen die weit unten stehen schlecht sind.
Findet man über Google vielleicht Beschwerden oder wird sich über die Agentur in irgendeinem Forum kaputtgelacht? Erst informieren und unbedingt auch die Meinung von Dritten einholen.

Warum ist der Beruf so beliebt?

Irrglauben und niedrige Hürden haben den Beruf des Webdesigners sehr beliebt gemacht.

Ein Irrglaube: Kreativitätsknopf bei Photoshop

Viele öffnen Photoshop mit der Erwartung ein einfaches Programm mit einen „Kreativitätsknopf“ vorzufinden. Dann stellen sie fest, dass Photoshop sehr komplex ist und dass der Kreativitätsknopf in keinem Menü zu finden ist. Viele lassen sich trotzdem nicht entmutigen und spielen ein wenig mit dem Programm rum. So entstanden viele grausame Internetseiten.

Ungeschützte Berufsbezeichnung

Jeder Depp kann sich Webdesigner nennen. Die ungeschützte Berufsbezeichnung bietet den unqualifiziertesten Leuten Zugang zu diesem Markt. Kein Kunde kann am Meistertitel ablesen, ob der Webdesigner eine vernünftige Ausbildung durchlaufen hat und weiß was er tut. So entsteht natürlich ein Überangebot; durch den Konkurrenzdruck fällt der Preis stetig.

Kein Kapital nötig

Wieviel Kapital braucht man, um in den Beruf einzusteigen? Richtig, fast nichts. Ein mittelmäßiger Computer und ein schlechter Bildschirm reichen meistens schon. Die Software muss gekauft werden; Büros sind nicht nötig. Die Stromkosten werden vielleicht etwas steigen, aber das nichts im Vergleich zu den Kosten, die andere Unternehmen haben.

Geringes Risiko

Was kann einem Webdesigner groß passieren? Es gibt nur wenige Risiken, die einem den Einstieg in den Beruf schwer machen.
Es gibt nicht viel teure Hardware, die kaputt gehen kann. Es können keine Achsen brechen wie bei einem Zug. Man muss kaum etwas investieren um seine Karriere zu starten, also kann man meistens auch nur wenig Geld verlieren. Es braucht nicht viele Mitarbeiter um ein Projekt einigermaßen über die Bühne zu kriegen. Insgesamt schlafen die meisten Webdesigner wohl ruhiger als viele andere Unternehmer.

Ein Irrglaube: Webdesign ist kinderleicht

An alle: Als Webdesigner ist man NIE komplett. Es braucht Jahre um die Theorie zu lernen und sie in die Praxis umsetzen zu können. Die vielen Homepage Baukästen und WYSIWYG Editoren lassen den Glauben entstehen, dass jeder eine gute Internetseite erstellen kann. Das ist vollkommen falsch!

30 Kommentare

  1. bulldrinker
    6. März 2009 um 19:24 Uhr

    Dazu kommen vielleicht noch Mediengestalter oder Grafik-Designer, die bisher nur Printmedien gestaltet haben und dann auf einmal meinen, sie könnten mal eben so auf Webdesign umsteigen.

  2. Christian
    6. März 2009 um 21:25 Uhr

    „Die Ahnungslosigkeit der Kunden ist hier das größte Problem.“

    Das ist vielleicht schon ein sehr großer und auch wichtiger Aspekt, aber auch das Geld ist ein Punkt. Die Leute möchten sparen und sparen und sparen und darum werden dann auch die günstigen Webdesigner genommen und nicht die, die halt einfach für ihr Geld auch entsprechende Leistung bringen. Dies hängt natürlich schon mit dem zusammen, dass die Leute einfach oft nicht wissen, was ein Webdesigner drauf haben muss, aber ich glaube, dass Geld noch vor der Ahnungslosigkeit kommt.

    • Xanes
      10. Oktober 2010 um 10:43 Uhr

      Ich merke auch selber das es meist am Geld liegt.
      Ein ganz lustiger war jemand, der sich ein ganzes Portal erstellen lassen hat. Preis lag bei 80€ (klingt ja auch schon verlockend). Das Design war 1 zu 1 kopiert von einer anderen Seite. Als ich Ihm dann meinen Preis genannt habe (es waren glaube ich ca. 550€ mit WordPress als System), meinte er, 100€ wären die Grenze. Für einen vorher hat er 80€ bezahlt, sei aber nicht zufrieden. Habe Ihm dann versucht zu erklären das man bei den Preisen auch nicht zufrieden werden kann. Aber das hat oder wollte (hat nicht viel Geld dafür übrig) er nicht verstehen.

      So ist es auch bei vielen anderen so. Geld kommt vor Leistung. Aber nachher hat man, wenn auch nur wenig, Geld verschwendet.

  3. Tobias
    6. März 2009 um 21:33 Uhr

    Klar ärgern die Hobby-Webdesigner die größeren Agenturen, allerdings sollte man das auch nicht überbewerten.
    Wenn man sich das mal überlegt was die „Kunde“ der Hobby-Webdesigner sind. Das beschränkt sich doch sehr stark auf den Blumenladen oder den Fußballverein, die eine Website wollen. Die größeren Unternehmen wenden sich dann schon an eine richtige Agentur, da dort einfach das Vertrauen größer ist. Und ich denke, dass man eine gute Agentur relativ leicht von einem Billig-Anbieter unterscheiden kann.
    Also von einem Kaputtgehen der Branche kann man sicherlich nicht reden.

    Des Weiteren kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand von Vereins-Seiten leben kann. Er kann das maximal nebenher betreiben und um sich weiterzubilden fehlt ihm wahrscheinlich die Zeit. Es wird also keine Invasion der Hobby-Webdesigner geben. Für gute Agenturen wird aus dieser Richtung keine Konkurrenz geben.

  4. Bondi
    6. März 2009 um 22:25 Uhr

    Über Design kann man streiten…und wenn der Kunde
    so ein schreckliches Layout haben und seine „scheiß“ Bilder eingebaut haben will, dann muss man dadurch, so Sachen sollte man dann nicht angeben als Referenz…..weil bei aller Designkunst, sollte man immer noch wirtschaftlich arbeiten auch wenn einem die Nackenhaare hochstehen.

    ..und wenn man bei myhammer.de sich mal die Preise anguckt,
    dann kann man sich schon paar Gedanken machen….

    Dazu die Preistreiberei der Agenturen…!! Es lebe der Webdesigner., ein Job mit Zukunft

  5. Bondi
    6. März 2009 um 22:43 Uhr

    nochwas…
    ein Webdesigner erkennt, ob die Konkurenz was drauf hat,
    ein Kunde, sieht das nicht, er guckt auf den Preis….
    und bei der Fülle, die jede Woche neu auf den Markt drängen,
    kann es nur zu Dumpingpreisen kommen, da jeder mal angefangen hat und jeder den Einstieg sucht…Dazu kommt, dass das Produkt Internetseite schwer einzuschätzen ist für Laien…

  6. Torsten
    6. März 2009 um 22:46 Uhr

    Der Beruf ist so beliebt weil, wie richtig beschrieben wurde, Kunden keine Vorstellungen haben, was überhaupt machbar ist. So schaffen es Hobbybastler manchen zu einer Seite zu bewegen. Die Seite sieht auch meist so aus, die Suchmaschinenfindbarkeit ist miserabel und RoI ist nicht in Sicht. Spricht man mal mit solchen Kunden wird auch die Kehrseite der Medaille klar: Sie wollen oder können nicht viel Geld ausgeben und sind froh, wenn es überhaupt einer macht. Der das dann überhaupt macht, sieht sich im Gestaltungsolymp und geht als „Webdesigner“ wieder los.

    Schlimm wird es, wenn ich neue Kollegen einstellen möchte. Dann bewerben sich sehr viele von diesen Bastlern und sind völlig verschreckt, wenn man sie wegen mangelnder Qualität nicht einstellen möchte.

    Bei allen Unschönheiten, so haben diese Bastler aber doch eine wichtige Funktion: Sie decken einen Markt ab. Und zwar einen Markt, den ich gar nicht betreten möchte.

    Ich biete Lösungen, Businessprozesse und Neukundengewinnung im Internet. Webdesign ist davon nur ein kleiner Teil …

  7. Mario
    6. März 2009 um 23:37 Uhr

    Photoshop ist NICHT! Webdesign. Ein guter Webdesigner kann sogar ohne ein Grafikprogramm überzeugen.

    Der oft gescholtene Mediengestalter versteht selbst wenn er eher „Printie“ ist ein wenig mehr von Zeilendurchschuss als dieser Blog 🙂

    Wäre dann eine andere Frage: Warum werden fachlich unterdurchschnittliche Blogs erfolgreich. Will die Masse niedriges Niveau?

  8. Kai
    7. März 2009 um 00:33 Uhr

    „Jeder Webdesigner klagt darüber, dass der Markt überschwemmt ist.“
    Ich hab noch keinen einzigen Webdesigner klagen hoeren, sondern alle meine Kollegen aber mehr als genug zu tun…

    Man merkt, dass du dir bei deinen Einleitung nicht wirklich Zeit laesst und nur nach ein paar Saetzen suchst, um das Intro zu fuellen. :-/

  9. mannheimer Mädchen
    7. März 2009 um 01:09 Uhr

    Am Schlimmsten finde ich,dass diese sog. Webdesigner ihre „Werke“ für 300 Euro oder weniger anbieten. Oder die Seite macht ein Cousin o.ä. Wieso mehr Geld bezahlen? Die Qualitätsunterschiede sind den Meisten nicht bewusst. Usability und Lesbarkeit bleiben auf der Strecke und wundervolle Tabellenlayouts oder Frontpage-Leichen sind die Folge.
    Das zieht den Ruf eines Webdesigners in den Keller

    mannheimer Mädchens letzter Beitrag..Der Blumentopfkuchen

  10. OrangeBlue
    7. März 2009 um 01:18 Uhr

    Klasse Artikel :).

  11. pibo
    7. März 2009 um 03:09 Uhr

    hey, die gleiche Frage stelle ich mir auch schon seit langem!

    meine Theorie dazu war immer, das jeder einen Webdesign-Job bekommt, weil es immer Webdesigner gibt, die manche jobs nicht machen wollen (nicht lukrativ genug) oder nicht bekommen (zu hohes Angebot)…

    ..

    Die Natur hat auch Ihre „Leichenfledderer“, die Tiere die das Ass fressen. – Im Grunde handelt der Webdesign-Markt ähnlich wie die Natur…

    ..

    Meine Gewissheit ist aber, dass der Markt sich in wenigen Jahren von den „schlechten“ Webdesignern trennen wird. Es wird bald ein Maß geben, wonach jeder „gutes“ Webdesign erkennen kann. Da bin ich mir sicher!?

  12. Markus
    7. März 2009 um 11:11 Uhr

    schöner Artikel, deckt sich absolut mit meinen Erfahrungen. Kommt immer wieder mal vor, dass man einen Pitch verliert und sich dann ansehen muss wie schlimm das endgültige Ergebnis geworden ist. Speziell wenn dann noch politische oder persönliche Entscheidungsgründe beim Kunden Vorrang haben wird’s bitter.

    Markuss letzter Beitrag..Google Analytics: Filter die das Leben erleichtern!

  13. Lennart Prange
    7. März 2009 um 13:31 Uhr

    Vielen Dank für eure zahlreichen und interessanten Kommentare.

    @Christian: Natürlich, die Kosten sind für den Kunden auch immer ein wichtiger Aspekt. Wie konnte ich das nur vergessen?

    @Mario: Es gibt immer etwas zu verbessern. Einige Sachen sind uns bekannt, andere vielleicht nicht. Ich würde mich über konstruktive Verbesserungsvorschläge freuen.

    @Kai: Da hast du wohl recht. Eigentlich sind die Einleitung ein sehr wichtiger Teil der Beiträge. Vielleicht sollte ich mir an der Stelle mehr Mühe geben.
    Marktüberschwemmung drückt sich aber nicht nur dadurch aus, dass man keine Aufträge mehr bekommt. Vielmehr werden dadurch die Preise in den Keller gedrückt und ich kann mir nicht vorstellen, dass du noch keine Klagen zu dem Thema gehört hast.

  14. Sven
    7. März 2009 um 20:36 Uhr

    Ich finde es sehr gut, dass du diesen Markt mal kritisch betrachtest. Ich bin nämlich sehr dafür, dass auch die Kunden (!) mal kritischer auf die tatsächlichen Fähigkeiten schauen und nicht mehr nur auf den Preis. Es muss hier ganz klar zu einer erneuten Wende kommen-Qualität statt Quantität.

  15. Nico
    8. März 2009 um 13:36 Uhr

    Du unterstellst, dass die alle ihr Photoshop bezahlt haben. Wenn ja, würde sich das auch etwas im Preis widerspiegeln.

    Grundsätzlich finde ich Erfahrungen im Printbereich sehr von Vorteil. Typografie geht im Web meist unter. Wenn man vorher mit InDesign oder Quark gearbeitet hat, bekommt man ein anderes Verständnis dafür. Besonders zeigt sich das meist auch im Logo oder bei Gestaltungsrastern. Aber das Gespür für das Web kann die Printerfahrung nicht ersetzen.

    Nicos letzter Beitrag..New blog design: keep it simple.

  16. Matti M. Matthes
    8. März 2009 um 19:22 Uhr

    „… Wo steht die Agentur bei Google? Wenn sie weit oben ist, kann man meistens von guter Qualität ausgehen.“

    Wenn das so einfach wäre !!! Nach welchen Begriffen soll denn der zukünftige, aber gerade verunsicherte Web Design Auftraggeber suchen?

    Kleiner Test: gebt bitte mal „gutes Webdesign“ und zum anderen „professionelles Webdesign“ als Suchbegriffe ein und checkt die ersten 20 Treffer im Vergleich zu euren eigenen Vorstellungen von gutem Web Design durch.

    Das Ergebnis dürfte interessant und streitbar werden.

  17. Lennart Prange
    8. März 2009 um 19:35 Uhr

    @Matti: Ok, Einwand akzeptiert. Obwohl es natürlich auch darauf ankommt, wie man sucht. Ich hätte es eher mit Internetagentur versucht oder Webdesign Freelancer. Habe die Ergebnisse aber auch noch nicht durchgecheckt.

  18. Elusian
    8. März 2009 um 20:36 Uhr

    „Freelancer“? Auwee, solche Suchbegriffe darfst du von einem normalen Durchschnittsbürger der BRD nicht erwarten. Man sollte bei deutschen Begriffen ansetzen. und Man sollte schon vorher solche Sachen prüfen, bevor man sowas als These aufstellt. Hier wäre eine größere Studie aus den beiden Streikreisen unter Kunden weitaus nützlicher gewesen. Und es stimmt schon, wer gut ist, bekommt auch irgendwann entsprechende Aufträge. Der Markt ansich ist noch recht offen, für viele kommt das nur so überfischt vor, weil beide Parteien auf gleicher Ebene sich wiedertreffen, dass ist noch nicht annähernd so schlimm wie bspw. im Handwerker-Gewerbe.

    Ich hätte mir vom Artikel Fakten gewünscht, keine Thesen.

  19. Webdesign Berlin
    9. März 2009 um 11:31 Uhr

    Die meisten „Kunden“ suchen agenturen oder Freelancer in der Umgebung. Äusserst selten das Aufträge aus München in Berlin erledigt werden. Kann man aber auch nicht pauschal sagen. Gibt ja nichts was es nicht gibt.

    Finde den Beitrag gut, wenn auch Punkte fehlen, so is es doch ne gute Zusammenfassung. Ich habe allerdings selbst ein Problem mit der Berufsbezeichnung „Webdesigner“. Jedenfalls schäme ich mich unter Freunden auf die Frage „was machst du eigentlich?“ mit Webdesigner zu antworten.

    Als Webdesigner hat man meist (oder immer) die Aufgabe, den Kunden von seinen schlechten Ideen abzubringen. Viele kommen da ja mit haarsträubenden Gedanken an. Viele Kunden finden es aber „freundlicher“ wenn man genau das macht, was sie wollen. Auch wenn es keinen Sinn ergibt. Da ist schon sehr viel feingefühl gefragt, da Menschen auf Wiedersprüche meist genervt reagieren.

    Webdesign Berlins letzter Beitrag..IE6 Aktualisierungs Hinweise auf Webseiten

  20. Michael Geißler
    9. März 2009 um 14:44 Uhr

    Hmm, was in meinen Augen noch gesagt gehört: Viele Webdesigner im unteren Preissegment machen das Webdesign neben ihrem eigentlichen Beruf. Da diese Menschen nicht vom Webdesign leben müssen, sondern ein sicheres Einkommen haben, ergibt sich folgendes Probleme:
    Solche Leute drücken den Preis ungemein, sie können es sich ja leisten, völlig schiefe und unrealistische Kalkulationen zu machen, es handelt sich um ein Nebeneinkommen.

    ABER: Ein Nebenberufler kann es sich eben auch leisten, ein Webdesignprojekt „schlampiger“ umzusetzen, zudem wird er seltenst den gleichen Grad an Know-How aufweisen können, wie ein Huaptberufler.
    Also Augen auf beim Homepagekauf!

    Ansonsten hätt ich mir an der ein oder anderen Stelle ein wenig mehr Detail gewünscht, so huscht man schon recht schnell durch einen Artikel, dessen Thematik eigentlich viel hergibt.

  21. Mario
    16. März 2009 um 13:29 Uhr

    Die meisten „Kunden“ vom Anwalt über den Bäcker von nebenan suchen gar nicht im Internet. Das läuft old-school über Empfehlung und Mundpropaganda – egal ob Dorf oder Großstadt.

    Mittlere und größere Unternehmen suchen, holen Angebote ein oder schreiben gar aus.

    Wer oben bei Google steht, versteht was von SEO evtl. auch von gutem Code, mit Design hat das nichts zu tun. Ein hoher PageRank kann zwar ein Indiz sein, muss aber nicht.

    Die neuen „Kriterien“ die für jeden gutes Web Design erkennbar machen, die möchte ich sehen. Auch im Grafik- und Print Design gibt es schon jahrzehntelang „Scharlatane“ genau so wie dumme Kunden. Es wird immer Menschen mit mehr Geld als Verstand geben, anders würde auch RTL oder auch 9Live nicht so erfolgreich sein 🙂

  22. Suma Mayer
    21. März 2009 um 20:02 Uhr

    Nun, erst einmal kann man nicht „den Kunden“ als solches als ahnungslos hinsichtlich Design nennen. Jeder Kunde hat seinen spezifischen Geschmack – da müssen wir uns auch teilweise selbst an die Nase fassen, wenn wir teilweise versuchen dem Kunden einen Stempel aufzudrücken, den er gar nicht haben möchte. Hinsichtlich Kunst und Geschmack sollte man sich auch manchmal dem Kunden anpassen.

    Aber: eine Webseite muss natürlich in erster Linie verkaufen. Ob direkt oder indirekt. – Daher muss man bei einem Erstgespräch das Gespür haben was der Kunde eigentlich will, wie er tickt und ob das was man ihm anbietet auch das ist was er haben will.

    Webdesign muss etwas mit Design zu tun haben. Das versuche ich unseren Kunden immer zu vermitteln. Ein Kunde, der nicht versteht, dass Webdesign-Dienstleistungen Geld kosten, versteht auch nicht warum die billig Kerze aus dem 1 Euro Shop nach 2 Minuten abgebrannt ist und der Tisch in Flammen steht.

    Es gibt immer – in jeglicher Lebenlage – jemanden, der einen Preis unterbieten kann. Ob legal oder illegal (habt ihr auch alle Photoshop gekauft?). Da eine Webseite Mehrwert schaffen muss (verkaufen muss!), muss sich ein Kunde fragen, ob er gute Geschäfte machen möchte, oder ob er es sich leisten kann einen miserablen Webauftritt zu haben über den ihn niemand anspricht. Eine Webseite muss heute mehr denn je Vertrauen schaffen. Das erreiche ich nur mit gutem Design, guter Stuktur, gutem Auffinden und gutem Content.

    Wer billig kauft, muss mit den Konsequenzen leben.
    Wer billig produziert, wird nie großen Umsatz generieren.
    Der Markt regelt sich (irgendwann) von selbst.

  23. Webdesigner
    14. April 2009 um 13:59 Uhr

    Wollte nur kurz auf meinen Artikel unter http://www.pixel-kingdom.com/top_news/quo-vadis-webdesign/ aufmerksam machen…

    Webdesigners letzter Beitrag..Typografie fürs Webdesign

  24. Webkonzept
    4. November 2010 um 22:43 Uhr

    Ich bin mit Ihre Meinung nicht einverstanden, wenn man als Webdesigner seine Leistungen an Unternehmen richtet muss er mitrechnen, dass er sich bewerbt und seine Qualifikationen vorzeigen soll sonst kommt er nie zum Auftrag, ich erzähle von meiner persönlichen Erfahrung. Wenn es um Handwerker oder Private Personnen geht dann könnte das mal passieren. Gute Webdesigner werden weiterhin gefragt.

  25. Rolf
    27. März 2011 um 19:15 Uhr

    Also ich kann da nur zustimmen, das es sehr viele Webdesigner im Internet gibt. Täglich kommen etliche hinzu, Jeder Webdesigner muss dann nüchtern sich beweisen, ob er seine gute Top Ten Platzierung bei Google noch halten kann. Konkurrenz sollte es unter den Webdesigner schon geben. Das Vermarkten der Homepage ist heute schon wichtiger als das Design der Website. Eine gute Platzierung ist heute mehr Wert, als eine übertriebene Design Site.

  26. Hörnchen
    10. Mai 2012 um 10:36 Uhr

    Es gibt in Deutschland nicht die geschützte Berufsbezeichnung Webdesigner, aber dafür gibt es den Mediengestalter.

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