Mobiler, interaktiver und höher aufgelöst.
Das Jahr 2011 können wir jetzt auch abhaken. Was hat es uns gebracht? Im vergangenen Jahr fanden HTML5 und CSS3 große Beliebtheit und gehören bei neuen Webseiten mittlerweile zum Standard. Responsive Webdesign wurde ein großes Thema und die Browserevolution hat sich wieder einmal beschleunigt – nur noch Microsoft’s IE hängt hinterher. Aber das kennt man ja schon.

Was wird das neue Jahr 2012 der Webdesign-Branche bringen? Optisch ist alles erlaubt was einprägsam, zielführend und den Nutzer nicht verwirrend ist. Von minimal bis zu bombastischen Hintergründen ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Technisch ist allerdings viel in Bewegung. Hier bekommst du einen Überblick die Trends 2012.
Der Siegeszug mobiler Internetgeräte wird noch einmal Fahrt aufnehmen. Laut Vorhersagen, bleibt nur noch ein Jahr bis schließlich mehr Menschen mit mobilen Geräten online sind als mit Desktop Computern. Schaut man auf die hohen Verkaufszahlen von Tablets und Smartphones, wird dieser Paradigmenwechsel bald zutreffen.
Für uns Webdesigner wird dieses Thema bald unumgänglich sein. Gibt es jetzt noch viele Projekte, die mit einer “normalen” Webseite auskommen, wird bald kein Weg an Anpassungsfähigen Webseiten (Stichwort Responsive) vorbei führen. Im Interesse der Kunden und noch mehr im Interesse der Nutzer. Hier bedarf es aber noch viel Überzeugungsarbeit, denn längst nicht jeder Kunde erkennt die Wichtigkeit dieses Trends.
2012 sollen laut Gerüchteküche von Apple iPads und MacBooks mit Retina-Display auf den Markt kommen. Dabei ist die Auflösung so hoch, dass ein Pixel nicht mehr einem sichtbaren Bildpunkt entspricht. Wie auch schon jetzt beim iPhone 4s und anderen Smartphones müssen Bilder doppelt so groß verwendet werden, damit sie scharf dargestellt werden können. Skallierbare Grafikformate wie SVG, welches mittlerweile browserübergreifend als img-Quelle und CSS background-image unterstützt wird, kann nun öfter genutzt werden. Eingebundene Schriftarten sind ebenfalls skalierbar und werden auch herangezoomt noch scharf dargestellt.
Für normale Fotos auf Webseiten muss man sich erst einmal mit Notlösungen in Form von Abfragen per JavaScript oder PHP zufrieden geben. Die Angabe von mehreren auflösungsabhängigen Bildquellen ist beim img-Tag noch nicht vorgesehen.
Auch für eingebettete Videos gibt es erste Lösungen, damit sie problemlos in Responsive Webdesigns verwendet werden können.
Die Benutzbarkeit (Usability) von Webseiten und Webapps kann durch kleine Animationen deutlich verbessert werden. Mit Hilfe von HTML5, Canvas und CSS3 Animationen ist dies mittlerweile in allen aktuellen Browsern kein Tabu mehr. Sinnvoll eingesetzt, erleichtern Sie die Benutzung und der Zugang zu Inhalten.
Erste Rauchzeichen von CSS4: CSS3 ist in Module unterteilt. Dieser Umstand macht es den Browserherstellern leicht, neue Funktionen in Form einzelner Module einzubauen. Während der IE9 auch 2012 noch viele CSS3 Module nicht unterstützt, wird beim W3C schon an den ersten CSS4 Bausteinen gefeilt.
Neue Scriptsprachen? Google stellte im Oktober 2011 eine neue Scriptsprachen für Browser vor. Dart soll langfristig eine JavaScript Alternative darstellen. Allerdings steht Google mit seinen Plänen JavaScript durch Dart zu ersetzen allein auf weiter Flur. Neben Microsoft haben auch Apple und Mozilla Google eine klare Absage erteilt.
Hoffen auf Internet Explorer 10: Auch wenn so mancher Webdesigner die Hoffnung in den IE schon längst aufgegeben hat, die Version 10 des Browsers soll dann auch mal CSS3 weitgehend unterstützen.
Was für mich gutes Webdesign ist, ändert sich nicht. Aber: Keine gestalterische Branche ist so technologiegetrieben wie die Webdesign-Branche. Wer nicht am Ball bleibt, verpasst den Fortschritt. Nachdem schon seit vielen Jahren postuliert wird, dass Webdesign etwas ganz anderes als Printdesign ist, müssen jetzt Taten folgen. Mit Endgeräten die auf der einen Seite immer größer werden und auf der anderen Seite immer mobiler, müssen sich Webseiten ihrer Umgebung anpassen. Das sollte künftig schon beim ersten grafischen Entwurf berücksichtigt werden.
Lukas
2. Januar 2012 um 15:58 UhrMehr mobile Nutzer als Desktop-Nutzer? Schon in diesem Jahr? Kann ich mir noch nicht so ganz vorstellen, ist aber sicher auch vom Projek tabhängig.
– nicht völlig vergessen.
Die größeren Auflösungen werden denke ich die größten Probleme bereiten. Einerseits muss man darauf achten, dass Leute mit großen Auflösungen keine Lupe brauchen, andererseits darf man auch Leute mit kleinen Monitoren oder langsamen Internetverinbungen – mich eingeschlossen
Wird auf jeden Fall wieder ein spannendes Jahr, aber in welchem Jahr ist das nicht so?
Matthias
4. Januar 2012 um 12:34 UhrDas mit den großen Auflösungen halte ich im Moment noch für übertrieben, denn nicht jeder (auch nicht jeder Designer) besitzt einen Mac mit solch einem Display. So wie das 960er Grid noch immer unangefochten ist, obwohl wir inzwischen in einer Breitbild-Welt mit großen Monitoren leben.
Vincent
4. Januar 2012 um 16:54 UhrGute Zusammenfassung was uns im nächsten Jahr entgegenkommt.……
der Nachteil wenn alles “Retina” wird das man so arg viel Speicherplatz braucht bei doppelt so hochauflösenden Bildern
..
Grüße
Vincent
Florian
5. Januar 2012 um 12:44 UhrZum Thema “Die Angabe von mehreren auflösungsabhängigen Bildquellen ist beim img-Tag noch nicht vorgesehen.” habe ich auf Slideshare einen Link zu einer Präsentation von Dirk Jesse gefunden. Schau da mal auf Folie 33: http://slidesha.re/ylO3BN
Ob das allerdings browserübergreifend unterstützt wird, kann ich gerade nicht sagen.
Das Thema “Responsive Weblayout” finde ich sehr spannend und versuche gerade, mich da einzuarbeiten. So verwendet das “1140 Fluid Grid” einen interessanten Ansatz: http://cssgrid.net/ – Ausführliche Einführung dazu: http://www.elmastudio.de/tipps-und-tools/das-1140px-grid-system-mit-css3-media-queries-fur-mobile-gerate-optimiert/
Carsten
5. Januar 2012 um 17:54 UhrIE 10 ? Rofl… bin mal gespannt, ob man als Programmierer wieder alles doppelt und dreifach optimieren muss, weil es im firefox supi und im IE zerschossen ist…
Mathias
14. Februar 2012 um 00:30 UhrChrome ist auch nicht außer Acht zu lassen
Den Mobile Bereich sollte man durchaus ernst nehmen. Statistiken und Hochrechungen sagen, dass Ende 2012 mehr als 20% der Internetnutzer über Mobile Surfen. Also eine echte Pflicht für den Webdesigner. Je früher man jetzt aufspringt desto besser
Ewgenia
7. Januar 2012 um 23:13 UhrNa, bis der IE10 draußen ist, wird CSS3 schon wieder überholt sein… Auf die Entwicklungen bezüglich responsiver Design bin auch ich gespannt. Bislang habe ich mich nur nebenbei damit beschäftigen können, allerdings denke auch ich, dass bis Ende 2012 das (oder etwas ähnliches) zentral wichtig fürs Webdesign werden wird. Umher, da gebe ich Dir recht, wird man wohl nicht kommen. Schöne Zusammenfassung!
Pascal
11. Januar 2012 um 12:33 UhrSchöner Beitrag, die Aussichten hören sich vielversprechend und spannend an. Hoffen wir nur, dass Standards definiert werden, die auch alle Browserhersteller berücksichtigen. Wir sollten froh sein, wenn HTML5 und CSS3 flächendeckend unterstützt werden, dann wären wir einen Schritt weiter…
Dana
12. Januar 2012 um 17:10 UhrDanke für den interessanten Ausblick. Ich glaube neben dem Design wird auch die Integration von sozialen Netzwerken 2012 ein große Rolle für Webseiten spielen. Bin schon gespannt, was sich alles tuen wird.
Stefan
15. Januar 2012 um 13:11 UhrWenn ich das richtig lese, dann scheint dieses Jahr nicht allzuviel in Richtung innovatives Webdesign zu gehen, Eigentlich aber auch nicht verkehrt, dann geht eher was in Sachen Softwaredesign und Ausbau der Internettechnik… Persönlich hoffe ich, dass der Markt in Bezug auf das Oberflächendesign von mirkro-Apps und Gadgets ins Rollen kommt und multibrowser-content mit REST dem Webdesign mehr Leben einhaucht. Für alle die auch noch neue Anreize für 2012 suchen , von mir ein Tipp zu einer interessanten kurzen Lektüre: Hypes und Trends – erkennen und filtern.
Vielen Dank für den Artikel !!
Polaris
27. Januar 2012 um 10:10 UhrHTML 5 und CSS 3 werden uns in Zukunft sicherlich einige Erleichterungen mitbringen. Die Flash Technologien werden bei Webentwicklern dadurch noch weiter an Boden verlieren. Was meiner Meinung nach auch gut so ist. Hoffentlich werden sich die verschiedenen Browserhersteller in der Einbindung der Standards einigermaßen einig, besonders der IE ..;-)
Rafael
29. Januar 2012 um 19:24 UhrIch stimme Carsten & Ewgenia hier zu.
Es ist einfach tierisch nervig permanent die aktuellen Projekte speziell für sämtliche IE-Varianten anpassen zu müssen.
Aus diesem Grund hoffe ich, dass Microsoft es endlich verstanden hat und jetzt angemessen nachlegt.
Wir werden es sehen, richtig?
Philipp
7. Februar 2012 um 18:41 UhrResponsive Webdesign wir 2012 noch wichtiger werden. Mobile Geräte sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und werden beruflich wie privat immer stärker genutzt werden. Damit einhergehend wandeln sich die Ansprüche an Websites. Kunden springen nun langsam auf den Zug auf.
Dirk
8. Februar 2012 um 22:20 UhrIch komme eigentlich mit dem IE und allen anderen Browser immer problemlos zurecht und habe wenn dann immer mit dem Firefox meine Probleme. Irgendwie läuft dann früher oder später doch alles in allen Browsern.
Guido
12. Februar 2012 um 18:52 UhrOhje. Ob der IE10 dann so der große Segen ist, bleibt denn doch abzuwarten. Im übrigen ein interessanter Ausblick auf mögliche Entwicklungen in diesem Jahr.
Oliver
12. Februar 2012 um 19:16 UhrAuf den IE 10 bin ich ja auch mal gespannt. Der Trend für mich dieses Jahr sind Responsive Websites, da diese Webdesign eine neue Dimension geben. Die meisten Kunden sind fasziniert von den Möglichkeiten, die dadurch entstehen.
Mike
13. Februar 2012 um 14:14 UhrJa kann ich von meiner Erfahrung sagen, dass es sehr oft bequemer ist mit Mobil Internet zu benutzen
Erfer
14. Februar 2012 um 17:37 UhrDas die Anzahl derjenigen, die mit dem Smartphone im Internet surfen, die Anzahl derjenigen, die mit dem Computer surfen, überholen wird, bezweifle ich. Ich bin mir zwar bewusst, dass es nicht das eine oder das andere ist, aber in meinem Freundeskreis ist das einfach nicht so vertreten und somit kann ich mir das einfach schwer vorstellen. Gibt es eigentlich irgendwelche Zahlen zu dem Prozentanteil der Personen, die mit ihrem Handy ins Internet gehen? Wäre mal interessant.
Mirko Voß
17. Februar 2012 um 22:57 UhrIch biete jeden Kunden schon eine Mobile Version an. Fast 19% sind schon Mobil unterwegs.
Coco
18. Februar 2012 um 13:41 UhrDer gute, alte IE… Ich hätte nie gedacht, dass mich mal zwei Buchstaben derart an den Rand der Verzweiflung bringen würden. Ständig was Neues, das mal wieder nicht funktioniert. Dass das plötzlich mit dem IE 10 aufhören soll und alles läuft, halte ich genauso für ein Gerücht, wie beim IE 9.
Thilo
18. Februar 2012 um 23:18 UhrBei meiner Seite ist mit Mobile noch nicht viel los.
Auf den IE 10 bin ich auch gespannt.
Ich habe aber auch so noch viel zu tun da bräuchte ich keinen IE10.
Maximilian
21. Februar 2012 um 23:29 UhrHallo,
zum Thema “Mobile” ich habe heute zufällig einen Vortrag gehört in dem es um “Usability von Mobilen Geräten” ging. Und dort wurde auch erwähnt dass Weihnachten 2011 mehr Smartphones als Handys Verkauft wurden und sich dass bis jetzt nicht geändert hat. Schon bald werden mehr als 50% von Mobilen Geräten aus Surfen spätestens nach “Kindel Fire”
Grüße Max
Gamer
22. Februar 2012 um 00:18 UhrIch finde den IE9 bisher nicht so miserabel, wie seine Vorgänger. Bei CSS-Gradients hat er zwar noch so seine Macken, aber ich denke die Jungs von Microsoft sind endlich auf einem guten Weg den nächsten Browser weitestgehend konform zu gestalten.
Mika
25. Februar 2012 um 13:49 UhrIch denke auch das Responsive Webdesign eine große Rolle 2012 spielen wird. Wir merken diesbezüglich das immer mehr Anfragen kommen und sich unsere Kunden darüber viel mehr Informieren möchten.
Gruß Mika
Marcus nanoware
25. Februar 2012 um 21:40 UhrSehr nett. Nicht sehr detailiert aber ein netter Overview.
Die 2012 + Ausrichtung beim Webdesign liegt sicher im Schwerpunkt auf mobile Endgeräte. Hier wird es jeder Webagentur irgendwann dämmern, dass ein Webkonzept für einen Kunden nicht mehr ohne eine mobile Anwendung auskommt. Da werden die typischen Browserprobleme (IE6,7,8,9,10, FF, Crome…) gleich mal multipliziert pro Endgeräte-Typ. Vielleicht hilf der HTML5 Standart ja beim Aufräumen.
Harald
26. Februar 2012 um 03:12 UhrDie Anzahl interaktiver Seiten, genauso wie die Nutzung von mobilen Endgeräten wird 2012 mit Sicherheit steigern. Umso wichtiger ist es das Webdesign darauf abzustimmen. Trotztdem muss dabei immer auf ein einfaches Content Management System geachtet werden, um auch unerfahreneren Menschen die Möglichkeit zu geben ohne ständigen Kontakt zu einer Webagentur die Webseite aktuell zu gestalten
Jan
28. Februar 2012 um 18:59 UhrVielen Dank für die interessante Zusammenfassung.
Das wäre ja mal ein echtes Highlight, wenn sich der IE10 um Standards schert (in der Praxis jedoch wohl weniger relevant, da ich aktuell immer noch noch weitaus mehr Traffic von IE7&8 verzeichne als 9).
Als wichtigsten Punkt würde ich auch das responsive Design einordnen wenn man sich einmal die Verkaufszahlen der Tablets und Smartphones anschaut.
A
4. März 2012 um 22:13 UhrFür mich wird das Thema im Blick auf die mobilen Geräte immer wichtiger, denn auch ich selber bin immer merh mobil im Internet unterwegs. Da stoßt man auf so einige schlechte Dinge.
Pascal
10. März 2012 um 21:07 UhrSchöner Beitrag, ich denke mit dem ein oder anderem könntest du recht haben.
Matze
11. März 2012 um 16:08 UhrDas neue Ipad 3 besitzt das hochauflösende Retina-Display. Da geht es schon los. Aber dass dieses Jahr mehr mobile Tablet-Nutzer als PCs im Internet unterwegs sein werden, wage ich noch zu bezweifeln. Natürlich lassen steigende Tabletverkaufsstatistiken darauf schließen, doch PC vs. Tablet…
phil
14. März 2012 um 15:01 UhrIch halte weder IE 10 noch FF für die Browser der Zukunft. Chrome wird das Rennen machen. Und das wird dann ein Traum für Designer.
Andreas Achatz
20. März 2012 um 22:58 UhrWebseiten werden verstärkt responsive umgesetzt um auch auf mobilien Endgeräten gut auszusehen. Das gute 960er Grid hat sich aber bei mir durchgesetzt und es sind immer mehr mobile Geräte im Web. Man sollte seine Webseite einfach klein und responsiv halten.
2013 wird das Jahr für mich sein wo ich meine Webseite responsiv hab und nur noch so entwickle. Ich denke das ist ein wichtiger Schritt!
Mika
24. März 2012 um 19:25 UhrIch denke das Responsive Webdesign ein großes Theme 2012 sein wird. Wir merken es, da immer mehr Kunden nach Responsive Webdesign anfragen.