Webdesigner als Berater: Kunden überzeugen

  • von Lennart Prange

beratung Ein Webdesigner hat auch eine beratende Funktion. Die meisten Kunden haben kein Fachwissen und wir müssen diese verantwortungsvoll beraten. Ihr solltet die Tabus kennen und Fragen wie „Können Sie nicht die Nationalhymne im Hintergrund abspielen? Ich finde das immer schön wenn auf einer Webseite ein wenig Musik im Hintergrund ist.“ sofort klären und den Kunden davon überzeugen, dass so etwas der falsche Weg ist. Das ist leichter gesagt als getan, wer sich aber auf solche Sachen vorbereitet, wirkt häufig überzeugend und kriegt den Kunden dazu, das Richtige zu tun.
Ich möchte nun die meiner Meinung nach besten Methoden zur Kundenüberzeugung aufzählen und erklären. Über Ergänzungen würde ich mich freuen.

Social Bookmarks, Kommentare und Abstimmungen bei Yigg würden mich freuen.

Argumentiert mit Zahlen, Fakten und eurer Erfahrung

Ihr seit die Fachmänner und der Kunde muss euch eigentlich blind vertrauen (geht aber nicht davon aus, dass er das tut diagrammund nicht einen Dritten befragt).  Belegt jede Aussage mit euren Erfahrungen, Fakten, Zahlen und den Erfahrungen von anderen. Bleibt dabei die ganze Zeit über verständlich. Fachwörter usw. sind unbedingt zu vermeiden. Am wichtigsten: Denkt bei den Zahlen, Diagrammen oder was auch immer daran, wie eure Kunden den Erfolg einer Website messen. Versucht möglichst viel mit Geld oder sonstigem Gewinn in Verbindung zu bringen. So gut wie jeder, der in eine professionelle Homepage investiert, möchte damit in irgendeiner Weise einen Gewinn machen, damit sich die Investition rentiert. Macht euch das zu nutze.
Damit sollte die meiste Arbeit getan sein. Wer sich verständlich ausdrücken kann, ist höchstwahrscheinlich in der Lage, Kunden zu überzeugen.

Alltagsbeispiele

Bei einigen Dingen ist ein Vergleich mit alltäglichen Gegenständen und Situationen wirklich sinnvoll. So könnt ihr Fachbegriffe einfach weglassen und Kunden von vielen Dingen überzeugen. Das Ganze wird viel verständlicher.

Beispieldialog:
Kunde: „Warum sollte ich für Suchmaschinenoptimierung bezahlen?“
Webdesigner: „Ganz einfach: Stellen Sie sich vor, eine Firma würde eine herausragende Kaffeemaschine erfinden, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt und günstig herzustellen ist. Allerdings verkaufen sie diese nur von sich aus und machen ein wenig Werbung in der lokalen Zeitung. Wie viele Kunden wird dieses Unternehmen wohl haben? Gute Suchmaschinenoptimierung kommt einem Verkauf in allen großen Elektronikmärkten gleich. Kurz und knapp: Normalerweise steigert Suchmaschinenoptimierung Ihren Gewinn maßgebend!“

Argumentiert mit dem Sinn einer Internetseite

sinn Versucht dem Kunden beizubringen, dass der Sinn von Internetseiten Kommunikation ist und ihr als Webdesigner alles versucht um diese zu verbessern, aber nicht einzuschränken. Beschreibt ihnen, was Besucher und speziell die bestimmte Zielgruppe von einer Seite erwarten und es wird klar werden, dass Technologien wie Flash nur selten sinnvoll sind.

Der Kunde will immer noch Flash? Gut, dann

macht es einfach. Der Kunde ist König und wenn ihr ihn mit den oben genannten Mitteln nicht überzeugen konntet, wird er sich wohl nicht von seinem Standpunkt abbringen lassen.

5 Kommentare

  1. NeX
    9. September 2008 um 21:17 Uhr

    Sehr Guter Artikel, schnelle Umsetzung aus dem Kommentar =)

  2. Lennart Prange
    9. September 2008 um 22:16 Uhr

    Danke. Gut, dass du mich daran erinnerst. Ich muss noch ergänzen, dass die Idee nicht von mir kommt.

  3. OrangeBlue
    10. September 2008 um 01:33 Uhr

    Ja wie immer, SUPER halt ! Hab den Blog ja nicht umsonst in meinen Favoriten 🙂

  4. Marvin
    10. September 2008 um 16:07 Uhr

    Ja sehr guter Artikel! ic freu mich immer schon wenn mein Feedreader anspringt 😉

    Marvins letzter Beitrag..8 großartig gestaltete Blogs

  5. Lennart Prange
    10. September 2008 um 18:13 Uhr

    Danke! So soll das sein Marvin ;).