Wie sieht eine gute Nachrichtenseite aus?

Viele konsumieren Nachrichten im Internet. Dieser Beitrag durchleuchtet einige Seiten und will feststellen, was eine gute Newsseite ausmacht.

  • von Lennart Prange

Die Planung und Gestaltung Content intensiver Webseiten bringt mir persönlich besonders viel Spaß. Deshalb achte ich natürlich ganz besonders auf das Design, wenn ich eine Nachrichtenseite besuche.

Es gibt sehr viele Zeitungen und Nachrichtenportale. Sie haben häufig verschiedene Zielgruppen und einen komplett anderen Internetauftritt. In diesem Beitrag zeige ich euch, welche Nachrichtenseiten ich am besten finde und warum.

Die Inhalte gelten in diesem Beitrag nicht als Begründung. Ich lese natürlich nicht unbedingt auf der Seite, deren Design mir am besten gefällt, sondern auf der Seite, deren Berichterstattung mir am meisten zusagt. Aber in diesem Beitrag geht es nur um das Design.

Was soll dieser Beitrag?

Wahrscheinlich werden die wenigsten von euch in naher Zukunft irgendwo ein großes Nachrichtenportal gestalten. Trotzdem sind die Tipps in diesem Beitrag meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen. Sie beschränken sich nicht auf Nachrichtenseiten, sondern sind meiner Meinung nach für alle Content intensiven Webseiten interessant und teilweise auch so allgemein, dass letztendlich jeder Webdesigner irgendwas von dem Beitrag haben sollte.

Was ich erwarte

Bevor ich zu den einzelnen verschiedenen Seiten komme, möchte ich erst mal erklären, welche Kriterien eine Nachrichtenseite erfüllen muss, um meiner Ansicht nach gut zu sein.

Nachrichten sind ein kompliziertes Thema. Es gibt so viele davon, dass man wohl unmöglich alle aufnehmen kann, wenn man am Tag noch etwas anderes vor hat. Da ich von einer Internetseite nicht vorgeschrieben bekommen will, was ich lesen möchte, muss mir erst mal ein kompakter Überblick geboten werden. Ich will Überschriften scannen, um zu entscheiden, was für mich besonders interessant ist.

Auch wenn ich weiß, dass die Verlage ihre Printprodukte retten wollen und dafür Geld benötigen, erwarte ich einen anständigen Umgang mit Werbung. Layer sind absolut nervig und wenn ich Werbung nicht sofort und eindeutig identifizieren kann, ist das schlecht.

Eine enorme Bedeutung hat für mich auch die Gestaltung der einzelnen Beiträge. Ich will den Inhalt ungestört und angenehm erfassen können. Um das zu gewährleisten ist nicht nur gute Typographie nötig. Wenn eine Bildergalerie bei jedem Klick auf den Weiter-Button die komplette Seite neu lädt, nervt das einfach. Ich habe kein Problem mit Werbeanzeigen im Inhalt, werden diese aber zu aufdringlich/störend, stört mich das.
Es ist meiner Meinung nach immer ganz gut, wenn Artikel verlinkt sind, die mehr zum Thema anbieten. Ich habe es aber schon erlebt, dass zu einem drei verschiedene Alternativen angeboten wurden, die zwar alle eine unterschiedliche Überschrift aber trotzdem fast genau den gleichen Inhalt hatten. Das ist verwirrend und verschwendet meine Zeit.

Außerdem freue ich mich darüber, wenn die Möglichkeiten des Internets ausgenutzt werden. Dazu kann die anspruchsvolle Visualisierung von Informationen gehören, Videos und Bilder sind fast selbstverständlich.

Es gibt für mich noch viel mehr Kriterien. Daher stoppe ich das jetzt lieber und gehe zu den Beispielen über, die mir ja noch genug Raum geben, um weitere wichtige Merkmale zu nennen.

Beispiele

Jetzt folgen die Beispiele. Leider bräuchte man für die Besprechung der einzelnen Seiten eigentlich jeweils einen ganzen Beitrag. Ich kann unmöglich immer alle positiven und negativen Punkte nennen. Daher beschränke ich mich auf Aspekte, die mir ins Auge gesprungen sind.

Den Anfang macht Focus Online. Die Seite ist noch ziemlich frisch und so sieht sie auch aus. Die Seite wirkt sehr modern, durch den großzügigen White Space auch angenehm und übersichtlich.

+ Positiv – Negativ
Übersichtlich Kommentarsystem ist sehr nervig
Großzügige Verwendung von White Space Die erweiterte Suche
Modernes und sauberes Erscheinungsbild Großflächige Werbeanzeige auf der Startseite

Auch wenn ich Nachrichten hauptsächlich auf deutschsprachigen Seiten lese, passen in diesen Beitrag ja auch welche aus dem amerikanischen Markt. Reuters hat zwar auch eine deutsche Seite, die aus Amerika gefällt mir aber wesentlich besser.

+ Positiv – Negativ
Sehr viele Schlagzeilen auf den ersten Blick Keine Einleitung zu den einzelnen Artikeln
Erfrischendes, ungewöhnliches Layout Maximal ausreichende Integration von Twitter, Facebook und Co.
Gut gelöste Navigation Überladene Navigation
Sehr cooles Markets Modul (rechts auf „open“ klicken) Gewöhnungsbedürftige Ausrichtung der Navigation und des Logos
Sehr übersichtlich, überhaupt nicht überladen trotz sehr viel Content

Ich gebe zu, dass das Ganze streitbar ist. Ich habe zu dem Design viele positive und negative Stimmen gehört (bzw. gelesen). Allerdings war das kurz nach dem Relaunch und der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier. Vielleicht hat sich die anfängliche Enttäuschung bei einigen Lesern ja mittlerweile wieder gelegt. Ich glaube, nach dem umfangreichen Redesign im Dezember 2009 wurden auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen.
Ich persönlich mag das Design und bin gerne bereit auf Einleitungen zu allen Artikeln zu verzichten.

Es ist aber auch Geschmacksache, ob man für jede News noch eine Einleitung haben will. Dann wird man mit reuters.com nicht glücklich werden. Die Einleitungen kann man auf verschiedene Weisen unterbringen. Das kann man zum Beispiel so machen wie bei der New York Times.

+ Positiv – Negativ
Trotz Einleitungen sehr viele Artikel auf den ersten Blick Zu wenig White Space: Wirkt überladen und sehr unübersichtlich
Kategorieseiten sind klar von der Startseite zu unterscheiden Heftige Design-Änderung im Business Bereich
Navigation erst auf Unterseiten ausreichend.

Mir ist nytimes.com zu unübersichtlich und unruhig. Zeit.de ist mir da lieber. Das Layout finde ich ziemlich klassisch und wenig überraschend, aber mir gefällt es trotzdem sehr gut.

+ Positiv – Negativ
Viel White Space; dadurch sehr übersichtlich und aufgeräumt Kaum innovatives Layout
Im Zentrum steht der Nutzer: Funktionen wie meistgelesen noch über den Anzeigen. Kommentarfunktion ist registrierten Nutzern vorbehalten
Optimiert für verschiedene Auflösungen Manchmal zu viele aufdringliche Anzeigen auf der Startseite
Durch die Sidebar sehr viele Schlagzeilen ohne zu scrollen
Klasse Artikelseiten: Sehr nützliche Sidebar und keine störenden Elemente im Inhalt

Zeit Online setzt meiner Meinung nach Maßstäbe im deutschsprachigen Raum.

Gerade die Sidebar fällt sehr positiv auf. Sehr viele Nachrichtenseiten übertrieben es hier meiner Meinung nach und packen sie völlig zu. Und teilweise auch mit unnützen Funktionen. Das gilt nicht für Zeit Online.

Ich verstehe, dass man so viele Inhalte wie möglich präsentieren möchte und die Sidebar als perfekten Ort dafür ansieht. So eine Sidebar wie bei Spiegel.de gucke ich mir aber ehrlich gesagt gar nicht mehr richtig an. Die Sidebar ist so überfüllt, dass ich lange suchen müsste, um etwas zu finden, was mit irgendwie weiterhilft.

+ Positiv – Negativ
Übersichtliches, angenehmes Design Verwechselbar und wenig mutig
Community Features wie das Forum Nur sehr wenige News „above the fold“
Überladene Sidebar
Streitbare Artikelseiten

Insgesamt hat SPON ein sehr solides Design. Die Seite ist ja auch sehr erfolgreich. Es sticht aber leider nichts besonders positiv hervor, wie ich finde. Das Design ist wirklich sehr vorsichtig.

Mutiger, frischer und interessanter ist hingegen das Design von CNN.

+ Positiv – Negativ
Sehr modernes, erfrischendes und unverwechselbares Design Related Topics auf Artikelseiten stehlen dem Text ein wenig die Show
Kompakte Übersicht über den Inhalte in den verschiedenen Kategorien Nur Schlagzeilen, keine Einleitungen
Viele Bilder und Videos

Fazit

Es ist sehr schwierig so viele Inhalte übersichtlich und angenehm zu präsentieren. Nutzer haben auch verschiedene Geschmäcker, da würdet ihr mir bestimmt zustimmen. Insgesamt fände ich es schön, wenn ein paar Seiten aus Deutschland den internationalen Größen unter den Newsseiten etwas ähnlicher werden würden.

Häufig sind die Designs wenig innovativ und sehr zurückhaltend. Das ist nicht unbedingt schlimm und sicherlich haben sich die aktuellen Layouts bewährt, aber trotzdem wäre etwas mehr Abwechselung schön.

Ich finde schon, dass man bei den Seiten aus Deutschland immer ein ähnliches Layout sieht, vor allem „above the fold“ (über der Bruchlinie hört sich komisch an :D).

Natürlich ist das nicht absolut genau, aber doch ungefähr zutreffend. Vergleicht zum Beispiel sueddeutsche.de, zeit.de und spiegel.de. Der Aufbau ist ähnlich. Auch wenn man funktionierende System vielleicht nicht ändern soll: Ich finde es etwas langweilig. Und so müssen Nachrichten doch nicht sein.

Die Layouts der hier gezeigten amerikanischen Seiten sind hingegen komplett unterschiedlich (und darauf habe ich bei meiner Recherche nicht geachtet). Dort wird ein wenig experimentiert und man versucht, den klassischen Aufbau zu optimieren. Auf den Startseiten fehlt die Sidebar eigentlich fast immer. Das gibt den Gestaltern von Anfang an mehr Flexibilität und Freiraum.

Allerdings geben ich zu, dass der Aufbau der großen Newsseiten aus Amerika auch vergleichbar ist. CNN.com, time.com, denverpost.com und washingtonpost.com arbeiten alle mit einem 3-Spalter.

Mal sehen, was sich in nächster Zeit dort tut.

Mir fällt es gerade bei diesen Content intensiven Webseiten immer wieder auf, wie wichtig die korrekte Verwendung von White Space ist. Gibt man den einzelnen Elementen nicht genug Luft zum Atmen, wirkt das Design unübersichtlich und überladen, ist aber zu viel freier Raum vorhanden, geht die „Ausstrahlung“ einer erfolgreichen Nachrichtenseite irgendwie verloren.
Das Problem beobachte ich auch häufig bei Blogs, deren Sidebars mit (unnötigen) Elementen „zugeklatscht“ sind. Anscheinend verwechseln Gestalter hin und wieder Web- und Printdesign und versuchen möglichst jeden Pixel zu nutzen.

Um die Inhalte zu ordnen, muss man sich auch zwangsläufig mit Gestaltungsrastern auseinandersetzen. Sie sind ein hervorragendes Werkzeug, um Inhalte zu ordnen, eine sichtbare Struktur in die Seite zu bringen und dadurch die Übersicht zu fördern. Man kann sich darüber streiten, aber meiner Meinung nach sollte man nur in ganz speziellen Fällen mehr als 4 Spalten verwenden. Die Seite der New York Times wirkt auf mich schon sehr überladen und unübersichtlich.

Was mir (und das scheint nur für mich zu gelten) immer wieder etwas negativ ins Auge fällt, ist, dass auf den meisten Startseiten an keiner Stelle erklärt wird, wie die Beiträge geordnet sind. Meist ist das nämlich nicht chronologisch. Der Top-Beitrag ist eigentlich immer eindeutig erkennbar, wie die Themen unter ihm angeordnet sind, ist aber häufig nicht ganz so klar. Es würde meiner Ansicht nach durchaus Sinn machen, das irgendwie zu vermerken und eine Idee wäre es auch, den Nutzern verschiedene Optionen zu geben. Zum Beispiel sortieren nach Ressorts, Wichtigkeit (wobei das natürlich immer von der Redaktion ausgewählt und dadurch subjektiv ist) und Uhrzeit. Die Zeit bietet schon ein Feature, dass die Schlagzeilen chronologisch sortiert.

Da ist aber sicherlich noch mehr machbar. Es ist sowieso ein Trend, Nutzern mehr Kontrolle zu geben und warum sollte man es mir nicht ermöglichen meine Nachrichtenseite ein wenig zu personalisieren. Das wäre meiner Meinung nach eine wünschenswerte Funktion. Natürlich könnte man das noch umfangreicher machen und die Nutzer einzelne Ressorts verschieben können usw. Mir würden verschiedene Optionen bezüglich der Sortierung aber schon reichen.

Jetzt interessiert mich wie immer eure Meinung: Was für Funktionen würdet ihr euch noch wünschen? Welches Design mögt ihr am liebsten und warum? Ich freue mich sehr auf Kommentare 🙂

37 Kommentare

  1. Robin
    24. August 2010 um 00:21 Uhr

    Interessanter Beitrag. Newsseiten sind im Aufbau eben gleich, weil man genau das von ihnen erwartet. Wie du schon angesprochen hast. Man möchte eben anfangs einen guten Überblick bekommen und da bietet sich das Layout eben an.

    • Philipp
      7. Januar 2011 um 19:10 Uhr

      Sehr schöner Artikel. Laut der Definition ist meine Seite sehr gut aufgebaut 🙂

  2. Markus
    24. August 2010 um 00:41 Uhr

    Guter Beitrag und genau zur richtigen Zeit, da ich auch gerade wieder nach einiger Zeit etwas am optimieren bin. Ich werd zwar wohl nie fertig aber Du hast mir doch ein paar „Winks“ gegeben. So zum Beispiel mit der Sidebar, ich überleg auch schon die rauszuschmeißen, zumindest auf der Startseite und den Übersichten.

    welt.de hat übrigens auch keine sidebar, wie findest Du die Seite?

  3. rollinger
    24. August 2010 um 09:02 Uhr

    Danke für diesen Artiekl, ein Buzz hat mich hierhergebracht. Ich fand das sehr spannend und als Laie und Epsilon-blogger kann ich wirklich was lernen. Ich bookmarke mir das und schaue von Zeit zu Zeit mal wieder drauf. Tolle Sache. Eine Art „HowTo“.

  4. micwag.de - Michael Wagner
    24. August 2010 um 09:07 Uhr

    Hi,
    ich finde das Layout der NYT eigentlich niht überladen, da es einer gedruckten Zeitung ähneln soll. Man könnte höchstens die linke Sidebar etwas übersichtlicher gestalten.
    PS: sehr schöner Beitrag, aber die Links unter der Aufbau-Skizze fuknktionieren nicht (;

    • Lennart Prange
      24. August 2010 um 15:41 Uhr

      Danke, ich habe die Links korrigiert 🙂

  5. honze
    24. August 2010 um 10:43 Uhr

    Hallo Lennart!

    Wirklich ein schöner Artikel. Gefällt mir echt gut. Hier kann man gut geschriebene und inhaltlich interessante Blogartikel lesen. Hierfür: Danke! 🙂

    Mir geht das rein gefühlsmäßig so, dass ich die Seite von der Zeit am besten finde. Es ist angenehm die Seite zu lesen. In der Tat ist es so, dass insgesamt die Seiten etwas mutiger angelegt werden dürfen.

    Bei den Begriffen “above the fault” bzw. „über der Bruchlinie“ musste ich etwas stutzen. Also ich denke mal, dass Du damit das meinst, was man auf einer Seite sieht, bevor man den Scrollbalken überhaupt angefasst hat. Das gibt es doch bei normalen Zeitungen auch. Das was man sieht, bevor man die Zeitung aus dem Regal nimmt und die erste Seite aufklappt.
    (Ich habe das mal recherchiert und auch nichts besseres gefunden.)

    Da ich einen Popupblocker (Adblock Plus) habe, sehe ich auf den Seiten so gut wie keine Werbung. Das schafft Whitespace, aber nicht immer da, wo man sich das vorstellt. Teilweise verrutscht da das Layout ein wenig oder es fehlen einfach die Elemente, die die Seite „zusammenhalten“. Aber das habe ich mir ja selber so ausgesucht mit dem Popupblocker. 🙂

    Die Beiträge hier auf der Seite sind sehr gut! Inhaltlich sehr interessant geschrieben, fachlich ausgewogen und sie bringen einen direkten Nutzen für mich. Hinterher fühle ich mich schlauer. Bitte weiter so!

    • Lennart Prange
      24. August 2010 um 15:39 Uhr

      Vielen Dank für dein Lob!

      Above the fold hast du richtig verstanden. Werbeblocker sind Geschmackssache. Ich bin momentan ohne unterwegs und auch gerne bereit auf Werbung zu klicken, wenn diese interessant ist.

  6. benem
    24. August 2010 um 13:45 Uhr

    „above the fold“, von „to fold“, da wo die Seite „gefaltet“ ist, nicht „fault“ von Fehler 😉
    Interessanter Artikel. Viele Nachrichtenportale gehen den gleichen Weg und es wird kaum was innovatives oder extravagantes gemacht. Aber vor allem der Focus hat mich letztens positiv überrascht!

    • Lennart Prange
      24. August 2010 um 15:12 Uhr

      Du hast natürlich absolut recht. Danke.

  7. Hochitom
    24. August 2010 um 19:42 Uhr

    Ein sehr interessanter und gut geschriebener Artikel. Daumen hoch! Aber ich habe noch zwei Seiten, die zu diesem Artikel passen.

    Erstens die Seite der BBC (www.bbc.co.uk), auf der man sich die Startseite mit Inhalten so zusammenstellen kann wie man will und gewisse Inhalte auch komplett ausblenden kann.

    Die zweite Seite ist Der Standard (www.derstandard.at), eine österreichische Tageszeitung. Sie ist vielleicht optisch nicht die schönste Seite, trotzdem ist die Startseite ziemlich übersichtlich aufbereitet und es gibt sehr viele Artikel „above the fold“. Desweiteren gibt es im linken oberen Bereich unter dem Logo eine Zeitangabe wann die Seite zuletzt aktualisiert wurde, und einen Link um die Artikel chronologisch zu sortieren.

  8. Lars Ebert
    24. August 2010 um 20:19 Uhr

    Wieder ein sehr guter und vor allem ausführlicher Beitrag, diese Qualität bitte auf Dauer beibehalten! Das ist genau das, was ich hier schon lange vermisst habe!
    Und das Thema ist, wie ich finde, auch sehr interessant.

  9. Robert
    24. August 2010 um 20:23 Uhr

    Danke für die systematische Gegenüberstellung diverser Ansätze, die meiner Meinung nach aber erst durch die persönliche Wertung gewinnen. Denn letztlich ist die Benutzbarkeit und die Meinung des Lesers ausschlaggebend. So finde ich beispielsweise Zeit online auf den ersten Blick sehr schön, aber Georgia will ich einfach nicht am Monitor lesen (müssen). Sehr spannend sind daher auch immer – sofern vorhanden – Erläuterungen zum Relaunch der einzelnen Verlage.

  10. Felix
    25. August 2010 um 15:08 Uhr

    Und was ist mit Bild.de? 😉

  11. Jovog
    26. August 2010 um 06:54 Uhr

    Ein wichtiger Unterschied zw. US-Nachrichtenseiten und deutschen ist ja der, dass die Amerikaner viel häufiger mit Schlagzeilenteasern arbeiten. Das wirkt sich auch im Design aus: man bekommt mehr unter und kann gleichzeitig viel Whitespace haben. Die Deutschen bevorzugen offenbar die Teaser mit Überschrift und Text-Anriss. Beim Reuters-Beispiel ist das besonders deutlich, und die vielen Schlagzeilen stehen ja einerseits auf Deiner Positiv-Liste, auf der Negativ-Liste monierst Du zugleich das Fehlen der Einleitungen.

    Zu Spiegel online: Deren „konservative“ Gestaltung geht darauf zurück, dass sie das Blog-ähnliche Design quasi erfunden haben, das dann von allen News Sites kopiert wurde. Es ist ihr Markenzeichen, und darum halten sie daran fest. Finde ich persönlich auch nicht falsch, es hat sich schließlich bewährt, und die horizontale Ausrichtung von News à la CNN sieht zwar schön aus, finde ich zum Lesen aber schwieriger. Dahinter steht die grundsätzliche Entscheidung zw. „Das Wichtigste zuerst“ (News) und „Möglichst viel auf einen Blick“ (Magazin).

  12. Kai
    26. August 2010 um 18:09 Uhr

    Mir gefällt die Newsticker-ähnliche Idee von Focus Online sehr. Beim Redesign dort wurde vieles richtig gemacht.

  13. jo kalenberg
    27. September 2010 um 20:07 Uhr

    Sehr guter Artikel. Die Welt hat sich vor kurzem ein neues Design gegönnt. Mir gefällt es nicht und die Struktur ist sehr ähnlich wie bei Spiegel und Co.

  14. Stadtpirat
    13. Oktober 2010 um 23:03 Uhr

    Hmm, ich finde, dass bei Zeit.de zu viele unterschiedliche Schriften verwendet wird…

  15. djavupixel
    15. Oktober 2010 um 13:53 Uhr

    Dieser Artikel war sehr interessant. Es hat dir wahrscheinlich auch sehr viel zeit gebraucht um es zu schreiben. Wie Roben gesagt hat Newsseiten sind auch änlich gebaut also kann das gut helfen 🙂

  16. Designer
    16. Oktober 2010 um 12:47 Uhr

    Für mich sind Focus online und Zeit online die einzigen überragenden Beispiele aus dem deutschen Sprachraum. In Sachen Übersichtlichkeit sind sie nicht zu toppen. Man hat dort von den Amerikanern gelernt. Viele hatten ja befürchtet unsere Printmedien würden den Anschluss komplett verlieren.

  17. weltereignisse
    16. Oktober 2010 um 20:07 Uhr

    Hi ich finde den Artikel gut und bin an deiner Meinung interessiert.
    Und zwar möchte ich dich bitten meinen Blog mal zu besuchen gerne auch einen Screen machen und mal hier so eine Bewertung zu machen.
    Dadurch hätte ich dann auch eine Hilfestellung in wie weit ich noch was an meinem Blog machen kann.

    Hier der Blog http://weltereignisse.blogspot.com/

  18. weltereignisse
    17. Oktober 2010 um 19:23 Uhr

    Ok vielen Dank sehe ich mir mal an.

  19. weltereignisse
    17. Oktober 2010 um 20:22 Uhr

    Aber ich hätte mal noch ne Frage an dich bzw. alle hier ob irgend jemand weiß woher ich ein Layout für meinen Blog bekommen könnte. Ein Layout das eben aussieht wie einer der Nachrichtenseiten für die Plattform Blogger.

  20. nikosch
    24. November 2010 um 23:15 Uhr

    „über der Bruchlinie hört sich komisch an“

    dann sag doch „über dem Falz“! 🙂


    Ich persönlich mag das Zeit-Layout ob seiner Funktionalität. Vor allem „auf einer Seite lesen“ und die Druckansicht sind echt wertvolle Features für den Leser.

  21. Pierre
    16. Januar 2011 um 18:52 Uhr

    Ich kann da eindeutig Focus online als Seite nennen. Übersichtlich und klar strukturiert.

  22. Webdesign Hamburg
    4. Februar 2011 um 20:52 Uhr

    Ich beschäftige mich auch mit Layoutfragen für eine kleine Zeitung. Dazu nutze ich InDesign von Adobe. Danke für die Infos hat mir weiter geholfen.

  23. purist,art
    9. Februar 2011 um 19:45 Uhr

    Kompliment!
    Sehr informativer und inspirierender Beitrag. Wird doch gleich mal in die Lesezeichenrubrik verschoben 😉

    Schönen Abend noch.

  24. kingz-art
    19. Juni 2011 um 11:41 Uhr

    Vielen lieben Dank für den Input. Kann ich für mein nächstes Projekt bestens brauchen.. lg

  25. Gunther
    26. November 2011 um 16:49 Uhr

    Die meisten Nachrichtenseiten sind völlig überladen. Das strengt an, auch wegen der Werbung.
    Zudem wird man oft mit Themen bombardiert, die einen nicht wirklich interessieren.
    Ich verwende Übersichtsseiten z.B. weltflimmern.de, von wo aus ich dann zu den entsprechenden Hauptseiten gelange.

  26. Jens
    19. Februar 2012 um 19:14 Uhr

    Danke für den Artikel. Da mache ich ja auch doch einiges richtig 🙂

  27. Malte
    25. Februar 2012 um 17:37 Uhr

    Guter und interessanter Artikel!
    Die Navigation von Focus online finde ich sehr gelungen.

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