Die Problematik der Unterseiten

  • von Lennart Prange

unterseiten Tartanrocker hat mich mit diesem Kommentar zu diesem Beitrag angeregt. Danke.

Meiner Meinung nach ist das Gestalten von Unterseiten etwas, dem viele Webdesigner viel zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Verständlich, da das wirklich eine schwere Aufgabe ist. Wenn man wirklich darüber nachdenkt, fallen einem Probleme ein, die nicht so einfach zu lösen sind und bei der Startseite weniger bestehen. Ich möchte mit diesem Beitrag euch eine Grundlage für das Gestalten von Unterseiten liefern. Lasst euch von dem vielen Text nicht abschrecken ;).

Kommentare und Social Bookmarks würden mich freuen.

Grundüberlegungen

Ok, ich habe den Beitrag in zwei Teile aufgespalten. Erst mal möchte ich mit den einfachen Überlegungen anfangen. Um gute Unterseiten zu erstellen, muss man sich ein paar Dingen in Erinnerung rufen. Diese werde ich hier aufzählen.

Was will der Nutzer auf der Website?

Bereits vor einiger Zeit habe ich festgestellt, dass die Nutzer auf einer Internetseite hauptsächlich nach Informationen suchen und zu diesen möglichst schnell gelangen wollen. Deshalb brauchen wir eine gute und nachvollziehbare Verlinkung zwischen den einzelnen Seiten. Der Nutzer muss also schnell an sein Ziel gelangen und sollte bei seinem Leseerlebnis nicht von Animationen oder sonstigem Abgelenkt werden.

Was heißt das für das Design der Unterseiten?

Jetzt kann man eigentlich ein klares Fazit ziehen. Die Unterseiten müssen schlicht sein und den Inhalt klar in den Vordergrund rücken. Der Webdesigner muss dafür sorgen, dass die Inhalte übersichtlich präsentiert werden und der Nutzer alles sofort überschauen kann und auch beim Überfliegen des Textes durch Zwischenüberschriften usw. den Sinn noch erkennt.

Beispiel: daswebdesignblog.de

Juhu, bis hierhin haben wir alles richtig gemacht. Unsere Unterseiten enthalten eines der spannensten Elemente des Webdesign nicht: die Slideshow. Diese haben wir als störend empfunden, da das Hauptaugenmerk eines Blogs natürlich auf dem Content liegt. Nachvollziehbar, oder?

Erweiterte Überlegungen

Ich denke, dass ihr mir bisher alle zustimmen konntet. Aber jetzt komme ich zu ein paar Überlegungen, an die vielleicht nicht jeder Webdesigner denkt. Weiterlesen!

Der erste Eindruck

Ich werde diesem Thema wohl noch einen kompletten Beitrag widmen, allerdings ist es jetzt so wichtig, dass ich es kurz erläutern will. Für den ersten Eindruck bekommt man ja bekanntlich nie eine zweite Chance. Der Nutzer entscheidet innerhalb von Sekunden ob er bleibt wo er ist. Deshalb muss die Website den User sofort überzeugen.

Was will der Webmaster

Der Webmaster will natürlich, dass die Besucher nicht nur auf der Seite bleiben, sondern auch wiederkommen. Dem Nutzer müssen also nicht nur die Inhalte sondern auch das optische sowie die Funktionen gefallen. Sonst kommt er nicht zurück.

Die Problematik

Oben habe ich geschrieben, dass die Unterseiten schlicht sein sollten und der Inhalt dort an erster Stelle stehen sollte. Dann habe ich gesagt, dass der Webmaster will, dass die Nutzer zurückkehren und nicht die Website einfach besuchen und dann wieder weg sind. Diese beiden Punkte widersprechen sich ein total (warum? Einfach weiterlesen!).

Eine Website ist keine Zeitung

Das Problem für Webdesigner ist, dass sie nicht wissen, wo der Nutzer einsteigt. Ein Printdesigner kann sich ziemlich sicher sein, dass die Leser ihre Zeitung ab der ersten Seite lesen. So können sie den Weg des Lesers viel leichter vorhersehen und auch beeinflussen.
Nichts garantiert einem Webdesigner, dass die Nutzer die Website über die Startseite betreten. Tolle Erfindungen wie Google sorgen dafür, dass die Nutzer ständig direkt auf Unterseiten kommen.

Was heißt das für das Design der Unterseiten?

Das ist jetzt die Frage, die meiner Meinung nach jeder für sich beantworten muss. Entweder gestaltet man die Unterseiten so, dass der Inhalt total im Vordergrund ist, oder man entscheidet sich dazu, auch den Unterseiten Eye Catcher zu spendieren, die wirklich auffallen und das Design aufwerten.

Wir haben uns offensichtlich dazu entschieden, den Inhalt in den Vordergrund zu stellen, damit unsere Leser Spaß beim Lesen haben und von nichts abgelenkt werden. Wer liest schon gerne ein Buch wenn er dabei Fernsehen guckt?…

Ich hätte zu diesem Thema gerne eure Meinung :).

11 Kommentare

  1. Lennart Prange
    27. September 2008 um 19:37 Uhr

    Interessant. Das Layout zerreißt, wenn hier kein Kommentar steht -.-.

  2. NeX
    27. September 2008 um 22:20 Uhr

    Interessanter Titel, schade mit den Kommentaren.

  3. Tartanrocker
    27. September 2008 um 22:54 Uhr

    Den Steilpass hab ich doch gern gegeben 😉
    Einen “echten” Eyecatcher brauchen die Unterseiten ja auch nicht (wie die Schafe z.B.) aber ein Header mit (wenigstens) Wiedererkennungswert sollte da sein – und zwar groß genug 😛

    Du überlegst, überlegst erweitert und stellst schließlich die finale Frage … und lässt sie unbeantwortet. Deine armen Leser, die Antworten suchen! ;P

    Grüße

  4. Sebastian Erhardt
    27. September 2008 um 22:56 Uhr

    Das haben wir hier doch alles ganz gut umgesetzt, oder? 🙂

  5. Lennart Prange
    27. September 2008 um 23:20 Uhr

    @ Tartanrocker: Hmm… Ich bin wie gesagt davon überzeugt, dass jeder die Frage für sich beantworten muss. Ich wollte mit diesem Beitrag den Lesern eine richtig gute Grundlage geben und so können sie die Frage meiner Meinung nach einfach für sich selber beantworten.
    Vielleicht wäre es auch schlau, sich für jedes einzelne Projekt erneut an diese Frage zu wagen?

  6. H3ad5hot
    28. September 2008 um 13:53 Uhr

    Sehr interessant.

  7. Tobias
    28. September 2008 um 17:14 Uhr

    Ich bin auch der Meinung, dass das Design in den Hintergrund rücken sollte und nur den Inhalt optisch unterstützen sollte, was euch gut gelungen ist. Das Design stört nicht, sieht aber trotzdem hübsch aus.
    Einen Widererkennungswert zu schaffen ist, finde ich, ziemlich schwierig, da es im Web schon fast alles gibt. Etwas neues zu schaffen, dass sich von allem anderen abhebt halte ich für fast unmöglich.

  8. Daishi
    29. September 2008 um 12:46 Uhr

    Der Artikel ist natürlich wieder supi. Aber noch was anderes … ich lese gern … 🙂 also dürfen die Beiträge ruhig bisschen länger sein hihi, darfst auch 2-3 Tage Pause machen für :P.

    😀

  9. Marvin
    29. September 2008 um 16:13 Uhr

    Da bin ich auch oft am rätseln, wie man das am geschicktesten löst! Ihr habt dfas hier allerdings sehr gut bewältigt 😉

    Marvins letzter Beitrag..Was wollt ihr wirklich?

  10. Daniels Revolutionshirts
    26. August 2010 um 18:55 Uhr

    Natürlich muss man die Punkte je nach Inhalt der betreffenden Seite anpassen. Was Will man wo will man hin… aber grundsätzlich ist dem hier zuzustimmen. Vielen dank für den Artikel.

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