Eine Szene erkunden: Clandesigns

  • von Lennart Prange

thumb Sucht man nach Nachwuchs in der Webdesign Branche, sollte man sich in eines der zahlreichen Foren begeben, die sich fast ausschließlich mit Clandesign befassen. Dort findet man Leute zwischen 15 und 20 Jahren, die sich teilweise schon mehrere Jahre mit dem Erstellen von Clandesigns einen netten Nebenverdienst erwirtschaften.

Dieser Artikel zeigt euch ein paar Arbeiten aus der Szene und es geht insbesondere darum, was man aus den Arbeiten lernen kann.

Kommentare und Social Bookmarks würden mich sehr freuen. Viel Spaß mit dem Beitrag.

Beispiele

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Spezialisierung im höchsten Maße

In der Szene kann man etwas beobachten, was ich hier bereits besprochen habe: Spezialisierung. Tatsächlich beschäftigen sich Clandesigner häufig ausschließlich mit dem E-Sport Bereich und haben keine anderen Kunden.

Ist das für alle Branchen erstrebenswert? Sollte es Webdesigner für Zahnärzte, für Makler und für Banken geben, die sich dann auch nur mit einer Branche beschäftigen? Ich sage ja, eigentlich schon. Es würde der Qualität der Webdesigns sicherlich nur gut tun (und es würde den Job des Webdesigners wahrscheinlich langweiliger machen). Nur wenn man sich spezialisiert, kann man eine Branche richtig gut kennenlernen und die Zielgruppe ganz genau studieren, ihre Wünsche kennenlernen und so sehr erfolgreich gestalten.

Wie man in den meisten der oben aufgeführten Beispielen sehen kann, haben sich eigene Regeln für Clandesigns entwickelt, die sich nicht auf andere Bereiche übertragen lassen. Das ist wahrscheinlich ein Ergebnis der Spezialisierung. Die Designs sind auf Optik getrimmt. Alles andere muss meistens hintenanstehen.

Ich bin davon überzeugt, dass sich bei starker Spezialisierung in fast jedem Bereich gewisse Regeln bilden, die stark von den Standards abweichen.

Natürlich gestaltet man bei jedem Auftrag wieder ein wenig anders. Versucht sich, an die Wünsche der Kunden und der Zielgruppe anzupassen, aber würde das mit Spezialisierung nicht noch besser funktionieren? Würdet ihr euch zutrauen, ein Clandesign zu gestalten? Meint ihr, dass ihr ein ebenso erfolgreiches Ergebnis erzielen würdet wie die 18 jährigen Clandesigner mit 3 Jahren Erfahrung?

Webdesign ist immer für die Zielgruppe, den Nutzer

In Sachen Photoshop sind die besseren Clandesigner wohl immer auf dem aktuellsten Stand und weit fortgeschritten. Was theoretische Kenntnisse angeht, gibt es allerdings massig Nachholbedarf (Ausnahmen bestätigen übrigens bei allem was ich hier sage die Regel).

Solange sich Clandesigner aber nicht mit einem anderen Bereich beschäftigen, sind die meisten Theoriekenntnisse für sie völlig egal. Den Besuchern ist es schließlich auch egal. Tatsächlich wird man in der Szene wohl kaum einen finden, der sich über 10px Schrift, schlechte Kontraste, zu wenig White Space oder die unzureichende Kennzeichnung von Links beschwert.

Vielleicht kennt der ein oder andere von euch das Designtagebuch. Dort werden häufig Relaunches vorgestellt und Webdesigner können ihre Meinung dazu loswerden. Wie würde ein Clandesign wohl dort aufgenommen werden? Wahrscheinlich würden die Besucher es in der Luft zerreißen, auf die Schwachstellen eingehen und den Designer als unwissend verurteilen. Zu Recht? Nein.

Das Beispiel Clandesigns habe ich genommen, weil sich hier durch die Spezialisierung so gegensätzliche Regeln entwickelt haben und sich hier am besten beobachten lässt, dass die Standardregeln nicht immer die besten sind. Clandesigner machen ihren Job da sehr gut. Sie haben (vielleicht) erkannt, dass es den Besuchern um die Optik geht und gestalten strikt nach dieser Vorgabe (viele können es wohl auch gar nicht anders).

Wenn den Besuchern eine Website gut gefällt, dann handelt es sich um gutes Webdesign.

Hier wird geübt

Der dritte und letzte Punkt. Wenn man sich bei Deviantart nach Clandesignern umschaut, und man findet wirklich viele davon, fällt insbesondere eins auf: Viele der Arbeiten sind nicht online und viele sind sogar nicht mal Auftragsarbeiten sondern einfach just 4 fun und just 4 train entstanden.

Zwei wichtige Eigenschaften, welche für erfolgreiche Webdesigner sehr wichtig sind, werden hier vereint: Spaß an der Arbeit und der Wille, sich ständig zu verbessern. Übung macht den Meister und so setzen sich Clandesigner auch mal an Photoshop, wenn sie gerade nichts zu tun haben.

So entwickeln sich viele weiter ohne dabei auf nervige Kundenwünsche achten zu müssen und kreieren neue Effekte und Layouts. Ein Clandesign hat dann schon mal gut und gerne 800 Ebenen.

Schlusswort

Ob Clandesigner bei der Gestaltung tatsächlich den Gedanken im Kopf haben, dass Webdesign für die Nutzer ist und sie deshalb diese heftigen Effekte einbringen und Angst vor freien Pixeln haben, bleibt ungeklärt. Das ist für meine Überlegungen auch unerheblich.

Ich denke, dass der Beitrag zeigt, dass man überall etwas lernen kann. Selbst bei einer Szene, die anscheinend nicht so viel mit Theoriekenntnissen am Hut hat, findet man neue Überlegungen. Vielleicht denkt ihr jetzt ja darüber nach, ob Spezialisierung tatsächlich in Betracht gezogen werden sollte? Vielleicht setzt ihr euch jetzt mal wieder an ein eigenes Design, welches überhaupt nicht online kommen muss und nur dafür da ist, eure Fähigkeiten zu verbessern? Ich freue mich auf eure Kommentare.

37 Kommentare

  1. Michael
    5. August 2009 um 15:58 Uhr

    WOW!
    Ein Beitrag mit dem ich nicht ansatzweise gerechnet hätte, aber Top!
    Mehr davon 😉

  2. Markus
    5. August 2009 um 16:02 Uhr

    Wenn den Besuchern eine Website gut gefällt, dann handelt es sich um gutes Webdesign.

    Da muss ich ganz klar widersprechen. Besucher wie Kunden oder generell User wissen selten, was sie gut finden und was sie meinen gut zu finden.

    • Lennart Prange
      5. August 2009 um 16:05 Uhr

      Verstehe deinen Einwand nicht, sorry. Wenn Besuchern eine Website gefällt, hat der Webdesigner meiner Meinung nach alles richtig gemacht.

  3. Peter P.
    5. August 2009 um 16:20 Uhr

    beim Webdesign geht es meiner Meinung nach nicht nur darum, dass es den Besuchern gefällt … klar das ist natürlich ein wichtiges kriterium, aber es gibt wichtigeres (z.B. Benutzerfreundlichkeit, gute Inhalte, etc. … das gehört auch zu Webdesign) … so gesehen hat Markus nicht ganz unrecht …

    habe übrigens auch als clandesigner angefangen … mehrere Jahre just 4 fun für den eigenen Clan damals 😀 …

    PS: um deine Frage aus meiner Sicht zu beantworten ob Clandesigner auf den Nutzer achten: eher nein … also ich hab da nie was beachtet … musste nur gut aussehen 😉 und kenne einige die das immer noch so handhaben

    lg.

    • Lennart Prange
      5. August 2009 um 16:44 Uhr

      Für wen guckt man denn auf Benutzerfreundlichkeit, gute Inhalte usw.?

      Danke für dein Kommentar 🙂

  4. Vincent
    5. August 2009 um 16:39 Uhr

    Sollte es Webdesigner für Zahnärzte, für Makler und für Banken geben, die sich dann auch nur mit einer Branche beschäftigen? Ich sage ja, eigentlich schon. Es würde der Qualität der Webdesigns sicherlich nur gut tun […].

    Sehen dadurch viele Clanseiten nicht auch sehr ähnlich aus? Hast du nicht noch im vorletzten Artikel den Mangel an einzigartigen Webdesigns kritisiert?

    • Lennart Prange
      5. August 2009 um 16:45 Uhr

      Hmm, ich bin nicht der Meinung, dass die Spezialisierung der Grund für den Mangel an einzigartigen Webdesign ist.

      • Vincent
        5. August 2009 um 17:39 Uhr

        Ich denke Spezialisierung muss nicht in jedem Bereich der Grund für wenig Abwechslung beim Webdesign sein, ist aber im Bereich Clandesign zu einem von mehreren geworden.
        In dem Absatz der auf den von mir zitierten folgt schreibst du von “Regeln”, die sich durch die Spezialisierung gebildet haben. Führen solche Regeln nicht zu immer gleichen oder sehr ähnlichen Designs?
        Ich halte Spezialisierung auch für sinnvoll, es kann aber auch zu einer Art Fließbandarbeit mutieren, wie es bei manchen Clandesigns der Fall ist.

  5. Markus
    5. August 2009 um 17:06 Uhr

    Beim Webdesign kommt es meines Erachtens darauf an, ein gewisses Ziel zu erreichen. Wenn man das Ziel hat, die Besucher mit Eyecandy abzufüttern, sollte man das Hauptaugenmerk auf die Optik legen.

    Meist will man aber mit einer Website Inhalte vermitteln und das schafft kaum eine Clansite. Selbst wenn die Inhalte zweitrangig sind, möchte doch eigentlich jeder, dass die Website oder der Clanname dem Besucher in Erinnerung bleibt. Und das hat bei mir bisher noch keine einzige Clanwebsite geschafft. Alles gleich; 3 Spalten, kleine, unlesbare Schrift, seltsames Photoshop-Pipapo und zugepflastert mit irgendwelchen dubiosen Sponsoren und Partnern.

    Ich würde es übrigens auch nicht Spezialisierung nennen, wenn man einfach nichts anderes kennt/kann.

    • Anja
      6. August 2009 um 12:35 Uhr

      Ich spreche mal allgemein, auch wenn es nicht immer allgemein gilt: Eine Clan-Seite will nicht in der Form Inhalte vermitteln, wie “wir” das kennen. Das Ziel ist ein anderes: Ein paar wenige sollen beeindruckt werden, ein paar wenigen sollen Informationen zugänglich sein.
      Beeindruckt werden sollen Besucher, die Szene-affin sind … den Rest interessiert es eh nicht. Beeindrucken kann man als Clan nur mit Leistung … und weil das nicht so einfach ist, auch mit Design. Da wird auf Design also viel Wert gelegt. Du musst dabei dann bedenken, dass es gar nich mal viel Content gibt … für Effekte ist also Platz.
      Und die Leute, die inhaltliches Interesse haben … da ist es wie bei jedem Design: Die schon längst interessierten schrecken Effekte nicht ab, solange man an den Inhalt rankommt. Und mit Zugänglichkeit hatte ich bei Clan-Seiten noch nie ein Problem.

  6. Sammy
    5. August 2009 um 17:07 Uhr

    Also an sich kann so eine Spezialisierung tatsächlich nicht schlecht sein. doch wie Vincent muss ich sagen, dass dadurch die Vielfalt verloren geht. Schaut man sich deine Beispiele an, so sind die von Aufbau doch praktisch alle gleich.

    Ich finde als Webdesigner sollte man immer offen für alles sein, da man so sehr vielfältig arbeiten kann und von anderen vorherigen Designs auch lernen kann.
    Bei den Clandesigns gibt es die Abwechslung höchstens beim Spiel (CS:S, WoW, …).

    Es kann aber auch von Vorteil ein, da sich jemand der ein Clandesign möchte wahrscheinlich zuerst an den “Spezialisierten” wendet. Wie du schon sagtest, der weiß, was die User wollen (zumindest im Normalfall).
    Aber trotzdem stinkt es doch langsam, dass es gefühlte 10000000 gleiche Clanseiten gibt.
    Keins ist wirklich “einzigartig”, keines sticht irgendwie heraus.

  7. Dennis
    5. August 2009 um 17:47 Uhr

    Doch die letzte mymtw.de seite war ganz anders und wie ich finde auch sehr innovativ. Und genau da war auch der kackpunkt. Ein Großteil der Szene fand diese, auf gut deutsch gesagt, fürn arsch.
    Darum immer sieht man wohl auch immer wieder einen vollgeklatschten “gfx-header” und ein std 3-spalten system.

  8. Patrick Offczorz
    5. August 2009 um 17:49 Uhr

    Jo nett der Artikel. Schön geschrieben und gut zu lesen. Die Gaming Szene ist nun wirklich ein Kandidat dafür, das nicht nur Spieler häufig den Clan wechseln, sonder die Webseiten häufig auch ein neues Gesicht bekommen. Hatte dazu auch schon mal einen kleinen Beitrag geschrieben.
    Siehe: http://www.gfxpark.de/archives/35

  9. Joe Hana
    5. August 2009 um 18:00 Uhr

    Spezialisierung…eigentlich ein Thema für sich. Grundsätzlich lässt es sich sehr gut zu diesem Thema streiten, den man kann selten sagen ob es wirklich gut, oder wirklich schlecht ist – es ist ein zwei-schneidiges Schwert. Einerseits ist man durch eine Spezialisierung mit einem Thema enger vertraut als andere, kennt sich somit besser aus, arbeitet bestenfalls routinierter und kann auch meist günstigere Preise anbieten. Doch auf der anderen Seite gibt es ja auch ein Burn-Out Syndrom, und dieses trifft sicher “Spezialisten” eher als jene die sich nicht derart spezialisiert haben, schliesslich wird durch eine Spezialisierung auch der Horizont begrenzt – es gibt Regeln, Grundsätze, Normen – zb bei Clan Designs das “visuell” ansprechende – doch in Wahrheit kann eine visuell ansprechende Seite auch völlig variieren und ist ja nicht gebunden an ein 3 Spalten Layout. Einem Spezialisten fällt es sicherlich schwerer von seinem schon bestehendem Muster abzuweichen.

    Clan Design – Spezialisierung?
    Nun ja, allen mal voran – ein Clan besteht zu meist aus sehr jungen Leuten – viele Designer machen hier die ersten Schritte – doch zurückblickend würden wir sicherlich einiges anders machen – auch wenns eine optisch ansprechende Seite für einen Clan werden soll. Richtige Profis schaffen sogar die Gratwanderung zwischen Usability und High-Tech Interface.

    Viele Profi-Designer spezialisieren sich zudem eh auf einen (oder auch mehrere) Bereiche. Blog-Design, Typography, Icon-Design – meiner Meinung nach gruppieren sich die Designer somit ziemlich praktisch in verschiedene Gruppen.

    “Wer von mir Flash haben will, den muss ich weiterleiten, den ich bin spezialisiert auf HTML, CSS, PHP und JS”

    Zum Artikel selbst will ich noch gerne sagen das die ausgewählten Designs tatäschlich allesamt dem selben Ablauf folgen – es kommt einem fast so vor als würde das Phänomen des “Nachahmens” (was zumeist bei Jugendlichen vorkommt) in der “Clan-Design” Szene einen weiteren Ansatz finden. Ich selbst war bereits in insgesamt 3 verschiedenen Clans, und überall gab es immer jemanden der meinte “guck doch mal hier der clan xyz – die haben das cool, das sollten wir auch so machen”

    but thats just my opinion

    mfg

  10. Jim
    5. August 2009 um 18:02 Uhr

    Wenn ich mir die Beispiele so anschaue fällt mir eigentlich nicht auf das der Aufbau häufig gleich aussieht. Eher im Gegenteil. Das einzige was sich wiederholt ist die Horizontale Navigation unter dem Header.

    Sonst könnte man ja auch sagen da Blogs immer einen gleichen Aufbau haben oder Foren. Ich glaube als Nutzer erwartet man einfach eine gewisse Grundstruktur das spricht auch für eine gute Übersichtlichkeit.

  11. Sammy
    5. August 2009 um 18:47 Uhr

    @Jim, ich finde nicht, dass man die Grundstruktur von Clandesigns mit der eines Forums vergleichen kann.

    Bei Clandesigns kann man durchaus etwas “anders” machen. Bei einem Forum schon eher weniger.
    Und die Struktur von Blogs variiert durchaus auch sehr.

    Aber das ist ja weniger das Thema.

  12. Ralf André Schlott
    6. August 2009 um 10:24 Uhr

    Ich bin immer wieder beeindruckt mit welchem Elan diese Webseiten umgesetzt werden. Man muss ja nicht nicht nur bedenken, dass hier ein Design umgesetzt wird. Die Funktionen (Scripte etc) müssen ja auch noch funktionsfähig untergebracht werden. Wo soll da der Platz für aufwändige Designarbeit sein? Form follows Function in diesem Fall also.
    Es ist aber schön, daß du dieses Thema einmal aufgreifst.
    Zur Spezialisierung eines Webdesigners: Gerne! Aber wo soll man genug Kunden aus einer Branche bekommen? Ausserdem wäre es ja langweilig, wenn man sagt: Heinz Müller ist DER Webdesigner für Anwaltshomepages… Also die Vielfalt ist doch genau das, was wir brauchen!

  13. Rata
    6. August 2009 um 10:30 Uhr

    Prima.
    Am frühen Morgen schon etwas gelernt, den Begriff „Clandesigner“ kannte ich noch gar nicht.
    Danke.

    Lieber Gruß
    Rata

  14. atonixx
    6. August 2009 um 12:26 Uhr

    Hasst die besten Seiten erwischt 😛 gefällt mir gut der Artikel.

  15. mydarktime
    6. August 2009 um 12:56 Uhr

    ich habe einmal versucht für meinen clan (in dem kleinen aber zumindest früher mal feinen browserspiel droidwars) eine clansite zu machen… dabei hab ich festgestellt, dass der unterschied zwischen “normalem” und clandesign in der regel schon beim cms anfängt! es wird ein cms verwendet, dass mmn viel besser für layouts zu verwenden ist, die hauptsächlich in photoshop entstanden sind. das mag aus der “not” heraus geboren sein, war für mich damals aber absolut das nervigste auf erden, weil es nicht so funktionierte, wie ich es sonst kannte.

    ich finde es auch nicht schlimm, dass clandesigns in der regel sehr bunt sind. die spiele sind ja auch nicht streng spartanisch/übersichtlich, wie die meisten blogs, der leute, die hier kommentieren. wenn man in gfx foren schaut sind die banner da ja auch eher knallig… also warum sollten die webdesigns von den gleichen leuten nicht auch knallig sein? so schafft man vielfalt und die ist eine chance für jeden am ende zu bekommen, was er/sie will!

    zum thema spezialisierung… ich glaube, sowas kommt von ganz alleine durch die jeweilige berufliche ausrichtung. der eine muss viele logos machen, der andere braucht eher grafiken/illustrationen für lehrmaterial (meine wenigkeit z.b.) das man sich da auf kurz oder lang einen schwerpunkt schafft, den man vorzugsweise beackert dürfte jedem klar sein.
    was man dann privat macht kann ja nochmal ein ganz anderes paar schuhe sein. man sollte sich denke ich nicht darauf einschießen bestimmte dinge zu verdammen. damit ist keinem gedient und man beraubt sich einer möglichen nahezu unendlichen vielfalt.

  16. Kopfschüttler
    6. August 2009 um 14:59 Uhr

    Ich hätte gar nicht gedacht, dass “Clandesign” so eine Art eigene Szene ist; aber wenn man mal drüber machdenkt, macht das schon Sinn. Toller Blick in einen Bereich, über den ich (und bestimmt viele andere auch) noch nie nachgedacht haben.

  17. Mario
    6. August 2009 um 19:04 Uhr

    Ich habe auch als “Clandesigner” angefangen. Nach und nach habe ich mich dann weiter informiert, dazugelernt und bin zum “normalen” Webdesign gekommen. Da sich fast alle Clandesigns sehr ähnlich sind, wollte ich versuchen die massigen Eyecatcher der Clanseiten mit den Strukturen und Linien der normalen Webseiten verbinden. Leider musste ich recht schnell einsehen, dass die Kunden keine Innovationen wollen. Die Seite soll mit beeindruckenden Effekten bestechen und preisgünstig sein. Stellenweise kosten sehr gute und aufwändige Clandesigns gerade einmal 200€, da niemand nach dem Code schaut. Hauptsache, die Seite sieht im Firefox gut aus und funktioniert. Es wird absolut kein Wert auf Usability und Barrierefreiheit gelegt. Nach meiner Erfahrung, ist eine Spezialisierung auf Clandesigns absolut falsch. Denn es gibt zu wenige große Clans, die auch wirklich Geld ausgeben können und wollen.

    Just my two cents

  18. Florian
    6. August 2009 um 20:47 Uhr

    Ja, die Clan-Designs haben mich damals schon immer fasziniert. Nur konnte ich damals kein Stück Photoshop und meine Layouts sahen aus wie..naja 😉

    Schöner Beitrag!

  19. Christopher Dosin
    7. August 2009 um 13:17 Uhr

    sehr schöner Beitrag. Dennoch wäre mein persönlicher Favoriet die Internetseite von http://www.mymym.com/en/ 🙂

  20. Tom Schultz
    11. August 2009 um 09:43 Uhr

    Schöner Artikel und ich kann in vielen Punkten nur zustimmen. Hier noch ein Vertreter der Gattung Clan-Design: http://mymtw.de/de/

  21. Tobias
    12. August 2009 um 12:05 Uhr

    Clan Seiten sind im allgemeinen Produkte von Hobby Webdesignern. Zu viel Schnick Schnack, Streudesign, zu kleinteilig und unvalide und schwach optimiert. Den Kiddies wird es egal sein, mit professionellen Web Design hat es allerdings nichts zu tun. Da steckt auch kein Geld drin.

  22. Michael
    12. August 2009 um 16:56 Uhr

    Wusste gar nicht , das es so etwas wie Clandesigner gibt…
    Na da haben wir doch mal wieder was dazu gelernt ; )
    Schöner Beitrag, gerne mehr davon !

  23. kaeku
    13. August 2009 um 08:14 Uhr

    Hey! finde ich richtig gut. Ich denke du ziehlst mit diesem Beitrag genau in die richtige Richtung, denn auch wenn es manchmal für den ein oder anderen Designer schlecht erscheint ist es doch für die Clanszene sehr passend.
    Sehr schöner Beitrag!

  24. robertfork
    13. August 2009 um 13:17 Uhr

    Um hier die scheinbar fehlende Vielfalt und Individualität bei Clandesigns anzusprechen:
    Logisch sehen viele Designs gleich aus. Das hat auch einen oder mehrere gute Gründe, es gibt einen riesen Markt an mehr oder minder bekannten Clans, die erfolgreichen Clans kommen mit ihrer Seite auch gut an, weil sie einen renomierten Designer ins Boot geholt haben o.Ä. Darauf holen sich etliche kleine Clans einen der sich etwas mit Photoshop auskennt und lassen sich ein Design ähnlich dem mega tollen vom SuperClan machen. Schon haben wir Ähnlichkeiten und da der Markt an Clans sowieso überfüllt ist kommt es zwangsweise zu gleichartigen Designs.

    Aber ich habe teilweise das Gefühl hier wird doch mehr gegen Clans geschossen bzw. ihre Designs. Gut, ich stimme zu wenn der Code und die Usabilty nicht immer die Beste ist, aber seinen Zweck erfüllt es meistens doch sehr gut!
    Zudem: ich finde nicht nur in der “Branche” der Clandesigns gibt es Ähnlichkeiten …
    Schaut euch doch mal um, ich seh ständig den gleichen Aufbau, etc. und? stört es mich? nicht im Geringsten. Und ich denke das ist bei vielen hier der Fall, es fällt den meisten vermutlich nichteinmal auf wenn sie mal kurz über eine Seite drüberstöbern.

    Schlusswort: guter Artikel!

  25. Daniel
    13. August 2009 um 19:45 Uhr

    bei deinen beispielen hast du Team-awaken.de vergessen dieses in joomla umgesetzt wurde , gefällt mir persönlich besser als einige von dir genannte beispiele

    • Lennart Prange
      14. August 2009 um 12:33 Uhr

      Es ging ja auch nicht darum die besten Clandesigns zu zeigen. Und ob das von dir verlinkte eines davon ist, ist natürlich total subjektiv. Trotzdem danke für deine Ergänzung.

  26. PK FLASH
    30. August 2009 um 21:51 Uhr

    Mh eine Frage.
    Warum blendest du die Flashsachen in deinen Beispielbildern aus?

    • Lennart Prange
      31. August 2009 um 13:52 Uhr

      Liegt nicht an mir. Mein Screenshot Programm kann keine Flash Inhalte aufnehmen.

  27. Clandesigns
    14. September 2009 um 13:05 Uhr

    Sehr interessanter und anschaulicher Artikel. Inhaltlich umfangreich und passend zum Thema…
    Viele Grüße
    Markus

  28. Kerbie
    8. März 2011 um 13:17 Uhr

    Hallo,

    sehr guter Artikel, mein Lob. Vor allem verständlich und informativ. Und für die Clanszene mehr als passend, auch wenn es der Eine oder Andere Designer nicht hören will.

    Gruß

  29. Dan
    7. Dezember 2011 um 17:09 Uhr

    Beeindruckend! Wenn man davon ausgeht das der Großteil der Gaming-Szene nicht besonders alt ist, kann man nur bestaunen was diese Leute in jungem Alter schon alles an Design zaubern können. Respekt!

  30. Chris
    10. Januar 2012 um 09:52 Uhr

    Ich würde mich über ein Update dieses interessanten Artikels sehr freuen… seit Erstellung hat sich in der Clandesigns-Szene einiges getan, neue Techniken, andere Strategien bei der Erstellung der Designs… vielleicht kann der Autor hier erneut recherchieren! Toller Artikel – vielen Dank!!!