In 4 Tagen zum Portfolio – Tag 2: Recherche

  • von Lennart Prange

thumb Weiter geht’s mit dem zweiten Tag meiner Artikelserie “In 4 Tagen zum Portfolio”. Heute sollt ihr euch ein wenig inspirieren lassen und andere Webdesigner ausspionieren. Es geht darum zu schauen, was andere Webdesigner so machen und so vielleicht auf ein paar interessante Ideen zu kommen.

Dieser Schritt ist heikel. Ihr werdet viele sehr gute und interessante Portfolios entdecken, die euch als Inspiration dienen könnten. Das ist auch ok, aber Inspiration ist nur dann in Ordnung, wenn man sie am Ende nicht bemerkt.

Dieser Beitrag sammelt ein paar inspirierende Portfolios von verschiedenen Webseiten.

Kommentare und Retweets würden mich sehr freuen. Viel Spaß mit dem Beitrag.

Muss ich mich an der Auftragsbeschreibung orientieren?

Nein. Überhaupt nicht. Jedes Portfolio ist geeignet. Ihr seid nicht nur auf der Suche nach interessanten Gestaltungsmöglichkeiten sondern interessiert euch auch für die Struktur der Seite. Ob es sich dabei nun um ein schlichtes Layout handelt oder das Ganze mit vielen Effekten usw. vollgebombt ist, ist also egal.

Trotzdem ist es sinnvoll, sich ein paar Seiten rauszusuchen, die mit den Gestaltungsvorgaben zusammenpassen. Das tue ich auch in diesem Beitrag.

Portfolios mit verschiedenen Strukturen

One-Page

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Typische Struktur

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Gemeinsame Merkmale

Diese ganzen Seiten bringen nichts, wenn ihr euch nicht darüber Gedanken macht, was sie gut und schlecht machen. Ich halte es für extrem wichtig, Gemeinsamkeiten festzuhalten. Das bietet euch Orientierung für eure spätere Struktur.

Alle Portfolios haben ein kleines Intro, das auch eine recht hohe Priorität hat. Durch verschiedene Mittel wurden diese Intros eigentlich auf allen Seiten extrem hervorgehoben. So weiß der Besucher sofort wo er ist und die Seiten werden etwas persönlicher.

Weiterhin zeigen fast alle auf der Startseite die letzten Arbeiten. Alle Portfolios sind farblich interessant gestaltet und setzen so gut wie nie auf eine weiße Hintergrundfarbe.

Kaum ein Design ist total flach. Die meisten sind mit Licht und Schatten ausgestattet und wirken so etwas plastisch und dadurch interessanter.

Zufall oder nicht: Die Navi ist meistens horizontal und rechts neben dem Logo. Nachvollziehbar, denn eine neue Leiste für so wenige Navigationspunkt zu machen, würde niemandem helfen.

Atmosphäre

Wie wir in der Auftragsbeschreibung festgestellt haben, soll das Design seriös wirken und deshalb ist es ratsam, sich auch noch zu dem Thema ein wenig Inspiration zu besorgen. Es folgen ein paar Internetseiten mit klarer, seriöser Gestaltung.

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Fazit

Die 5 Seiten sind sehr hell. Ich denke, dass sollten wir für Max Mustermann auch anstreben. Die Farben sind eher dezent und sparsam eingesetzt. Apple und BKWLD zeigen, wie gut sich ein großer Eye-Catcher auf der Startseite macht. Schon jetzt kann man festhalten, dass White Space ein wichtiges Merkmal ein wird. Seriöses Design bekommt viel Platz. Dadurch wirkt alles sehr professionell. Ein gutes Beispiel ist Signalfeuer. Bread Pepper hat vielleicht sogar ein wenig zu viel freien Raum.

Wichtig: Sucht nicht nur im Internet

Aus praktischen Gründen habe ich für diesen Beitrag nur im Internet recherchiert und nicht in Zeitschriften usw. geguckt. Das könnt ihr aber ruhig machen. Es gibt viele andere Quellen für Inspiration und es wäre Schwachsinn diese nicht zu nutzen.

Fazit

Mit der Inspiration im Gepäck kann es nächstes Mal zügig mit der Struktur weitergehen. Ihr wisst, welche Elemente besonders wichtig sind. Ihr könnt nun auch entscheiden, was für eine Struktur sinnvoll ist. One-Page oder nicht. Außerdem habt ihr ein wenig Inspiration für die Gestaltungsmöglichkeiten gesammelt.

Finaler Tipp: Ein Ideenbuch

Bei euren Recherchen werdet ihr verschiedenstes Material sammeln. Das kann euch alles später noch mal hilfreich sein. Vielleicht könnt ihr diese Inspiration ja sogar kategorisieren. Ihr könnt euch auch einen Lesezeichen Ordner in eurem Browser anlegen oder Screenshots von tollen Seiten erstellen.

Was ist mit euch?

Wie geht ihr die Recherche an? In welchen Online-Galerien schaut ihr? Was inspiriert euch besonders Offline und habt ihr ein Ideenbuch?

10 Kommentare

  1. tobi
    23. Juni 2009 um 08:53 Uhr

    Guter Bericht. Vor allem die Portfolios sind gut ausgewählt. Mir gefällt besonders das von Sergio Noviello.
    Vor allem Smashing Magazine finde ich eine exzellente Quelle für Inspirationen. Inzwischen aber auch Deine Seite 😛
    Offline inspiriert mich am meisten die Natur. Was ich für Ideen aus der Natur ziehe, kann ich gar nicht aufzählen lol

  2. Barbara
    23. Juni 2009 um 20:59 Uhr

    Auch für mich ist die Natur eine der besten Inspirationsquellen. Einfach mal abschalten und frische Luft einatmen, da kommen mir oft die besten Ideen.
    Online-Galerien sind natürlich durch nichts zu ersetzen. Sehr gut finde ich bestwebgallery.com und http://www.visualsafe.de.
    Ausserdem lese ich jede Menge Blogs, hauptsächlich aus dem englischsprachigen Raum. Smashing Magazine und sixrevisions.com sind meine Lieblinge.
    Inspirationsquellen müssen nicht unbedingt Web-Layouts sein. Manchmal ist es auch ein Icon-Set oder eine Photoshop-Brush. Tutorials finde ich auch oft sehr inspirierend.

    Gefällt mir bis jetzt übrigens sehr gut, diese Beitragsreihe. Bin gespannt auf die Fortsetzung 🙂

  3. Schorschi
    23. Juni 2009 um 21:02 Uhr

    Schöner Artikel.
    Ich muss dazu aber eigentlich sagen, dass ich, wenn ich ein neues Projekt, wie hier ein Portfolio, plane, dann habe ich zuerst eine Idee im Kopf. Hier ist die Idee: Portfolio mit meinen Referenzen! und DANN fange ich zuerst an mich von anderen Seiten zu inspirieren. Noch bevor ich Struktur und genauere Planung (1. Artikel von dir) mache.
    Wie ist es bei euch? Fangt ihr wirklich zuerst mit einer genaueren Planung an?

    Gruß Schorschi

    • Lennart Prange
      23. Juni 2009 um 21:54 Uhr

      Danke.
      Naja, jeder Auftrag beginnt mit einem Briefing und das war der erste Beitrag. Das hatte noch nicht so viel mit Struktur und genauerer Planung zu tun. Das war eher oberflächlich.

    • Barbara
      24. Juni 2009 um 09:11 Uhr

      Ich habe meist schon ziemlich genaue Ideen von der Struktur und dem ungefähren Design-Stil der Website. Erst dann hole ich mir Inspiration in den Galerien. Ich picke mir dann die Layouts raus, die in etwa dem entsprechen, was ich mir vorgestellt habe. Aber eben: nur inspirieren lassen, nicht kopieren 😉 Das Endprodukt hat dann meist nicht mehr viel mit den Inspirationsquellen gemeinsam.

  4. Manko10
    23. Juni 2009 um 21:42 Uhr

    Hallo, schöne Artikelserie. Jetzt bin ich auch endlich dazu gekommen, sie zu lesen. Sorry, aber bei der Menge an Feeds, die ich abonniert habe, kann ich nicht alle auf einmal lesen. Von vielen lesen ich auch nur die Headline oder das Intro und entscheide dann, ob ich ihn eingehender betrachte oder auslasse. Einige andere schiebe ich mir dann für freie Zeiten auf. Ansonsten wäre ich ja nur noch am Bloglesen und Stress will ich mir auch nicht machen. 😉

    Meine Inspirationsquellen sind auch die Natur (sowohl das intensive Erleben der Natur, wenn man sich mitten in ihr befindet als auch der einfache Blick aus dem Fenster) und ganz klar die Arbeit anderer Designer. Hier muss man aber natürlich aufpassen, dass man sich nur inspirieren lässt und nicht kopiert.

  5. Rata
    24. Juni 2009 um 04:17 Uhr

    Du fragst nach uns.

    Was mich anbelangt: habe 24/7/365 ein Diktiergerät zur Hand, ja, auch im Bett 🙂
    Erst recht sogar da 😛

    Ein IdeenBUCH führe ich nicht, führe statt dessen seit gut 18 Jahren Datenbanken, in die ich alles reinwerfe.
    Das fing mit F&A (Q&A) auf DOS an und ging dann mit dem Wechsel auf Mac® und FileMaker weiter, … bis heute.
    Zettelwirtschaft betreibe ich keine mehr und wenn sich doch mehr als 30 größere und kleinere Zettel „irgendwie“ versammelt haben, dann weiß ich, daß aktuell etwas mit mir nicht stimmt 😉
    Ich nehme das als Protestkundgebung gegen mein chaotisches Naturell zu Kenntnis …

    Gute Umsetzungen anderer aus Publikationen scanne ich aber zuweilen und … wieder mal … werde sie in einen Ordner, der „Sammelschrott“ heißt.
    In raren Depri-Stunden oder wenn Heiligabend ist, wühle ich da drin rum und bin für Monate wieder aufgetankt 🙂

    Lieber Gruß
    Rata

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