Web und Printdesign – zwei verschiedene Welten

  • von Lennart Prange

printdesign Kürzlich hatte ich eine kurze Diskussion mit einem anderen Webdesigner über das eigene Leistungsspektrum. Wenn man Photoshop beherrscht und sich mit Gestaltungsgrundlagen auskennt kann man doch auch gelegentlich Printdesign anbieten. Zum Beispiel ein paar Flyer, Einladungen oder kleine Broschüren.

Ich würde das Thema gerne an euch weitergeben. Natürlich werde ich es mir nicht nehmen lassen, meine eigene Meinung kurz darzustellen.

Ich freue mich auf eure Kommentare. Viel Spaß mit dem Beitrag und (hoffentlich) der Diskussion.

Übrigens sorry für das Eingangsbild. Schließlich bieten sich hier viele Motive an. Ich hatte gerade aber nichts vorrätig 🙁

Meine Meinung

Ich fahre auf einer Schiene. Webdesign und nichts anderes. Klar, wenn es sein muss, kann ich auch mal ein Flyer erstellen, zum Beispiel für die Party eines Freundes, aber eigentlich gehört Printdesign nicht zu den von mir angebotenen Leistungen.

Ich habe mit dem Web angefangen und realisiert, dass Print und Web zwei vollkommen verschiedene Welten sind. Selbstverständlich lassen sich hier und da Grundlagen übertragen und ein Flyer oder eine Broschüre von mir wird wahrscheinlich besser sein, als eine Arbeit, die mit Word von einem Amateur erstellt wurde, aber könnte der Flyer oder die Broschüre meinen Ansprüchen genügen? Wahrscheinlich nicht. Würde ich so viel Spaß wie bei der Arbeit mit dem Web haben? Wohl kaum.

Es ist ja offensichtlich, dass ich einen großen Teil meiner Kenntnisse nicht für den Print Bereich brauche (CSS kann ich zum Beispiel nicht anwenden) und wiederum andere wichtige Kenntnisse nicht besitze. Ein Thema wäre zum Beispiel Typographie. Dort kann ich natürlich nicht so viel, wie der ausgebildete Printdesigner, da die Möglichkeiten im Web einfach lächerlich sind, wenn man sie mit denen eines professionellen Satz Programms vergleicht.

Um wirklich professionell arbeiten zu können, müsste ich also einiges nachholen. Oder halb gare Lösungen anbieten, die dem Kunden wahrscheinlich genügen, mich aber eher nerven.

Im Internet gibt es genügend potenzielle Kunden. Ich empfinde es nicht als notwendig, auch noch Printdesign anzubieten. Daher halte ich mich dort zurück und lehne Anfragen normalerweise ab. Denn wenn ich mich auf das konzentriere, was ich wirklich kann und was ich gerne tue, sind meine Arbeiten erstens besser und bin ich zweitens Effizienter. Und drittens habe ich mehr Spaß.

Das sind meine drei Hauptgründe.

Trotzdem will ich euch raten, auch wenn ihr nichts mit Printdesign zu tun habt, über den Tellerrand zu schauen, und euch ein wenig damit zu beschäftigen. Nicht mit dem Ziel, als genialer Printdesigner in die Geschichte einzugehen sondern mit der Absicht, interessante und vor allem andere Ansätze auf eure Webdesigns zu übertragen.

In “Einzigartiges Webdesign ist eine Seltenheit” habe ich bereits angesprochen, dass mir das Web allmählich zu langweilig wird und vielleicht kommt ihr auf interessante Ideen, wenn ihr euch mit einer anderen, teilweise verwandten, Thematik beschäftigt.

Eure Meinung, eure Erfahrungen und euer Leistungsspektrum? Ich bin gespannt!

33 Kommentare

  1. NewsShit!
    4. September 2009 um 00:03 Uhr

    Ich kenne beide Seiten: Hab’ früher sehr viel Web-Design (Autodidakt) gemacht, mich dann aber auf Print-Design (das habe ich von der Picke auf gelernt) spezialisiert. Und wie Du schon sagst: Das Handwerkszeug ist grundverschieden.
    Klar, Photoshop kommt bei beiden zum Einsatz aber z.B. mit komplett anderen Pixelabmessungen und Möglichkeiten aber dann war’s das auch größtenteils mit den Gemeinsamkeiten.
    Es gibt Dinge, die kann man auf Monitoren super darstellen, die im Druck niemals funktionieren – und umgekehrt. Schon allein einem Kunden erklären zu müssen, daß es kein Neon-Grün im Vierfarbdruck geben kann, erntet oft komische Blicke 🙂

  2. Rata
    4. September 2009 um 02:44 Uhr

    Web- und Printdesign unmittelbar zu vergleichen ist ähnlich meschugge, wie Windows® mit Apple® in einem unmittelbaren Konkurrenzkampf zu sehen.
    Beide geben etwas aus, nur das eine hat eine pure IT-Struktur, während zum anderen auch noch ‘ne Menge abgestimmte Hardware hinzu kommt.

    Am Ende „sieht“ man bei beidem etwas, sogar sehr ähnliches, tja, aber es sind halt doch größere Unterschiede zu bedenken.

    Ok. Jeder Vergleich hinkt 😛 und der hier besonders. Fiel mir nur gerade so ein, es ist ja schon spät.

    Ein Gebiet *wirklich* zu beherrschen ist tausendmal mehr wert, als auf zweien jeweils Dreiviertelwissen vorweisen zu können.

    Ich gebe Dir also vollkommen Recht, Schuster bleib bei Deinen Leisten 😉

    Lieber Gruß
    Rata

  3. Manuel Schmöllerl
    4. September 2009 um 08:41 Uhr

    Meine (kurze) Meinung dazu:
    Wenn ihr mit folgenden Begriffen nichts anfangen könnt, lasst die Finger von (professionellem) Printdesign.
    + CMYK
    + Überfüller
    + Überdrucken
    + Punkt
    + 60er-Raster

    Die Erstellung von Flyer oder Visitenkarten für Freunde ist davon natürlich ausgeschlossen und zählt auch nicht zu professionellem Printdesign.

  4. womaninweb
    4. September 2009 um 10:15 Uhr

    Hallo Lennart,
    du hattest es in deinem Artikel ja bereits bemerkt: es muss Spass machen! Wenn man keine Lust auf solche Sachen hat, sollte man es auch nicht anbieten. Mir persönlich macht gestalten einfach Spass, fast egal welche Richtung. Und mittlerweile bietet das Internet genügend Möglichkeiten, sich fortzubilden und entsprechende Informatioen zu bekommen. Es liegt dann am Talent, Fleiss und Interesse, was man daraus macht. Sich auch mit anderen Bereichen der Gestaltung zu beschäftigen, kann in der Tat auch sehr bereichernd für den Kernbeich sein.

    Das Beste, was mir an Projekten bisher untergekommen war, war eine komplette Gestaltung von Web und Print: mit Logo, Webseite, Plakat, Flyern, Broschüre und Präsentationspanel. Das war eine Gelegenheit, einen kompletten Auftritt aus einem Guss zu erstellen und letztendlich sehr befriedigend – dafür habe gerne den Aufwand, sich im Printbereich kundiger zu machen, auf mich genommen. Und, sagen mal so, den Koryphären in Web, Print, Artwork usw. ist es auch nicht über Nacht zugeflogen. Können kann man üben, die Freude an der Sache muss aber in jedem Fall vorhanden sein, denn das merkt man den Werken an.

  5. Marius
    4. September 2009 um 10:43 Uhr

    Also ich bin sozusagen ein Hybrid. Mein Schwerpunkt liegt zwar im Printbereich, einfach weil meine Agentur hier auch die meisten Kunden hat, es vergeht aber kaum eine Woche in der ich nicht an einer Webseite rumlayoute. Das Layouten von Webseiten und bauen von Flashs ist dann aber auch alles von mir auf der Web-Seite. Bei Print mache ich eigentlich alles, von der Visitenkarte, über Anzeigen und Imagebroschüren bis zum Messestand.

    Sobald es irgendwo geht, versuche ich die beiden Seiten aber Einfluss aufeinander nehmen zu lassen.

    Die Mischung macht’s!

  6. Pixelschwester
    4. September 2009 um 12:18 Uhr

    Ich würde auch jedem reinen Webdesigner davon abraten, eben mal schnell einen hochwertigen Flyer in Photoshop zu erstellen! Die Grundkenntnisse sind sehr umfangreich, es gelten auch andere Gestaltungsgrundsätze als im Web. Schon alleine bei den verschiedenen Druckverfahren gibt es viel zu beachten bzgl. des Farbeinsatzes (Verläufe etc.). Und dann kommen noch so kleine Dinge wie das Überdrucken um Blitzer zu vermeiden hinzu, Schriften rastern etc., um nur einige zu nennen.
    Ich fahre sozusagen zweigleisig, vermeide aber Print, wenn mir die Werkzeuge wie z.B. ein professionelles Satzprogramm nicht zur Verfügung stehen.

  7. Kathi
    4. September 2009 um 14:36 Uhr

    Erst einmal vielen Dank für diesen Beitrag. Ich find es gut, dass ich mit meiner Meinung nicht allein dasteht. Für mich sind Print und Web 2 Welten, die zwar einige Gemeinsamkeiten haben (Gestaltungsgrundlagen) aber mindestens genauso doll unterscheiden.
    Ich selber bin Mediengestalterin und habe meinen Schwerpunkt im Nonprint / Web gefunden. Wenn wirklich mal Print-Aufgaben kommen, dann graut es mich jedes mal davor. Erstmal die riesigen Photoshop-Datein, die man erstellt, die einen fast Erschlagen. :-/ Naja und was man alles beachten muss rund um den Druck. Für mich persönlich ist Print eine fremde Welt, die ich soweit es geht meide.

    Sicher mache ich zu einigen Webprojekten dann auch mal noch passende Visitenkarte, aber das ist dann schon das höchste der Gefühle. Allerdings ich finde es gut, dass es die beiden Bereich gibt und sich somit jeder aussuchen kann was ihm persönlich liegt und woran er mehr Freunde hat.
    Für mich habe ich festgestellt, dass mir Webdesign viel Spaß macht und mich das modellieren von 3D-Objekten total begeistert.

  8. Bondi
    4. September 2009 um 20:43 Uhr

    Als Webdesigner kennt man die Tücken der Browser und der
    Hacks, die einem das Leben schwer machen ein Layout umzusetzen. Mit diesem Background, den Erfahrungswerten und ich sag mal mit den webspezifischen Gestaltungsregeln macht man ein Layout für den Screen/User. Mich graust es Layouts von reinen Printern zu bekommen.

  9. Michl
    4. September 2009 um 22:40 Uhr

    Allright, es kommt in meinen Augen auf die genaue Tätigkeit an, die man selbst ausübt. Als Freischaffende 1-Man Show ist Spezialisierung alles, gerade weil es vor allem Zeit und damit Geld spart. In Agenturen sieht das je nach größe allerdings anders aus. Ich zum Beispiel arbeite als AD in einer großen Agentur sehr stark konzeptionell an vielen integrierten Kampagnen, bei denen am Ende dann alle möglichen Kanäle bespielt werden sollen: also E-Mail, Microsite, Banner, Anzeige, Mailing und Ambient etwa. Um so einen Job anständig machen zu können, ist es eigentlich unumgänglich ein gewisses Maß an Wissen aus beiden Bereichen zu haben.

    Unter diesem Aspekt und der Tatsache, dass man aus dem jeweils anderen Bereich auch viel lernen kann (Wertigkeit vom Kommunikation, Typographie, Proportionen, Call to Action, etc.), rate ich nur jedem, sich Gelegentlich auch die anderen Bereiche anzusehen. Und zwar am Besten so genau, dass man bei der Aquise auch genügend Wissen parat hat, um dem Kunden auch als Webdesigner ein Printprodukt verkaufen zu können – ganz egal, ob ihr es am Ende macht oder nicht. Für den Kunden zählt dann zunächst, dass er gut beraten ist.

  10. Xea
    5. September 2009 um 15:56 Uhr

    Es gibt zwar große Unterschiede, aber dennoch kann man Verbindungen und Ähnlichkeiten erkennen. Man kann Ideen von einem Bereich in einen anderen Übernehmen. Zum Beispiel hab ich mal ein PDF-Anmeldeformular entworfen und für jedes Eingabefeld eine kleine Beschreibung eingefügt, wie es im Internet auch oft gemacht wird. Beispielsweise steht nehmen dem Passwort-Feld, wie viel Zeichen und Zahlen man benutzen darf/muss.

    Rata:
    “Web- und Printdesign unmittelbar zu vergleichen ist ähnlich meschugge, wie Windows® mit Apple® in einem unmittelbaren Konkurrenzkampf zu sehen.”

    Zumal Windows ein Produkt und Apple ein Unternehmen ist. 😉

  11. Manu
    5. September 2009 um 22:15 Uhr

    Ich finde wenn man sich ausgiebig genug mit Webdesign beschäftigt hat kann man durchaus über Tellerand blicken und sich eine neue Bereicherung holen. Bin also Deiner Meinung, Lennart.

    Dies gilt jedoch nur in eine Richtung und nicht anders: Wenn man als Printdesigner sich mal eben an einer Website vergnügen will, dann sollte man die Finger davon lassen. Denn das endet sowieso nur im Chaos und solche Seiten haben wir sicher schon alle zur Genüge gesehen.

    • Manuel
      8. September 2009 um 22:42 Uhr

      Sowie man auch schon Plakate und Anzeigen gesehen hat bei denen man sich fragen muss welcher unfähige $Depp dafür nur verantwortlich gewesen sein mag.
      Während meiner Ausbildung hatte ich an der Schule für beide Fachrichtungen Unterricht, sowohl für Web als auch fast doppelt so viel für Print. Heute könnte ich ohne lange nach zu schlagen kaum mehr sagen was bei Printmedien alles zu beachten war. Das Thema ist in mancherlei Hinsicht so komplex wie es die Erstellung einer Webseite erst würde, schiebt man noch Programmierung, Flash und Seo dazu.
      Bei mir sieht es kaum anders aus als wie bei den meisten hier. Mal eben ne Visitenkarte oder nen Flyer könnte ich noch aus dem Ärmel schütteln. Eine qualitativ vertretbare Arbeit würde mich hingegen Wochen kosten und dann doch am fehlenden KnowHow scheitern.

  12. Queron
    9. September 2009 um 12:49 Uhr

    @Kathi: Für ein Print-Layout benutzt man kein Photoshop sondern InDesign – dann werden die Dateien auch nicht so groß 😉

    • Jenny
      2. Januar 2012 um 12:24 Uhr

      Na endlich spricht mal jemand das richtige Programm für den Printbereich aus 😉

  13. Marcus
    10. September 2009 um 11:07 Uhr

    In der heutigen Zeit muss man aber meist beides Anbieten um den Kunden gerecht zu werden und nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Man sollte natürlich wissen das Print eine andere Anforderung einem abverlangt als webdesign, aber auch viele parallelen.

  14. Zwiebel
    11. September 2009 um 08:53 Uhr

    @Queron Photoshop ist ein Bildbearbeitungsprogramm, Indesign ein Satzprogramm. Für mich ist die Kombi aus beiden ist das Optimum. D.h. aber nicht das ich aus PS nicht ausschiessen kann. Kathi meinte vermutl. die PSD-Datei mit vielen Ebenen, die sich allerdings mit ausreichend Speicher gut händeln läßt.

  15. Andre
    11. September 2009 um 13:25 Uhr

    Also ich mache beruflich beides. Mehr Web, aber eben auch DTP. Dazu gehören auch Kataloge und Stoff-banner.

    Beides ist eine Materie für sich, aber man kann beides Problemlos abdecken sofern man sich dafür Interessiert.

    Ich arbeite auch am liebsten im Web, weil man dort einfach etwas mehr Freiheiten geniest und nicht so sehr an Design “Gesetze” gebunden ist wie im Print bereich.

    Allerdings hebt ein toller Print auf Mattem Papier oder andere finishing Techniken die eigene Arbeit nochmal auf eine andere Ebene. Und man muss sich keine Gedanken um die IE6 machem 😉

  16. nicolas
    15. September 2009 um 18:27 Uhr

    Wir bieten bei uns beides an, da viele Kunden nach dem erstellen der Website auch gerne noch ein Flyer oder ein Plakat hätten. Es ist aber sicher so, dass ein guter Webdesigner nicht unbedingt auch super Printdesign arbeiten abliefern kann. Aber wenn man sieht was alles so rumhängt, sind die Arbeiten eines Webdesigner zumindest Optisch besser.
    Das Hauptproblem ist eigentlich immer nur die verschiedenen Druckereien, welche verschiedene Dateien möchten.

  17. teazmo
    16. September 2009 um 20:16 Uhr

    Außer der Tatsache, dass man Text am Bildschirm schlechter lesen kann und dass darum der Textanteil kürzer und die Schriftgröße größer gewählt werden sollte, sollte man mit Typographie überall gleich korrekt umgehen oder versuchen umzugehen: Mir fällt z.B. oft auf, dass Zeilenlängen sehr lang sind und dass ich speziell in Tutorials Mühe habe, mir die Sache aufmerksam durchzulesen. ..oder die Schriftgröße ist zu klein gewählt… oder die Seite ist zu überladen. Als Webdesigner weiß ich, dass die Mittel zur Umsetzung eines tollen Satzbildes (noch) begrenzt sind (vielleicht ändert sich etwas mit CSS3), aber letztendlich ist die Lesbarkeit entscheidend und gute Lesbarkeit= hochwertigere Gestaltung

  18. Michael Karl
    22. September 2009 um 23:57 Uhr

    Ich denke mal es kommt drauf an, über welchen fachlichen Background man verfügt. Die bisherigen Kommentare schienen auch alle in diese Richtung abzuzielen.

    Bevor ich beginne mich mit Print zu beschäftigen gebe ich den Auftrag lieber an einen fähigen Designer weiter. So sind mir seine Web-Aufträge sicher, und ich kann mich mit dem beschäftigen was ich kann.

    Auch wenn ich ab und an mit Indesign arbeite würde ich mir nicht zutrauen, ein professionelles Printdesign abzuliefern.

  19. torsten
    24. September 2009 um 17:18 Uhr

    Ich mache hauptsächlich Webdesign. Wenn Kunden ein Komplettangebot haben möchten, dann mache ich das auch selber oder ich ziehe bei Bedarf Printspezialisten hinzu.

    Schlimm, also ganz schlimm wird es, wenn ich von einem Printdesigner das Screendesign zur Umsetzung bekomme. Das zieht meistens lange Gespräche nach sich.

    Ganz subjektiv, ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die “Printleute” irgendwie nicht wahrhaben wollen, dass es neben dem altehrwürdigen gedrucktem noch was anderes gibt. So sehen dann auch meistens die Webseiten derjenigen aus. Feste Größe, innere Scrollbalken und so weiter.

    Warum können die nicht auch einfach einen Webdesigner beauftragen? Die Kunden würde es freuen …

  20. Harald
    25. September 2009 um 23:16 Uhr

    Ich denke, es hängt vom Umfeld ab. Hohe Qualität erfordert auch hohe Spezialisierung. Aber nicht jeder Kunde will hohe Qualität, sondern einfach nur einen durchschnittlichen Firmenauftritt, ein bisschen SEO und dazu einen Briefbogen und Visitenkarten.

    Das ist dann aber eher ein Job für den Mediengestalter als für den Designer.

  21. Mark
    26. September 2009 um 23:56 Uhr

    Es ist natürlich immer schwer, einen potentiellen Auftrag aus professionellen Gründen abzulehnen. Also wenn ein Webdesigner ein Printdesign ablehnt. Aber schlechte Arbeit spricht sich nunmal schneller rum, als gute, und wenn einem das Printdesign misslingt kann das ein echte Reinfall werden…

  22. Dominik
    3. Oktober 2009 um 09:09 Uhr

    Wer seinen Kunden Qualität und Kompetenz bieten will, sollte von solchen “Experimente” die Finger lassen. Wer flucht nicht über all die mehr oder weniger inkompetenten Webdesigner, die für einen Hungerlohn weiter und weiter Katastrophen ins Netz stellen? Wer seinen Kunden ganzheitliche, aber auch nachhaltige Lösungen bieten will, sollte sich jemanden dazu holen, der/die sein Werk versteht. Ich habe mir eine jungen Grafikerin mit an Board geholt (natürlich auf freiberuflicher Basis), die gute Leistung bringt – und nebenbei auch ganz hübsch aussieht -. Auch wenn man abgibt kann man ein wenig dazu verdienen.

  23. Marvin
    7. Oktober 2009 um 08:55 Uhr

    entweder oder! spezialisierung ist besser! so, jetzt ist bes raus! 🙂

  24. Manuel Wedderien
    9. Oktober 2009 um 14:37 Uhr

    Erlich gesagt freue ich mich immer wieder, wenn ich einen Printdesign Auftrag bekommen. Im Gegensatz zum Webdesign kann man im Printdesign gestalterische Freiheit genießen, da man einfach nicht an Grenzen der HTML Codierung steht, sondern das Design wirklich 100% WYSIWYG ist 😉

  25. seba
    12. Oktober 2009 um 05:53 Uhr

    nur website, flyer, folder, broschüre sind noch keine kommunikation. die komunikation ist das worum es doch eigentlich geht und nicht die gestaltung als selbstzweck – das benötigte wissen kann man projektbezogen – “onDemand” quasi gezielt ergänzen – die problematik darin besteht in time und somit in budget. beides sind größen die man als freelancer nicht hat und an denen ein projekt scheitern kann. daher meine devise … briefing, konzept, projektmanagment, aufgabenverteilung ins netzwerk, koordinieren und erfolgreich abschliessen …FAZIT: man kann beides anbieten – muss und sollte es nach möglichkeit auch nicht alleine machen

  26. xmjay
    12. Oktober 2009 um 17:39 Uhr

    Print- und Webdesign sind (auch für mich) zwei verschiedene Schuhe.Beim Webworken ist u.A. wichtig, Benutzerfreundlich zu gestalten (Browserkompatibität, etc.) und beim Printdesign ist vieles zu beachten, damit das printen gelingt.Okay, bei S/W-Druck werden die “Fettnäpfchen” stark minimiert…

  27. Mawin
    17. Oktober 2009 um 05:35 Uhr

    Printdesign wird auch meistens nicht von einem Webdesigner erstellt. Printdesign erstellen Grafikdesigner (gut, diese erstellen auch Webseiten, ABER die Grafikdesigner machen daraus dann kein HTML). Ich würde niemals zu einem Webdesigner gehen und erwarten, dass er mir einen Flyer erstellt. So wie ich auch nicht zu Bäcker gehe und eine Torte hätte. Torten gibt es beim Konditor 😉

  28. dominique
    7. Dezember 2009 um 10:21 Uhr

    Web- und Printdesign sind natürlich unterschiedlich. Naja Webdesigner haben mit Flyer nichts zu tun. Ihre Arbeit besteht in etwas ganz anderem.

  29. Maxim
    5. Juli 2010 um 16:14 Uhr

    Ich finde auch, mann kann nicht alles in einen Topf schmeißen, Webdesign und Printdesign sowieso nicht. Aber auch im Printdesign selbst gibt es noch Unterschiede, Flayer und Plakate sind wieder etwas ganz anderes als z.B. Großbanner und Werbedrucke auf Autos ect.

    Ich habe auch als Webdesigner angefangen, mich dann aber, im Rahmen meiner Arbeit, zum Printdesign bewegt und hier in Richtung Werbedruck für Fahrzeuge, Fahnen und Zelte oder auch Pagoden. Da muss man auch wieder zwischen glänzenden und matten Oberflächen unterscheiden usw.

    Abschlißend kann ich sagen, dass Print kaum etwas mit Web zutun hat und ich nie von einem Webdesigner erwarten würde einen genialen Werbedruck für ein Zelt zu entwerfen, genauso wie ich von einem Printdesigner nicht erwarten kann eine Webseite zu bauen.
    Was mich aber immer verwundert ist, dass viele Firmen zwar einen Webdesigner zur Anstellung suchen aber immer nach einem Mediengestalter fragen, wobei der ja in Richtung Print geht.

  30. Stephano
    6. Dezember 2010 um 17:10 Uhr

    Printerzeugnisse funktionieren anderst, z. B. Flyer, Plakate sind schneller und müssen den Adressaten gleich packen. Das weiss ein erfahrener Printdesigner und ihn muss man auch machen lassen. Beim Webdesign spielt auch die technische Komponente eine wichtige Rolle, die ja bei Drucksachen völlig entfallt. Von daher sind das selbstverständlich zwei Paar Schuhe.

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