Wie wird man berühmt und reich wie Mark Zuckerberg?

  • von Lennart Prange

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Foto von ApesaraEinige Rechte vorbehalten

Das Internet macht es möglich. Überall gibt es neue Projekte. Es gibt eine unüberschaubare Vielzahl von nützlichen und völlig unnützen realisierten Ideen im Internet. Kein Wunder. Schließlich will man es Menschen wie Mark Zuckerberg gleichtun. Der hat im Jahr 2004 Facebook gegründet. Laut Wikipedia beläuft sich sein Vermögen auf ca. 1,5 Milliarden Dollar. Nicht schlecht, oder?

Es gibt viele weitere Beispiele für erfolgreiche Webprojekte. Woher kommt der Erfolg und kann jeder Mensch so etwas leisten?

Kommentare und Social Bookmarks würden mich sehr freuen. Viel Spaß mit dem Beitrag.

1. Kreativ ist jeder

Kreative Ideen mit viel Potenzial entstehen bei jedem Menschen. Jeder hat kreative Fähigkeiten. Allerdings ist die Fähigkeit unterschiedlich ausgeprägt. Die Kreativität ist bei Menschen häufig in einzelnen Bereichen besonders stark ausgeprägt. In anderen Bereichen fällt es diesen Denkern schwerer, kreative Gedanken hervorzubringen.

Viele Menschen sind es einfach nicht gewohnt kreativ zu sein. Ich empfehle den Artikel “Die 10 wichtigsten Vorraussetzungen für Kreativität“.

2. Wichtig: Notizbuch – immer und überall

Ideen bekommt man häufig (und das nicht ohne Grund) in den ungewöhnlichsten Situationen. Meistens genau dann, wenn man keine neuen Ideen gebrauchen kann. Es ist extrem wichtig, immer ein Notizbuch mit sich zu führen. Dort kann man die Idee notieren und sich später darüber Gedanken machen. Am besten besorgt ihr euch ein wasserfestes Notizbuch, dass ihr sogar mit zum Schwimmen mitnehmen könnt 😉

3. Denkt über eure Ideen nach

Menschen haben die Angewohnheit schnell zu urteilen. Das ist so auch völlig ok. Andernfalls wären wir weniger effizient. Wie lange würde ein Klamotteneinkauf dauern, wenn man nicht nach dem ersten Eindruck urteilen würde und so schon 98% des Angebots aussortieren würde? Ewig. Man müsste jedes einzelne Teil anprobieren.

Meistens liegen wir mit unserem ersten Eindruck richtig, aber nach dem anprobieren können sich auch zuvor als hässlich bezeichnete Klamotten zu wirklichen Juwelen entwickeln.

Die Angewohnheit, schnell über Sinn und Unsinn einer Idee zu urteilen, sollte man sich abgewöhnen. Vielmehr sollte man versuchen, jede Idee einer fairen Beurteilung zu unterziehen.

4. Ideen sollten Probleme lösen

Wer erfolgreich sein will sollte mit seiner Idee die Probleme anderer Leute lösen bzw. seine eigenen Probleme lösen, die auch andere haben könnten.

Ein Beispiel dafür ist die Suchmaschine lootogo.de. “lootogo ist Deutschlands erste Klosuchmaschine mit Bewertungsfunktion.” Wer in der Stadt ist und schnell eine angenehme Toilette sucht, gibt seinen Standort ein und bekommt Vorschläge mit Bewertungen von anderen Nutzern. Die Idee ist sehr kreativ und auch sinnvoll. Das Problem haben sicherlich viele. Es gibt in Großstädten zwar einige Toiletten, aber diese schnell zu finden ist nicht immer leicht. Häufig stößt man dann auf eine total verdreckte Toilette. Mit der Suchmaschine kann man das vermeiden. Natürlich hat nicht jeder gerade einen Computer zur Hand, aber im Zeitalter des iPhones haben sicherlich viele die Möglichkeit, auf dieses Angebot zurückzugreifen. Eine Idee mit Zukunft. Eventuell.

5. No risk, no money

Vielleicht hattet ihr bereits eine super Idee. Vielleicht habt ihr sogar ein ausformuliertes Konzept in irgendeiner Schublade liegen. Nur hattet ihr leider nie die Zeit, die Idee umzusetzen. Hier ist das Problem. Die Idee setzt sich ja nicht von alleine um. Eine Idee ist gut, aber sie muss realisiert werden. Eine Idee ist ein Satz. Sie muss erweitert und konkretisiert werden. Um schließlich muss sie umgesetzt werden.

Wer nicht bereit ist ein gewisses Risiko auf sich zu nehmen, wird auch keinen überdurchschnittlichen Erfolg haben. Vielleicht muss man einfach mal ein Kunden liegen lassen, um seine Idee umsetzen zu können.

Ich weiß nicht, wie Zuckerbergs Leistungen in Harvard unter Facebook gelitten haben. Ich weiß aber, dass er 2006 sein Studium abgebrochen hat. Wäre die Idee gescheitert würde Mark Zuckerberg ziemlich dumm da stehen.

6. Am Anfang ist man immer der Dumme

Ihr könnt davon ausgehen, dass kaum jemand am Anfang an eure Idee glaubt. Das ist schade, aber man muss es aushalten. Wer glaubte an Microsoft? Bill Gates hat es trotzdem durchgezogen. Egal was ihr von dem Betriebssystem haltet: Man muss zugeben, dass er Erfolg hat/hatte.

Der typische Mitläufer und unter Gruppenzwang leidender Mensch, braucht gar nicht erst vom Erfolg zu träumen. Man muss an seine eigene Idee glauben. Natürlich darf man das auch nicht blind tun. Man kann und sollte sich die Meinungen der Kritiker anhören. Vielleicht haben sie ja doch recht?

7. Ein Mann Projekte

Kommt nicht auf die Idee, dass ihr etwas großes ganz alleine aufziehen könnt. Das klappt nur selten.

Da eh nur die wenigsten Ideen erfolgreich werden, wäre es doof, auch noch das Risiko einzugehen, dass das Projekte an Selbstüberschätzung scheitert.

Fazit

Wer bereit ist ein Risiko einzugehen, kann im Internet erfolgreich sein. Es braucht Kreativität und Durchhaltevermögen. Ich will euch nicht raten, für eine Idee sofort alles stehen und liegen zu lassen. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie Risikobereit er ist. Einen Bonusratschlag habe ich noch: Steht wieder auf. Auch Mark Zuckerberg befasste sich vor Facebook mit anderen Projekten, die alle erfolglos blieben. Er hätte aufgeben können. Viele hätten es wahrscheinlich auch getan. Facebook hat mir dann aber doch recht gegeben: Beharrlichkeit ist ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs.

9 Kommentare

  1. Ben
    14. Mai 2009 um 14:21 Uhr

    Juhu, ich werde reich – jedenfalls wenn ich deinem Artikel glauben schenke, denn die meisten der dort aufgeführten Punkte zählen für mich zur Selbstverständlichkeit.

    Allerdings …
    Ich hab in meinem “schwarzen Büchlein” auch schon die eine oder andere Idee, die mit Sicherheit grandios einschlagen würde. Einige der Ideen, die dort seit Jahren gesammelt werden, wurden auch schon umgesetzt, allerdings nicht von mir.

    Knackpunkt ist folgender Satz: “die Reichen werden immer reicher …”

    Mir liegt es fern jemanden zu verurteilen der mehr Geld hat, oder erneut eine Schichtendiskussion einzuberufen, allerdings steckt in diesem Satz teilweise schon sehr viel Wahrheit.

    Eine Idee zu haben und diese dann umzusetzen sind zwei Paar Schuhe, die sich meistens am Faktor Gelt + Zeit = kannst du dir das leisten ? scheitern.

    Natürlich gibt es Ausnahmen, keine Frage, diese Ausnahmen dominieren ja auch unsere Wunschgedanken. Die Frage die man sich stellen muss sieht aber doch anders aus: “Sind diese Ausnahmen die Regel ?”

    Kühl betrachtet bin ich mir sicher, das jeder ein paar Chancen im Leben hat, welche überaus günstig sind – die meisten übersehen diese allerdings. Sei es der eigene Stolz, fehlendes Wissen oder der Mut einfach mal alles auf eine Karte zu setzen.

    Ich bezeichne mich durchaus als Träumer, Optimist – allerdings einer der nicht mit der rosa Sonnenbrille durchs Leben läuft, von daher würde ich sagen: du kannst verschiedene Dinge erfüllen, die Vorraussetzung “wären oder auch nicht” um solche Ideen und die Chance zu bekommen. Wichtig ist in aller erster Linie aber dein eigenes Leben. Ohne Geld, mit Schulden, unglücklich oder gerade in einer Krise, das sind alles keine optimalen Bedinungen um reich zu werden 😉

    Und ich darf hier zum Schluss mal jemanden zitieren, den ich privat kenne und der “mehr Geld hat, als man in zwei Leben ausgeben könnte:

    “Wer sich darauf versteift viel Geld zu machen, der wird viel Geld machen, das Glück und die Liebe wird dabei allerdings auf der Strecke bleiben. Wer seiner Berufung hinterher eilt, nicht dem Geld, der wird reicher sein als alle anderen. Lebensfreude, Zufriedenheit, Sorglosigkeit und finanzielle Sicherheit, das sind keine Dinge die man verbissen planen kann, dazu muss man sie als erstes Leben.”

    Cheers
    Ben

  2. Ben
    14. Mai 2009 um 14:26 Uhr

    Nachtrag: “wer schnell viel Geld macht – wird schnell viel Geld verlieren” – Reich werden über Nacht, man verfolgt doch mal ein paar Personen die sich dank “Internet” als Neureich bezeichnen dürfen, dann stellt man fest, das die meisten schon wieder ganz unten angekommen sind.

    Schnelles Geld war schon immer schlechtes Geld. Man muss nicht nur den Umgang mit dem Geld lernen, sondern auch die Dinge die mit dem Geld kommen. Das sind, Leute die in der Familie ein bisserl mehr Geld haben, werden mir da sicherlich zustimmen, im seltensten Fall die schönen Dinge. Außeneinflüsse.

  3. Lennart Prange
    14. Mai 2009 um 14:49 Uhr

    @Ben: Schöne Kommentare, danke 🙂 Du sprichst einen wichtigen Punkt an: Viele, wenn nicht alle Menschen haben irgendwann ihre Chance. Die meisten laufen blind daran vorbei. Deswegen habe ich Punkt 3 erwähnt. Es gilt diese Chancen zu erkennen.

    Ob schnelles Geld schlechtes Geld ist, sei mal dahingestellt. Darum geht es in diesem Beitrag schließlich nicht 😉 Natürlich können überall wo Erfolge sind auch Misserfolge auftreten. Natürlich gibt es Menschen, die nicht mit Geld umgehen können. Wie man das tut könnte in einen neuen Beitrag passen. Will ich hier aber nicht behandeln.

    Letztlich soll dieser Beitrag vermitteln, dass man die eigenen Ideen mal umsetzen sollte. Dass man sich Zeit nehmen sollte und vielleicht mal ein kleines Risiko eingehen sollte. Das Internet bietet einfach die Möglichkeit. Man kann aus wenig viel machen. Die Fixkosten sind so niedrig, dass man sich meistens nicht einmal vor einem hohen Verlust fürchten muss.

  4. Ben
    14. Mai 2009 um 15:34 Uhr

    “Die Fixkosten sind so niedrig, dass man sich meistens nicht einmal vor einem hohen Verlust fürchten muss.”

    Das würd ich so nicht unterschreiben 🙂

  5. Lennart Prange
    14. Mai 2009 um 15:39 Uhr

    Verglichen mit anderen Branchen ist es im Internet häufig um einiges billiger etwas zu starten.

  6. Ben
    14. Mai 2009 um 16:03 Uhr

    Nun ja, ich denke das Internet kann für solche Ideen die geeignete Plattform bieten, quasi ein Jumper um die eigentliche Idee zu boosten. Eine “Idee” die zu 100% auf dem Netz basiert, ist schätzungsweise nicht mehr so einfach zu finden. Erfolgsbasiert.

    Ich nehme da mal ein Beispiel her, von dem ich vor ein paar Tagen durch einen befreundeten Freelancer erfahren habe. Da haben zwei Brüder ein Flash System entwickelt, das die Kommuniktation für große Unternehmen, mit Anschluss an mehrere Agenturen, maßgebend erleichtert. Die Idee war so grandios und Zukunftsweisend, das die zwei direkt von Adobe als Gold Member mit auf die Messe geholt wurden. Die Kehrseite ist allerdings die: “6 Jahre lang hat man im Powerverfahren an diesem System zu zweit gearbeitet, allein die Actionscript Datei umfasst 8 MB Code”.

    Irgendwo muss man für solche Ideen ja auch den Einsatz mitzeichnen. Eine Internetseite aufzuziehen und damit Geld zu verdienen ist durchaus Möglich, allerdings nicht mehr mit herkömmlichen Seiten. Da bedarf es schon findigen Ideen, die teilweise Jahrelange Entwicklung benötigen. Programmierer brauchen Grafiker und umgekehrt, das sind alles Ausgaben. Eine “einfache” Idee, die einschlägt, wird doch teilweise binnen Stunden kopiert und möglicherweise besser kopiert.

    Beispiele finden sich im Web ja genügende. Eine Idee die eine Dienstleistung oder ein Produkt mit dem Internet verknüpfen, auch hier muss man ja irgendwo erstmal in eine nicht zu kleine Vorleistung gehen. Natürlich gibt es auch hier entsprechende “Beispiele” wo es mit wenig Einsatz zu besserem geführt hat, aber ob man davon reich wird ? Ein Mac Hype kann einer Schneiderin durch aus viele Aufträge für außergewöhnliche Sleeves verschaffen, aber wird man davon reich ?

    Ideen und Entwicklungen die einem heute viel Geld bringen, müssen zwangsweise auch mit viel Arbeit behaftet sein. Erfinder und Entwickler, die ebenfalls viel Zeit in eine Sache gesteckt haben, möglicherweise einen Geistesblitz hatten und somit den großen Wurf gemacht haben, werden sich nach dem Patenteintrag nicht über das Internet an Firmen heranwagen.

    Wie gesagt, ich teile die Meinung zu 50%, die Chance hat jeder, ja es ist machbar, aber mit einem geringen Kosten und Aufwandsfaktor zum großen Geld zu kommen, das halte ich für unmöglich und in der Aussage unseriös.

    Cheers Ben

  7. Thomas Scholz
    14. Mai 2009 um 18:53 Uhr

    »Wie lange würde ein Klamotteneinkauf dauern, wenn man nicht nach dem ersten Eindruck urteilen würde und so schon 98% des Angebots aussortieren würde? Ewig.«
    Du hast wohl keine Freundin, oder? 😉

    Ansonsten: Ich leide oft unter einer enormen Ideenflut. Aber da sich alle gleichzeitig vor der Tür in die Praxis drängeln, kommen weniger heraus als wenn es wenige wären …

    Wie Neo sagt: Das Problem ist die Entscheidung.
    Ich vermute, daß oft die schnelle aber zweitbeste Entscheidung effizienter ist. Deshalb werden wir nicht von Analytikern regiert.

    Thomas Scholzs letzter Beitrag..Designlinks 4

  8. Sergej Müller
    24. Mai 2009 um 19:38 Uhr

    An der Ideenanzahl scheitert es auch bei mir nicht. Der Killer der Umsetzung ist entweder der Zeitfaktor oder die Unsicherheit, die Idee könnte floppen und man nicht auf das richtige Pferd gesetzt hat.

    Ich sage mir immer: Auch Umsetzungen von misslungenen Projekten bringen ihren Vorteil: Die Erfahrung.

    Sergej Müllers letzter Beitrag..Auswertung der Umfrageserie: Was ist los in der WordPress-Szene?

    • Lennart Prange
      24. Mai 2009 um 19:46 Uhr

      Obwohl die Erfahrung natürlich auch ein sehr schwacher Trost ist, vor allem wenn man sie schon öfters gemacht hat 😀 Wie Mark Zuckerberg halt.