Wix Homepagebaukasten – kostenlos und auch gut? Review

  • von Christian Schulze

Eine Webseite bauen? Das kann doch jeder. Hier ein bisschen HTML, da ein bisschen Farbe mit CSS. Easy. So oder so ähnlich denken einige Zeitgenossen. Dabei blenden sie wohlwollend aus, dass sämtliche Webtechnologien in einem stetigen Wandel begriffen sind. Setzt man sich nicht regelmäßig mit den vielen Neuerungen auseinander, kann man schnell den Anschluss verlieren.

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Jetzt kann aber nicht jeder, der mal eben eine Webseite basteln will, auf Knopfdruck zum erfahrenen Webentwickler werden. Dafür gibt es Sie: Homepagebaukästen. Hatten Sie einst einen schlechten bis katastrophalen Ruf (Microsoft Frontpage sei dank) ist auch hier die Zeit nicht stehen geblieben. Mittlerweile gibt es gute bis sehr gute Baukästen-Systeme, die einfache moderne Webseiten ermöglichen.

Im Fokus dieses Beitrags steht der Homepage-Baukasten von wix.com – Ein Anbieter der schon viele Jahre auf dem Markt vertreten ist und sein Produkt immer mehr verbessern konnte. Laut eigener Aussage wurden bereits über 47 Millionen Webseiten mit Hilfe des Wix.com Baukastens erstellt. Ein genauerer Blick scheint sich in Anbetracht dieser hohen Zahl zu lohnen:

Zielgruppe

Ein Homepagebaukasten ist natürlich nicht für jede Art von Webseite geeignet. Onlinemagazine, umfangreiche Unternehmens-Seiten oder experimentierfreudige Künstlerseiten lassen sich nicht mit einem Baukastensystem umsetzen. Dafür profitieren viele kleine Unternehmen, Selbstständige, Handwerker, Hobbyisten aller Branchen von dem Tool. Ob Designer oder Musiker, Bar- oder Restaurantbesitzer oder Anbieter jeglicher Dienstleistungen: Eine feine Webseite mit ein paar Fotos, Informationen und Beschreibungen lassen sich mit dem Wix.com Editor wunderbar einfach erstellen und gestalten.

Templates, Templates, Templates

Zum Editor komme ich gleich noch, aber erstmal ein Blick auf die Auswahl der Templates: Hier verdient wix.com ein großes Lob. Es gibt eine sehr breite Auswahl an professionell aussehenden Templates für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Sortiert nach Kategorien wie “Autos & Transport” bis hin zu “Werbung & Marketing” gibt es für jede erdenkliche Branche eine Auswahl passender Vorlagen.

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Der Editor

Ist eine Vorlage ausgewählt, geht es an den Inhalt der Webseite. Hier bekommt der Editor seine Chance zu strahlen. Der Wix-Editor funktioniert dank Drag&Drop kinderleicht. Elemente lassen sich mühelos verschieben und neu anordnen. Unterseiten sind einfach erstellt und auch wieder gelöscht.

Bei der Erstellung einer Seite kann man meist zwischen einer Flash- und einer HTML5-Variante wählen. Hier ist HTML5 ganz klar vorzuziehen. Immer. Flash ist eine Technologie, die Seite einigen Jahren auf dem absteigenden Ast ist und nicht mehr Verwendung finden sollte.

Zusatzfunktionen – Wix Apps

Eine Webseite besteht meistens nicht nur aus einer Hand voll Bildern und ein bisschen Text. Funktionen wie Chat, Kommentare, Coupons oder auch Kundenbewertungen sind gern gesehen. Der WIX-Baukasten hat auch dafür eine Lösung: Die Wix-Apps. Die hier angebotenen Funktionen lassen sich eben so einfach per Klick in die Webseite einfügen wie auch der Restliche Inhalt.

Suchmaschinenoptimierung SEO

Eine Webseite nützt nicht viel, wenn Sie nicht gefunden wird. In den Einstellungen einer Webseite im WIX-Editor kann man Meta-Titel und Meta-Beschreibung anpassen. Auch die Verwendung von HTML5-Templates trägt dazu bei, dass Google, Bing und Co. die Inhalte der Seite lesen und deren Semantik verstehen kann. Die Platzierung in den Suchergebnissen sollte davon profitieren.

Fazit

Der Wix-Homepagebaukasten ist eine hervorragende Alternative zum Erstellen kleiner Webseiten. Privatpersonen und kleine Unternehmen können damit einiges an Geld sparen.

Wie überall gibt es auch hier einen Haken: Bei der kostenlosen Variante, wird die erstellte Webseite zwar gratis gehostet aber dafür muss man mit Werbeeinblendungen rechnen. Diese wird man nur los, wenn man auf das kostenpflichtige Premiumangebot wechselt. Dann erhält man allerdings auch seinen eigenen Domainnamen.

Darüberhinaus spricht die große Auswahl an vorhandenen Templates sowie die benutzerfreundliche Bedienung des Editors für den Wix-Homepagebaukasten.

22 Kommentare

  1. Thomas
    26. April 2014 um 13:04 Uhr

    Der Baukasten sieht ganz nett aus und ist wie schon geschrieben wurde, eine gute Sache für private Leute oder Kleinunternehmen. Vorallem die Templates sehen ansprechend aus. Jedoch gibt es hier auch einige Konkurrenten, die noch mehr im Free-Paket anbieten (z.B. mobile App).

  2. Andi
    2. Juni 2014 um 12:08 Uhr

    Wix ist gar keine so üble Sache. Für mehr als eine kleine Seite ist es aber dann auch wieder nicht zu gebrauchen. Wenn ich mich wirklich professionell im Internet präsentieren will, muss ich leider auch etwas Geld in die Hand nehmen. Das fängt schon beim Logo an. Gibt es eigentlich so etwas wie einen Logo-Baukasten? Da scheitern nämlich viele, wie ich finde.

  3. Bernhard Gehrer
    20. Juni 2014 um 14:19 Uhr

    Hallo,
    habe aufgrund von Recherchen deinen Artikel gefunden – und musste den Hompagebaukasten gleich mal testen.
    Kann deine Einschätzung absolut nachvollziehen, die Gratisdesigns sind echt gelungen, einfach in der Bedienung und sehr schnell erstellt.
    Danke für deinen Beitrag 🙂

  4. Peter
    23. Juli 2014 um 11:12 Uhr

    Richtig, für Privatpersonen ist das System echt gut, aber wie im Artikel bereits erwähnt, taugt es nicht unbedingt, um eine Firmenwebseite zu erstellen.

    Da sollte man auf jeden Fall abwägen können!

  5. Marc Nemitz
    30. Juli 2014 um 00:56 Uhr

    Um nochmal auf das Thema SEO einzugehen,
    ranken denn die Seiten von Haus aus oder muss man da doch krätig nachhelfen? MEtA-Angaben gehören praktisch zu jeder Homepage dazu. Sind die gebauten Homepages barrierefrei? Werden alle Alt-Tags gesetzt?
    Wäre dann für Kleinbetriebe sicherlich eine spannende Alternative.

  6. Gamer
    19. August 2014 um 22:02 Uhr

    Ich bin kein großer Fan von Homepage Baukästen. Heutzutage kann man doch mit WordPress und co. eine ganze Menge anfangen, selbst wenn man selbst nicht so gut im designen oder im Programmieren ist. Für Anfänger hört sich das Ding aber ganz nett an.

  7. Tim Dubiel
    5. Dezember 2014 um 14:09 Uhr

    WIX ist eine ganz schöne Spielerei für Start-Ups, die kein Budget für entsprechendes Marketing haben. Baukastensysteme wie Wix haben jedoch immer einige Nachteile wenn es um die Erweiterung von Modulen geht. Dafür eignet sich ein CMS System wie Joomla oder WordPress schon eher. Auch der Punkt Suchmaschinenoptimierung kommt oft viel zu kurz. Seitentitel und Meta-Tags sind nur ein ganz kleiner Teil hunderte von Faktoren auf die Google achtet. Auch dort würde ich mich in erster Instanz immer für das Content-Management-System entscheiden.

  8. Webdesign Magdeburg
    10. Dezember 2014 um 07:57 Uhr

    Hallo
    Ich will ja nicht verleugnen, das ich als beruflicher Webdesigner und Grafiker eher nichts von Baukastensystem halte oder bisher hielt.
    Was mich aber mal interessiert, gibt es denn erfolgreiche Firmen oder Projekte die auf diesem System basieren und gut ranken.?
    Mich interessiert mal, wie es mit internen SEO Maßnahmen aussieht.

    Mit freundlichen Grüßen Christian

  9. Dirk Schiff
    12. Dezember 2014 um 21:39 Uhr

    Ich kannte das System bis dato noch gar nicht, muss aber sagen, dass mir die Templates ziemlich gut gefallen. Wird das auch so häufig geupdated wie WordPress?

  10. Teppiche
    8. März 2015 um 18:42 Uhr

    Angesichts der günstigen Hostig Preise, würde ich eher selten zum Baukasten greifen. Wer selbst etwas Css Html Kenntnisse hat fährt mit einer selbst gehosteten Seite immer besser und im Zweifelsfall auch günstiger. Und selbst die großen Hoster wie 1&1 etc bieten inzwischen zahlreiche Templates an.

  11. Sebastian Stein
    9. März 2015 um 21:57 Uhr

    Ich hatte vor kurzem einen Kunden der diesen Baukasten benutzte und bei Google weitaus höher ranken wollte..

    Er war dann doch sehr geschockt, wie umfangreich SEO ist und outsourcte es an mich.. ^^

    Unser Job wird zu oft unterschätzt..!

  12. Homestage aus Wien
    26. März 2015 um 14:50 Uhr

    Es war richtig viel Aufwand von den Wix-Entwicklern das System auf die Beine zu stellen. Die Layouts sind auch sehr schön gemacht. Dafür schon mal meine Gratulation. Uns nimmt Wix eher kein Geschäft ab, da wie Du auch sagst, schliessen die Werbeeinblendungen anspruchsvolle Firmenkunden schon mal völlig aus, Insofern keine Konkurrenz. Wunderbar für private Zwecke, für Leute die eine kleine Galerie oder eine nichtkommerzielle Webseite onlinestellen wollen.

  13. Sunny
    8. Juni 2015 um 15:38 Uhr

    Ist für kleinere Einzelprojekte keine schlechte Idee, allerdings bei größeren Websites dann doch ein wenig zu einfach im Handlungsspielraum. Aber guter Artikel, weiter so! Cheers

  14. i-love-webdesign
    24. Juli 2015 um 09:07 Uhr

    Hey,
    ich kann dir teilweise zustimmen. So ein Baukasten ist natürlich erstmal für Selbstständige und kleine Unternehmen ein gutes Angebot, weil entweder kostenlos oder mit wenig Geld eine Homepage entsteht. Allerdings reicht das heutzutage lange nicht mehr aus. Mittlerweile hat so gut wie jeder eine Webseite und es ist sehr wichtig bei der Suche im Internet auch ganz weit vorne zu sein, sonst bringt einem auch die schönste und tollste Webseite nichts, wenn alle Konkurrenten vorher gefunden werden.
    LG

  15. Internetagentur Browserwerk | Christoph
    28. Juli 2015 um 15:03 Uhr

    Hallo Christian,

    ich gebe dir Recht, dass es mittlerweile sehr einfach ist seine eigene Webseite mit wenigen Klicks zusammenzustellen. Viele Seiten sind auch entsprechend auf dem aktuellen Stand (z.B. responsive web design), aber was, wenn nicht? Oder wenn eine neue Technologie eingeführt wird? Meist wissen die Kunden nicht, welchen Zweck ihre Online-Präsens erfüllen soll. “Ich baue mal eben die Webseite, dann schauen wir mal weiter”-Ansatz funktioniert nur begrenzt. Sobald dann spezifische Wünsche umgesetzt werden sollen, sind die Kunden schnell am Ende und wissen nicht mehr weiter. Dann werden Onlineagenturen beschäftigt, die sich dann mit dem Zusammengeschusterten Code auseinandersetzen dürfen. Also ich würde von Grund auf eher ein bekanntes und verbreitetes CMS wie WordPress für Webseiten verwenden (entsprechend skalierbar) und wenn dafür die Zeit nicht reichen sollte, direkt eine Agentur beauftragen.

    Viele Grüße
    Christoph

  16. Picker
    30. Juli 2015 um 01:19 Uhr

    Ich sag nur, zieht euch die “neue” Werbung rein auf Youtube:
    da ja der Name nicht gerade Vorteilhaft im deutschen Markt ist, haben sie da eine ziemlich lustige Werbung dafür gedreht. Wobei ich das ganze immer noch relativ schwach finde.

  17. Amazone Silly
    25. August 2015 um 16:30 Uhr

    Danke für diesen Artikel.
    Ja, es hat sich in der Tat viel getan bei den Homepagebaukäasten, allerdings muss man sich schon fragen, ob so ein selbstgemachter Webauftritt für einen Gewerbetreibenden wirklich die weiseste Wahl ist.
    Klar, es ist günstiger als beim Fachmann, aber man ist auch mit allem alleine.

    Und welcher Handwerksmeister weiss schon etwas über SEO, das richtige Eigenmarketing im Web, Nischenfindung, Keywordrecherche, Anbindung und Nutzung von sozialen Netzwerken, das richtige Texten für die Zielgruppe etc.ppp.

    Das alles sind Punkte, die für eine optimale Website und den gewünschten Onlineerfolg neben einer “schönen” Website eben auch eine grosse – wenn nicht gar zentrale – Rolle spielen.

  18. Shop Programmierer
    9. Oktober 2015 um 10:23 Uhr

    Ist dieser genannte Editor nicht eher so eine Art Baukastensystem? Mit Baukastensystemen arbeite ich persönlich nicht so gerne, ich schreibe alles an Codes lieber selber.

  19. Chris
    5. November 2015 um 20:27 Uhr

    Baukasten und SEO, diese 2 Wörter sind bereits ein Widerspruch in sich. Google wünscht hohe qualitative Webseiten, ein Baukasten kann eine solche Qualität nicht liefern. Somit ranken Baukasten Webseiten auch nichtmal halbwegs so gut wie richtige Webseiten.

  20. ArtTumb
    26. November 2015 um 21:24 Uhr

    Toller Bericht! Ich finde WIX ist das Beste und fast endlose Möglichkeiten in vergl. zum Beispiel zu 1and1. Aber ganz grosses Problem ist: Wenn man Probleme oder Fragen hat und nicht sehr viel darüber versteht, kann man keine persönliche Hilfe erwarten. Habe mehrmals versucht mit WIX telefonisch Kontakt auf zu nehmen und es hat nie geklappt. Doch einmal! wurde ich um 00.00 Nachts angerufen, aber keiner war zu hören. Bei 1und1 bekommt man immer sofort Hilfe und auch auf deutsch oder spanisch.D.h. wer nicht viel technisches Wissen hat (wie ich) sollte sich das gut Überlegen!

  21. Webdesign
    1. Dezember 2015 um 15:17 Uhr

    Die Homepagebaukästen sind in den letzten Jahren immer besser geworden. Gerade WiX ist hier finde ich eine der besten Alternativen im Vergleich zu den klassischen Content Management Systemen und ist sicherlich für viele Privatkunden mehr als ausreichend. Individuelle Lösungen wird man hier jedoch nicht erwarten können und auch die Erweiterung durch Extensions wird sicherlicher niemals mit TYPO3 oder WordPress konkurrieren können.

  22. Dietmar
    22. März 2016 um 12:36 Uhr

    Baukästensysteme halte ich für eine gute Möglichkeit, um als Laie schnell und kostengünstig eine eigene Webseite zu erstellen.

    Als Webdesigner verfolge ich die Entwicklung schon viele Jahre und muß anerkennen, dass die heutigen Baukastenseiten weitaus besser sind als die Do-It-Yourself-Webseiten von anno dazumals, die entweder vom stolzen Firmeninhaber tatsächlich selbst gestrickt wurden – dann natürlich mit drehender Weltkugel und verzerrten Bildern –
    oder vom Schwiegersohn oder Nachbarjungen “gecodet” wurden, der sich “ganz gut mit Computern auskennt”,
    dann natürlich mit allem Pipapo wie Flash-Intro und 3D-Schrift und dem Hinweis “Optimiert für Browser X und Bildschirmbreite 08/15 Pixel”.

    Um sich auf die eigene Visitenkarte eine Webadresse schreiben zu können, unter der eine vorzeigbare (moderne) Webseite zu sehen ist, ist ein Baukastenssytem also eine gute Sache.

    Darüberhinaus muß erwähnt werden, dass ein Webdesigner mehr macht, als nur eine Webseite optisch zu entwerfen und technisch umzusetzen. Der (gute) Webdesigner hat nicht nur Ahnung von Design und Programmierung, sondern auch von Suchmaschinen und Besucherführung und behält über das Projekt insgesamt die Übersicht, die der Laie nicht haben kann.

    So bilden sich mittlerweile hybride Modelle heraus, bei denen der Webdesigner mithilfe eines Baukastensystems
    eine Webseite für einen Kunden erstellt.

    Und der Webdesigner von heute muß sich auf seine neue technische Konkurrenz einstellen:
    Seiten zu erstellen, die schön aussehen und technisch funktionieren reicht eben nicht mehr aus.